Freunde sind anders ...

Staates Moral …
oder Bullenbeißers Geheimdienst

Die deutschen Regierungen, seit dem Ende des zweiten Weltkrieges bis in die Gegenwart, hatten und haben ausnahmslos alle eines gemeinsam – nämlich ein irreales, oder treffender ein arg gestörtes Wahrnehmungsvermögen, was die Absichten, das Verhalten und die Ziele der US-amerikanischen Regierungen betraf und betrifft.
Anfangs beruhte das Anlehnungs- oder auch Unterordnungsbedürfnis auf der persönlichen Biografie der einzelnen Politiker der bundesdeutschen Szene. Auf der einen Seite aus der eigenen NS-Vergangenheit heraus, auf der anderen Seite aus einem entstandenem Missverhältnis oder Zerwürfnis mit ehemals Gleichgesinnten der Weltmacht auf der kommunistischen Seite entsprungen.
In den Kinderjahren der neu entstehenden Bundesrepublik waren den „schwarzen“ Regierenden hier die Bestimmer aus dem Weißen Haus ein willkommener Deckmantel ihrer eigenen anrüchigen Drittenreichsvergangenheit, den „roten“ Regierenden im westlichen Deutschland dagegen ein probates Mittel, um sich an den abtrünnigen Genossen der arbeiterparteilichen Vorgeschichte zu rächen.
Und durch die persönliche Macht Profit erlangen, das wollten sie natürlich alle. Da gab es in der Tat unter deutschen Nachkriegspolitikern nur sehr wenige rühmliche Ausnahmen.
Für die nicht mehr in der persönlichen Vergangenheit gefangene Nachfolgegeneration der führenden Köpfe der Parteien war es doch nur zu leicht, zu verführerisch und zu lohnend, einfach in die ausgetretenen Trittsiegel ihrer Vorgänger hineinzustapfen, selbst wenn diese überwiegend für sie viel zu groß und ausgelatscht geraten waren.
Der Freundschaftskult mit den Pinkertonerben in der neuen Welt wurde, ohne auch nur im Ansatz darüber nachzudenken, übernommen, weiter gepflegt und weiter entwickelt, weil ja die Kassen so schön klingelten.
Es mag in Europa, in Deutschland einiges gesellschaftliche und politische Tun anders sein oder gewichtet werden, als im Lande des finanziellen Raubrittertums der Sachsens und Goldmans - in einem wesentlichen Verhalten gleichen die bundesdeutschen Neu- und Altpolitiker den US-amerikanischen Drahtziehern jedoch wie ein Ei dem anderen – beiden Gruppierungen ist das Wohl sowohl des eigenen wie auch des oder der anderen Völker auf dem Erdball völlig schnuppe. Für sie alle zählt ausnahmslos nur das eigene Ego.
Zum im politischen Sprachgebrauch geradezu überstrapazierten Begriff der Freundschaft noch ein paar erklärende Worte.
Einem Freund zeigt man sich auch schon mal ungeniert nackend - bei einem Freund, da stört auch nicht die etwa vorhandene Warze am Po, oder ein Silberblick. Ein Freund nutzt auch niemals irgendeine Schwäche eines Freundes zu seinem Vorteil.
So unbeschwert und unbedenklich sollte aber keine deutsche Regierung einer US-amerikanischen Administration begegnen, denn ein solches Freundschaftsverhalten, einen solchen Freundschaftscodex kennt man in den Machtzentralen am Potomac-River jenseits des Atlantiks nicht. Da kennt man nur sich selber und die unkontrollierte Machtgier.der Apparate und der sie leitenden Geister. Wer als Politiker ein solches stets bedenkt und dabei auch seine eigenen Unzulänglichkeiten nicht aus den Augen verliert, der wird sich hüten, jemals vor einem Vertreter einer anderen Staatsmacht auch nur ansatzweise seine Hose herunterzulassen. In Erinnerung der de Gaulle’schen Worte, dass Staaten keine Freundschaften kennen, sondern nur ihre eigenen Interessen wahren und vertreten, sollte ganz klar sein, dass es unter Politikern keine Freunde gibt, selbst dann nicht, wenn man auf oberster Ebene schon beim vertrauten Du gelandet ist.

ewaldeden2013-10-30

Bürgerreporter:in:

Ewald Eden aus Wilhelmshaven

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