Hilfe vor Ort leisten

Bad Sachsa (dx). Das Thema Flüchtlinge ist allgegenwärtig. In überwältigender Anzahl suchen vor allem Menschen aus den afrikanischen Staaten Hilfe und eine neue Heimat in Europa. Um den Massen an Hilfesuchenden Herr zu werden, verhandelt unter anderem das Land Niedersachsen weiterhin darüber, in der ehemaligen Rommel-Kaserne in Osterode eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge zu errichten.

Projekt der „Initiative für zurückgekehrte Flüchtlinge“

Während die Problematik der Menschen im afrikanischen Raum im Fokus steht, wird oftmals vergessen, dass es auch mitten in Europa viele Menschen auf der Suche nach einem menschenwürdigen Leben sind. In Bad Sachsa engagiert sich beispielsweise die „Initiative für zurückgekehrte Flüchtlinge“ vor allem für Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien, aus dem nach dem Bürgerkrieg sechs autonome Staaten entstanden sind. Der Krieg liegt dort zwar bereits 20 Jahre zurück, die Situation der Menschen habe sich aber kaum verbessert, wie Dr. Sabine Radtke von der Initiative mitteilt. „Die Arbeitslosigkeit liegt bei 40%, bei Jugendlichen sogar bei 60%.“ Der durchschnittliche Monatslohn betrage zudem laut Auswärtigem Amt 423 Euro. „Auch die immer noch vorhandenen Probleme zwischen den verschiedenen Volksgruppen, den verschiedenen Religionen sowie die organisierte Kriminalität sorgen dafür, dass die Menschen sich nicht sicher fühlen.“

Medizinische Versorgung stärken

Um direkt Hilfe vor Ort zu leisten, versucht die „Initiative für zurückgekehrte Flüchtlinge“ unter anderem die medizinische Versorgung der Menschen zu verbessern. Aktuell sammelt man Spenden für eine psychiatrische Klinik in Modrica. Die Stadt liegt im Norden von Bosnien und Herzegowina, ist auch Hauptort der gleichnamigen Gemeinde und mit knapp 28.000 Einwohnern mit Osterode vergleichbar. Die Klinik hat 300 Betten und ist mit sechs weiteren zuständig für die Versorgung von Psychischkranken in Bosnien. „Die Mehrzahl der Patienten vor Ort ist zwischen 35 und 40 Jahre alt - also genau die Generation, die in der Kindheit vom Krieg zwischen 1992 und 1995 betroffen war“, so Sabine Radtke.

Spenden erbeten

Um die Versorgung dieser Patienten, aber auch die Lage der Ärzte vor Ort zu verbessern, möchte man dringend ein Sonographie-Gerät anschaffen. Dies kann auch von Ärzten am Ort und Hilfsorganisationen genutzt werden. „Bei einem Budget von 24 Euro pro Tag und Patient ist dies aber nicht zu schaffen“, wie Milenko Dukic, Geschäftsführer der Klinik, betont. Aus diesem Grund bitten Dukic wie auch die Verantwortlichen der „Initiative für zurückgekehrte Flüchtlinge“ speziell um finanzielle Unterstützung durch Spenden.

Informationen

Weitere Informationen zur Klinik wie auch der Initiative erteilt Dr. Karin Hesse-Lehmann, Tel. 05523/2836. Spenden können auf das Konto der Initiative für zurückgekehrte Flüchtlinge bei der Stadtsparkasse Bad Sachsa, Kontonummer DE84263514450000013037, BIC NOLADE21SAC, erfolgen. Auf Wunsch werden auch Spendenquittungen ausgestellt.
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