Ausländische Mediziner helfen aus

Was wird man wohl davon halten, wenn man als kranker Patient einem Termin beim Arzt macht, dort mit der natürlich deutschen Pünktlichkeit eintrifft und dann mit jemandem rumgestikulieren muss, der die Sprache des Landes nicht richtig beherrscht? Nun, für Deutschland ist dies eine nicht akzeptable Situation und dementsprechend wird damit auch umgegangen. Angehende Ärzte, die nicht aus Deutschland stammen sondern aus dem Ausland, werden darauf geprüft. dass sie die nötigen Sprach- und Hörkentnisse besitzen.

Allein in NRW hat sich die Zahl der ausländischen Mediziner seid 2005 geradezu verdoppelt. Aber wieso fürchtet man sich so vor Kommunikationsschwierigkeiten? Schließlich sind wir mit uns selber auch nicht so streng. Wer erwartet von sich selber, dass er die Landessprache kennt, nur weil er Urlaub in einem bestimmten Land machen möchte? Grund für viele Mediziner aus dem Ausland – mitunter aus Rumänien, Bulgarien und Griechenland – ist unter anderem der Ärztemangel hier in Deutschland.

Mangel an qualifizieren Ärzten ausgleichen


Die Zahl des mangelnden Personals beläuft sich nach Angaben der Krankengesellschaft nur in NRW mindestens auf 1000 Ärzte. Was natürlich dazu führt, dass man anderweitig nach kompetentem Personal suchen muss. Jetzt kommen die Mediziner also aus ihren eigenen Ländern nach Deutschland, um hier die fehlenden Arbeitskräfte zu ersetzen. Eigentlich müssen wir dafür mehr als dankbar sein. Denn was ist schlimmer: Ein Arzt der gebrochen Deutsch spricht oder eine Krankenschwester die uns mitteilt dass derzeit kein Arzt praktiziert?

Die Ärzte- und Zahnärztekammern wurden nun angewiesen, nicht nur die Sprach- und Hörkentnisse zu überprüfen, sondern auch auf die schriftliche Ausdrucksfähigkeit zu achten und diese zu bewerten. Es ist verständlich, dass ein Arzt auch einen Arztbrief oder eine Gesundheitsbescheinigung richtig verfassen können muss. Nun wurde von NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider der Denkanstoß gegeben, dass schon viel erreicht werden kann, wenn auch deutsche Patienten sich ein wenig einbringen und ihre Englischkenntnisse auffrischen würden. Das würde bei einigen Fällen wohl zu einem kleinen oder auch breiterem Grinsen führen.

Änderungswünsche


Spätestens hier hört der Spaß für mich auf! Wenn ich zum Arzt gehe, erwarte ich meine Sprache vorzufinden und gut aufgehoben zu sein. Dass Arzte Deutsch können müssen, um mir erklären zu können, was ich habe, ist einleuchtend. Doch wie wäre es, wenn unsere Ärzte nicht mörderische Schichten arbeiten müssten und halbschlafend einen Patienten operieren? Wenn es dann unweigerlich zu Fehlern kommt, werden diese nicht von Ärzten behoben, sondern noch vertuscht; der Gang zum Anwalt ist vorprogrammiert. Jede Maschine hat zwei Jahre Garantie und kann bei Defekten zurückgebracht werden; wieviel ist der Mensch eigentlich Wert, dass noch nicht einmal Ärtzefehler "auf Garantie" bereinigt werden?

Würde hier nachgearbeitet, wäre allen geholfen. Unzählige Medizinstudenten, die keinen Job finden, würden Arbeit haben, die Ärzte wären fit und gut gelaunt und es gäbe auf beiden Seiten keine Verständigungsschwierigkeiten.
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