Weniger Betten und Personal

Das Krankenhaus Herzberg.
Herzberg. Seit Monaten befindet sich das Herzberger Krankenhaus in einer Umbruchphase. In einer Pressemitteilung vom Dienstag kündigt die Geschäftsführung weitere einschneidende Maßnahmen an. Geplant sind im „Zuge der Umstrukturierung“, wie Helios den Prozess nennt, die Zusammenlegung von Abteilungen, den Abbau von 14 Vollzeitstellen in der Pflege sowie von 268 auf 247 Betten.
„Handlungsbedarf für eine bedarfsgerechte Reduktion“
„In unserer Klinik gibt es dringenden Handlungsbedarf für eine bedarfsgerechte Reduktion an den tatsächlichen Bedarf in der Region und an die Krankenhausplanung des Landes Niedersachsen“, so Dr. Alice Börgel, Klinikgeschäftsführerin der HELIOS Klinik Herzberg/Osterode in der Mitteilung auf der Homepage der Klinik.
Mit 60% Auslastung nicht zukunftsfähig
Insbesondere in den chirurgischen Fachabteilungen und der Gynäkologie und Geburtshilfe seien die betriebenen Kapazitäten deutlich höher als die durchschnittliche Inanspruchnahme, so die Geschäftsführerin. „Wir liegen hier bei circa 50 bis 60 Prozent Auslastung. Damit sind wir nicht zukunftsfähig.“
Um dies zu werden, sollen deshalb alle chirurgischen Abteilungen (Unfallchirurgie/Orthopädie, Allgemein- und Visceralchirurgie sowie die Gynäkologie und Geburtshilfe) auf einer Ebene zusammengefasst werden. Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe und die Klinik für Visceralchirurgie würden dabei in einem Stationsbereich zu finden sein, der baulich bei Bedarf geteilt werden könne. Die jeweiligen Chefärzte blieben weiterhin für ihre Bereiche verantwortlich und arbeiten künftig noch enger zusammen, kündigte Dr. Alice Börgel an.
Gleichzeitig reagiert die Klinik auf den steigenden Bedarf an altersmedizinischer Versorgung in der Region. Die Abteilung für Geriatrie werde um den Bereich Alterstraumatologie erweitert und von heute 20 auf 38 Betten vergrößert.
14 Vollkräfte weniger bis zum Jahresende
„Diese Strukturmaßnahmen bedeuten Personalanpassungen in der Pflege und im medizinisch-technischen Dienst. Bis zum Jahresende sollen rund 14 Vollkräfte sozialverträglich über ein freiwilliges Sprintprogramm abgebaut werden. Uns war es besonders wichtig, die Personalanpassung in einem freiwilligen und für die Mitarbeiter durchaus attraktiven Sprinterprogramm umzusetzen“, so Dr. Alice Börgel.
Sie betonte abschließend, dass die Klinik im Jahr 2015 ein deutlich höheres Investitionsvolumen plane.

Der Artikel ist aus dem Echo zum Sonntag vom 30. November 2014.
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