Martin Schmitt gibt der PunktJugendRedaktion ein Exklusiv- Interview

Martin Schmitt und die PunktJugendRedaktion im Willinger Besucherzentrum.
Willingen: Besucherzentrum | Willingen. Das Jahresereignis zum FIS Skisprung Weltcup 2014 an der Mühlenkopfschanze ist noch lebhaft und bestens in den Köpfen der Willinger und aller Skisprungfans. Die PunktJugendRedaktion konnte dieses Jahr wieder einmal live dabei sein. Auftakt am Freitag: Das Pressezentrum im Besucherzentrum ist bereits von vielen Reportern und Fotografen aus den verschiedensten Nationen gefüllt. Kamerateams der unterschiedlichsten TV-Sendern bringen ihre Gerätschaften in Position. Die Jugendredaktion wird an einen extra Pressetisch, gleich neben der Bühne zu den Ehrendamen platziert. Beste Voraussetzung um hautnah bei der anstehenden Pressekonferenz dabei sein zu können. Dann betritt Martin Schmitt, einer der erfolgreichsten deutschen Skispringer, mit dem Bundestrainer Werner Schuster und dem DSV-Präsidenten Dr.Franz Steinle den Saal. Ralph Eder, Pressesprecher des Verbandes moderiert das Geschehen auf der Bühne. Es liegt im Raum, dass Martin Schmitt genau hier in Willingen, nach 17 Jahren Weltcupkarriere, seinen Abschied offiziell verkündet. Bevor er persönlich aber zu Worte kommt, wird der Weltmeister und Olympiasieger, der insgesamt 28 Weltcupsiege feierte und zweimal den Gesamtweltcup für sich einheimsen konnte von allen Seiten für seine Erfolge gelobt. Im Blitzgewitter der Kameras waren manche Kommentare und Lobeshymnen kaum zu verstehen. Martin Schmitt ist es wichtig, grade hier auch in Willingen „Danke“ zu sagen, denn Willingen beschreibt er „ ... war jedes Jahr ein Highlight während der Sprungsaison, es gibt keinen besseren Ort zum Abschied nehmen.“ Der Schwarzwälder nimmt sich nicht gänzlich aus dem Schisport heraus. So hat er bereits vor einem Jahr auf der Trainerakademie in Köln sein Studium zum Diplom-Trainer begonnen und wird sich jetzt auf sein Studium konzentrieren, welches er im Herbst 2015 abschließen will. Vielleicht sieht man ihn dann auf dem Trainerpodium wieder. Schon jetzt aber widmet er sich dem Nachwuchs und ist als Botschafter für den Schülercup unterwegs. Dies scheint ihm ein ehrliches Anliegen, denn er berichtet der PunktJugendRedaktion, dass er nur durch die aktive Förderung und Unterstützung von Familie, Verband und Sponsoren ( u.a. die lila Schokolade) eine so erfolgreiche Karriere hinlegen konnte. Dass sein Herz für die Jugend tickt bewies er, indem er sich speziell Zeit für die jungen Reporter nahm und sich geduldig und interessiert deren Fragen stellte.


?Klara: „Wann standest du das erste Mal auf Skiern?“
!Martin: „Mit drei Jahren.“
?Klara: „Wie bist du aufs Skispringen gekommen? Warst du auch auf einer Elite Schule des Sports, wie die in Willingen?“
!Martin: „Nein. Das war ein Zufall. Von Anfang an sind mein Bruder und ich über kleine Hügel gesprungen. Als mein Bruder dann mit Skispringen angefangen hat, war ich mit dabei. Ein junger Springer wurde krank und ich ergriff die Möglichkeit. Mit 6 Jahren hatte ich meinen ersten Wettkampf und wurde prompt Zweiter.“
?Klara: „Ab da war dann für dich klar, dass du mit diesem Sport weitermachen würdest?“
!Martin: „Ja, ab da wusste ich das dieser Sport etwas für mich war.“
?Klara: „In jeder Karriere gibt es diesen Punkt, an dem man ins Zweifeln kommt. Fällt dir dazu etwas ein?“
!Martin: „Wenn ich genau überlege, ja. Zwischen 10 und 11 Jahren hatte ich Zweifel, ob ich von der Schanze springen sollte. Ich entschloss mich aber meine Angst zu überwinden.“
?Klara: „Was hat dich am Skispringen so fasziniert?“
!Martin: „Ich habe die Geschwindigkeit atemberaubend gefunden! Die Tatsache, dass ich immer besser wurde, auf größere Schanzen kam und auch weiter sprang hat mich angespornt weiter zu machen!“
?Klara: „ Was wird die größte Veränderung sein, wenn du nicht mehr Ski springst?
!Martin: „Der Sport war bis jetzt im Mittelpunkt meines Lebens. Nun wird sich mein Alltag sehr verändern!“
?Klara: „Wie sieht es aus mit deinem Abschied, hast du dich damit abgefunden?“!
!Martin: „Ja, ich habe mich entschieden bis nach meinem Geburtstag zu warten, dieses Kapitel meines Lebens ist jetzt vorbei!“
?Klara: „Planst du ein Comeback?“
!Martin: „Nein, ich bin zufrieden mit dem was ich bis jetzt geschafft habe und belasse es dabei.“
Wir gaben ihm noch die Hand, gratulierten ihm nachträglich zu seinem Geburtstag, den er am 29. Januar gefeiert hatte und machten ein Gruppenfoto. Martin Schmitt, der berühmte deutsche Skispringer, der uns so sympathisch und bereitwillig auf unsere Fragen geantwortet hat, bleibt in unserer Erinnerung immer Jener, der er als Skispringer für uns war.
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3 Kommentare
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Aniane Emde aus Korbach | 21.02.2014 | 15:30  
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Marcel Sewerin aus Willingen (Upland) | 22.02.2014 | 14:43  
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Aniane Emde aus Korbach | 22.02.2014 | 17:18  
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