Zeppelinhäuser
die Ölgesellschaften waren nicht nur an Wanderarbeitern interessiert, sondern mehr an einem festen Belegschaftsstamm. So wurde Land aufgekauft und der Bau von Einfamilienhäusern durch äußerst günstige Dalehen ausschließlich an "im Öl" Beschäftigte gefördert.
Es entstand Neu-Wietze, .... und damit die nach der ausgefallenen Form ihrer Dächer sogenannten Zeppelinhäuser,
eine Siedlung von 1926 ausschließlich für Arbeiter und Bergleute ohne Führungsposition.
Quelle: Bildband "Erdöl in Wietze", ISBN3-89264-910-3
Weitere interssante LINKS unter:
http://www.myheimat.de/wietze/beitrag/83064/die-qw...
http://www.myheimat.de/wietze/beitrag/82625/der-oe...
Drollige Bauweise. Hatte das irgendwelche Vorteile gegenüber anderen Dachformen - oder waren es rein optische Gründe?
Ich bin leider noch nie in einem solchem Haus gewesen.
Könnte mir aber vorstellen, das es gegenüber einem Satteldach viel geräumiger ist.
Stimmt - daran hatte ich gar nicht gedacht - das könnte ein Grund gewesen sein.
Die Konstruktion bzw. das Design der Häuser orientiert sich an der Bauweise alter Luftschiffhallen. Beispiele kann man noch heute in Wilthen (Sachsen) und in Güstrow-Suckow (Mecklenburg-Vorpommern) sehen. siehe z.B. http://www.industrie-kultur.de/index.php?name=News... Die Halle in Wilthen ist ein Drittel der alten Dresdner Militärluftschiffhalle, wird jetzt von der Firma Hardenberg (Wilthener Likörfabrik) als Lagerhalle verwendet. Sie wurde 1920/21 in Wilthen aufgebaut.
Die Dachform hatte den Vorteil fast keinen Kniestock zu haben. Man konnte ein Sofa dicht an die Dachschräge stellen und ohne Probleme wieder aufstehen. Ich bin in einem solchen Haus gebohren und habe meine Kindheit im ersten Stock verbracht. Die Wohnungen unterm Dach waren durch die Wölbung sehr geräumig. Im Winter ist auf den runden Dächern nie soviel Schnee liegen geblieben wie auf herkömmlichen Spitzdächern. Nach dem Ausbau des 1. Stocks blieb immer noch ein großer Boden übrig. Die Häuser waren von der Wilhelmstr. her mit Wohnfläche im EG und 1. OG eingerichtet. Daran war die Waschküche und der Stall gebaut. Später kamen Garagen dazu. Die Grundstücke waren sehr groß und jeder hatte einen großen Zier- und Nutzgarten. Mir gefallen diese Häuser heute noch.
Günther Brand
Interessant! :)
Auch der Kommentar vom 2.5., der mir damals wohl entgangen ist.


Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Facebook. Mehr dazu rechts unter .