Burgwallcenter am Rande der Altstadt: Große Anziehungskraft auf Kunden

Jüngst beklagte die Ostseezeitung den Leerstand vieler Ladengeschäfte im Zentrum der Innenstadt, ohne jedoch zu erwähnen, dass sich das Kaufverhalten der Einwohner seit 20 Jahren drastisch geändert hat. Heutzutage wollen Kunden für den täglichen Bedarf unkompliziert (und mit ihrem Auto) einkaufen, und das möglichst in der Nähe der Wohngebiete. In die Altstadt gehen Einheimische zum Bummeln, um Cafés, Kneipen, Restaurants, Buchhandlungen, Boutiquen aufzusuchen.
Dieser Trend wurde gebührend berücksichtigt, als 1993 am Rande der Altstadt ein Gebäudekomplex an der Ecke Lübsche Straße/Philipp-Müller-Straße errichtet wurde, und dieses Einkaufs- und Dienstleistungszentrum am Burgwall hat bislang nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Großzügige Parkflächen für 300 Fahrzeuge, die Anbindung an den städtischen Nahverkehr, die Fachgeschäfte, die Apotheke, die Arztpraxen, die Klinik, die Gaststätte, die Bäckerei und die Supermärkte bedeuten kurze Wege zum Einkaufen und zur Dienstleistung.
Um dieses Zentrum überhaupt errichten zu können, mussten seinerzeit 343 Betonpfähle von bis zu 30 m Länge in den Boden gerammt werden, der in früheren Zeiten von den Ackerbürgern als Kuhweide genutzt worden war. Auffallend sind das Verblendmauerwerk und die Aluminium-Glas-Elemente. Vom Haupteingang des "Burgwallcenters" gelangen die Kunden in der überdachten Passage zu einem kleinen Platz, der durch eine Glaskuppel seine Beleuchtung erhält. Zu beklagen ist am Burgwallcenter, dass zu bestimmten Tageszeiten kein Parkplatz zu finden ist.
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