Filmhistorie live erleben – ein Besuch im Filmstudio Babelsberg

(Foto: Sven Hoppe - Fotolia)

Wer vor Ort in Filmgeschichte eintauchen möchte, kommt in Deutschland am Filmstudio Babelsberg nicht vorbei. Babelsberg, ein Stadtteil der brandenburgischen Hauptstadt Potsdam, ist ein traditionsreicher Ort der Filmindustrie. Bereits 1912, und damit in den Anfängen der Filmunterhaltung, wurde das Filmstudio Babelsberg begründet und ist seitdem Ort wichtiger Kino- und Filmproduktionen. Heute ist der Filmpark ein beliebtes Ziel für Groß und Klein und bietet dank dem Blick hinter die Kulissen und diversen Events und Shows ein hohes Maß an Unterhaltung.

Die ersten Höhepunkte der Filmstudios


Zu Zeiten der Weimarer Republik erlebte das Studio seinen ersten Höhepunkt, als dort mit „Metropolis“ von Fritz Lang und „Der Blaue Engel“ mit Marlene Dietrich zwei international beachtete Filme gedreht wurden. Mit „Die Feuerzangenbowle“, in der Heinz Rühmann die Hauptrolle spielte, folgte 1943 ein bis heute beliebter, deutscher Filmklassiker. Seit 1921 zeichnete sich die bis heute tätige Ufa für den Standort verantwortlich, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er dann von der DDR verstaatlicht. Unter der Führung der DEFA setzte sich die Filmtradition fort, sämtliche wichtigen Werke der DDR-Kinokunst entstanden in Babelsberg. Darunter sind auch so bedeutende Filme wie „Spur der Steine“ und „Jakob der Lügner“.

Ein Aufstrebender Medienstandort und ein Erlebnis für Filmfreunde


Nach dem Fall der Mauer hat sich das Filmstudio Babelsberg wieder zu einem bedeutenden internationalen Standort entwickelt. So entstanden dort Kassenschlager wie „Die Bourne Verschwörung“, „Der Pianist“, „Der Vorleser“ und „Inglourious Basterds“. Auch nationale Serien wie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und „Anna und die Liebe“ werden in Babelsberg gedreht. Ein Besuch in der Medienstadt ist damit immer mit der Wahrscheinlichkeit verbunden, einen Film- oder Fernsehstar hautnah zu treffen und im Glücksfall ein Autogramm zu ergattern. In diesem Punkt hat sich das Filmstudio nämlich wesentlich geändert: Es wurde für Außenstehende geöffnet, Babelsberg wird für Touristen offensiv vermarktet. So ist es zum Beispiel möglich, dass Gruppen sich durch die Filmstudios führen lassen. Eine solche Studio-Tour, die vierzehn Tage zuvor angemeldet werden sollte und bei der die Gruppengröße zwischen 8 und 25 Personen betragen darf, bietet hautnahe Einblicke in die Film- und Serienproduktion. So beinhaltet die Führung den Besuch einer Außenkulisse genauso wie die Beobachtung der dort tätigen Ausstatter bei ihrer Arbeit. Auch das Maskenstudio sowie der Requisitenfundus werden dabei besichtigt.

Der Filmpark Babelsberg: Das Herzstück für Touristen


Extra für Touristen geschaffen wurde der Filmpark Babelsberg, der sich als Freizeitpark in die Medienstadt Babelsberg einfügt. In diesem gibt es zahlreiche Attraktionen rund um das Thema Film, welche sowohl Erwachsene als auch Kinder begeistern werden. Eine Rundfahrt vom Themenpark ausgehend über das Studiogelände führt durch zahlreiche Außenkulissen wie zum Beispiel der von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Ein besonderes Kinoerlebnis erfahren Besucher im 4D-Actionkino. Dies zeichnet sich nicht nur durch eine 3D-Technik aus, zudem wird diese dadurch komplettiert, dass sich die Sitzbänke bewegen und so ein intensiver Filmgenuss mit gehörigem Nervenkitzel entsteht. Eine Fortentwicklung dieser Technik stellt der XD Motion Ride dar, in dem sich die Zuschauer sogar am Geschehen beteiligen. Viel geboten ist auch für die kleinen Besucher des Filmparks Babelsberg: So können sie sich in Janoschs Traumland mit zahlreichen liebevoll gestalteten Details beschäftigen, die allesamt Motive des bekannten Kinderbuchautoren aufgreifen. Erwähnenswert ist auch der Löwenzahn-Bauwagen aus der gleichnamigen Kinderinformationssendung, der dort im Original zu besichtigen ist. Zudem gibt es täglich zahlreiche Veranstaltungen wie zum Beispiel Stunt-Shows oder ein Tierquiz. Geöffnet hat der Filmpark Babelsberg jedes Jahr von Ende März bis Anfang November.
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