Ausstellung im Baumhaus Wismar: „Aktuelle Positionen zeitgenössischer Fotografie“

Im Baumhaus werden bereits im fünfzehnten Jahr neueste Arbeiten der Studierenden der Wismarer ´Hochschule gezeigt. Damit wird deutlich, dass die Mecklenburger Fotoklasse mit ihrem einzigartigen Profil zu einer festen Größe im kulturellen Leben der Hansestadt geworden ist. Foto: Helmut Kuzina
Wismar: Alter Hafen | „Neue Subjektivität“ lautet der Titel der Ausstellung von Prof. Knut Wolfgang Maron und seinen Studenten, die im Baumhaus am Alten Hafen bis zum 20. November 2016 gezeigt wird.

Herausgestellt werden „aktuelle Positionen zeitgenössischer Fotografie“, mit denen sich die einzige Fotoklasse an einer Hochschule in Mecklenburg-Vorpommern befasst.

Viel visueller Müll in den Medien

Knut Maron erklärt zu der Ausstellung: „In unserer völlig medialisierten Welt werden wir von Fotografien förmlich erschlagen. Im Internet, im Fernsehen, in Tages- und Wochenzeitungen, in Magazinen, auf Werbeprospekten und Werbetafeln werden wir bombardiert mit visuellem Müll, der unsere Vorstellungen, unsere Wirklichkeit und unsere Träume, unsere Wünsche, Sehnsüchte und Hoffnungen stetig manipuliert. So entstehen entrückte und entfremdete Vorbilder, die gleichgerichtet um den Erdball vagabundieren.“

Ausstellende Fotografen vertreten »Erneuerte Subjektive Fotografie«

Im Einzelnen erläutert Prof. Maron: „Die jungen Künstler sind oft ebenso überrascht wie ich selbst, was ein Abschütteln retrospektiver, einengender Vorstellungen alles bewirken kann. Die Resultate sind dann zeitlose Arbeiten, die eigene Bildsprachen zu Tage fördern. Durch die im gemeinsamen Studium vermittelten Impulse hat sich unter meiner Mentorschaft im Laufe der Jahre eine hochwertige fotografische Kultur zwischen den Studierenden, den Absolventen und mir entwickelt, die einen intensiven Diskurs über zeitgenössische Fotografie im nationalen und internationalen Kontext der bildenden Kunst und ihrer Strömungen eröffnete. Aus dieser Auseinandersetzung resultierte die künstlerische Position der »Erneuerten Subjektiven Fotografie«, die die ausstellenden Fotografen vertreten. Dabei ist jeder Fotograf ein Autor, der die Subjektivität seiner Wahrnehmungen in eine ihm adäquate fotografische Form übersetzt.“

Individualität durch eigene Bildsprache wichtig

Maron fasst zusammen: „Alle ausgewählten Positionen der Neuen Subjektivität treten damit wieder einmal den Nachweis an, dass die Autorenschaft einer Wismarer Fotoschule erneut belegt, dass es so eigenständige künstlerische Positionen geben kann wie Individuen. Da dieser Nachweis mit dieser Ausstellung wieder einmal geglückt ist, ist diese Ausstellung Beweis dafür, dass es auch heute noch möglich ist, eine eigene Bildsprache zu entwickeln, wenn man sich auf seine Individualität bezieht und nicht von falschen Doktrinen indoktrinieren lässt. So entstehen eindrucksvolle Einsichten in eine Welt, die Vielfalt repräsentiert, so vielfältig wie die wunderbare Welt der Pflanzen, Tiere und Menschen.“

Oktober 2016, Helmut Kuzina
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