Aus der Geschichte der Stadt: Der sowjetische Ehrenfriedhof in Wismar

Der Ehrenfriedhof für die Gefallenen der Sowjetarmee befindet sich in der Parkanlage an der Philipp-Müller-Straße. (Foto: Helmut Kuzina)
Wismar: Philipp-Müller-Straße | In einem Vertrag mit der Russischen Föderation stimmte die Bundesrepublik 1992 dem Erhalt und der Pflege der sowjetischen Kriegsgräberstätten in Deutschland zu.

In Wismar existiert an der Philipp-Müller-Straße ein derartiger Ehrenfriedhof, eine Begräbnisstätte für 348 im Zweiten Weltkrieg gefallene Soldaten der Roten Armee.

Am 2. Mai 1945 waren die Truppen der Sowjetarmee kampflos in Wismar einmarschiert, aber bei Kämpfen in der Umgebung waren viele sowjetische Soldaten ums Leben gekommen.

Auf dem Gelände im südwestlichen Teil der Stadt, dem so genannten Wischberg, waren zunächst 31 namentlich bekannte Sowjetsoldaten beigesetzt worden, als dann in den Jahren 1947 und 1948 Umbettungen von den Soldaten erfolgten, die im Kreisgebiet verstreut bestattet worden waren.

Ein Obelisk ist das markante Zeichen des Ehrenfriedhofs, der am 15. August 1948 in Wismar, damals Sowjetische Besatzungszone, eingeweiht wurde.

Am 8. Mai 1970 überreichten Vertreter der sowjetischen Streitkräfte in der DDR eine mit russischer Ehre gefüllte Artilleriegeschosshülse und ließen diese im Obelisken einmauern.

1992 ließ die Bundesrepublik den Friedhof für die Gefallenen der Sowjetunion umgestalten und 1995 im Eingangsbereich des Ehrenfriedhofes eine Informationstafel aufstellen.

Juli 2014, Helmut Kuzina
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