Ein Wochenende in der Natur - Jugendgruppen des NABU Langenhagen quaken mit den Fröschen auf Gut Sunder um die Wette

Naturerlebnis-Wochenende 2016: Am Froschteich wurde mit großer Begeisterung gekeschert (Foto: Katja Woidtke)
 
Naturerlebnis-Wochenende 2016: Gut getarnt - nur der Kopf des Teichfrosches lugt aus den Wasserlinsen hervor (Foto: Katja Woidtke)
Winsen (Aller): NABU Gut Sunder |

Die Vorfreude auf ein spannendes Wochenende in der Natur ist den Kindern und Jugendlichen des NABU Langenhagen schon bei der Abfahrt anzusehen. Schnell ist das Gepäck im Bus verstaut und los geht es Richtung Meißendorf. Dort erwarten die Mädchen und Jungen jede Menge Naturerlebnisse, Spiel und Spaß:

"Schaut mal, da ist ein Frosch", tönt es aufgeregt. Mit Keschern stehen die Kinder der Rudi Rotbein Gruppe am Froschteich und suchen nach den gut getarnten Amphibien, von denen nur der Kopf zwischen den Wasserlinsen hervorlugt. Schnell haben die kleinen Naturforscher die richtige Methode heraus, fangen einen Frosch und können ihn aus der Nähe betrachten. Danach geht es für die grünen Hüpfer wieder zurück ins Wasser. Dort entdecken die Kinder eine Ringelnatter, die Jagd auf die Frösche macht und fasziniert beobachtet wird. Die Schlange ist gut durch ihre halbmondförmigen Flecken am Hinterkopf zu bestimmen. Für weitere Funde hat Silke Brodersen passende Bestimmungshilfen dabei, in die immer wieder die Nasen gesteckt werden. Die Frage "Was ist das für eine Schnecke?" kann so schnell geklärt werden. Bei der Schnecke mit dem flachen Gehäuse handelt es sich um eine Posthornschnecke, die in stehenden und langsam fließenden Gewässern lebt und sich hauptsächlich von Algen und abgestorbenen Pflanzenteilen ernährt. Auch am Bachlauf gibt es Spannendes zu entdecken. "Das ist ein Springfrosch", erklärt Ricky Stankewitz den Mädchen, die ihm ihren Fund zeigen. Aus Holz bauen sie eine Brücke über den Bach, der für die Jugendlichen der NAJU in diesem Jahr viel zu kalt ist.

Lustige Spiele zum Kennenlernen


Am Nachmittag kommen die Kinder in gemischten Gruppen zusammen und beweisen bei verschiedenen Spielen ihre Teamfähigkeit. Silke Brodersen hat ein Spiel vorbereitet, bei dem Fotos von verschiedenen Tierarten dem jeweiligen Nachwuchs zugeordnet werden. Die Lösungen sind ganz schön knifflig, aber gemeinsam sind schnell passende Paare gefunden. Teamwork ist auch beim Kistenspiel von Oliver Woidtke gefragt. Wer hier keine Rücksicht auf die kleineren Kinder in der Gruppe nimmt und dadurch von den Kisten plumpst, hat schnell das Nachsehen und bekommt eine Strafzeit aufgebrummt. Das Schwammspiel an der Station von Christine Pracht ist ein nasses Vergnügen und kommt bei dem schönen Wetter genau richtig. Denn hier wird mit einem vollgesogenen Schwamm Wasser von einem Eimer zum anderen transportiert und Spritzer bleiben dabei natürlich nicht aus. Ricky Stankewitz wartet im Wald mit einem großen Spinnennetz aus Wollfäden auf die Kinder. Hand in Hand geht es hier auf Zeit einmal quer durch das Netz.


Vor dem Grillabend haben die Kinder bereits wieder ihre Kescher in der Hand und stehen am Froschteich oder gehen auf der Wildblumenwiese auf Entdeckungstour. "Schaut mal dort!" macht Katja Woidtke die Kinder auf Libellen in den Gräsern aufmerksam. "Das sind Azurjungfern bei der Paarung", erklärt sie und zeigt das typische Paarungsrad der Tiere. Ein Großer Blaupfeil schwirrt ebenfalls an den Kindern vorbei. Im Kräutergarten lässt Christine Pracht die Mädchen Blätter der Süßdolde probieren und erklärt die hier wachsenden Pflanzen.

Kurze Nacht am Lagerfeuer


Abends treffen sich alle an der Tischtennisplatte zum Rundlauf und sitzen am Lagerfeuer bei romantischen Gitarrenklängen zusammen. "Gut Sunder ist nur einmal im Jahr..." stimmen die Jugendlichen der NAJU an, ehe die Kinder mit Taschenlampen ausgestattet zu einer Nachtwanderung aufbrechen. Während die Rudi Rotbein Gruppe sich anschließend müde in ihre Schlafsäcke im Strohhotel kuschelt, bleibt die NAJU am Lagerfeuer sitzen. Zum Frühstück am nächsten Morgen gibt es daher eine extra Weckaktion für die Großen, die noch ganz verschlafen von der langen oder eher kurzen Nacht aus ihren Zelten kriechen. Die Rudi Rotbein Kinder sind deutlich ausgeschlafener und machen sich wieder auf den Weg zu neuen Entdeckungen an den Froschteich, wo sie mit lautem Quaken empfangen werden. Wer möchte, kann im Klassenzimmer an Binokularen Libellenflügel, Blütenblätter und verschiedene Präparate stark vergrößert betrachten oder die interaktive Ausstellung Wildtiernis besuchen und so den Besuch auf NABU Gut Sunder abrunden. Nach dem Mittagessen heißt es dann Abschied nehmen, und die Kinder sind sich nach dem abenteuerlichen Wochenende in der Natur einig: "Wir fahren nächstes Jahr wieder mit!"
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6 Kommentare
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Werner Szramka aus Lehrte | 20.06.2016 | 14:38  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 20.06.2016 | 16:22  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 20.06.2016 | 16:43  
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Gabriele Schulz aus Laatzen | 20.06.2016 | 17:18  
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Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 20.06.2016 | 17:53  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 20.06.2016 | 19:35  
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