Zorge steht nicht zur Dikussion

Zorge (dx). „Nein, wir planen nicht die Unterbringungen von Asylbewerbern und deren Familien in größerem Maße in Zorge. Dies wäre allein aus logistischer Sicht unmöglich“, erklärte Matthias Eichler, Pressesprecher des Niedersächsischen Innenministeriums. Im Zuge der Diskussion um die Einrichtung einer Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in der ehemaligen Bundeswehrkaserne in Osterode waren in der Samtgemeinde Walkenried Gerüchte aufgekommen, dass Asylbewerber in größerem Stil in leerstehenden Wohnungen untergebracht werden sollten. „Wenn bekannt ist, dass wir als Land Kapazitäten suchen, können wir uns vor Angeboten kaum retten“, so der Sprecher. Der Grund liege dabei für ihn auf der Hand: "Die Besitzer von Häusern und Wohnungen können so Leerstand beseitigen und natürlich vermeintlich einfach Geld verdienen."
Die Gerüchte in Zorge sind dabei nicht neu: Bereits vor einem Jahr gingen ähnliche Aussagen durch den Ort bestätigte Ortsbürgermeister Harald Bernhardt.
"Ein Ort wie Zorge ist sicher in der Lage noch 2 oder 3 Familien aufzunehmen, aber 25-30 Familien wären wohl doch zu viel", so sein Fazit. Man würde somit seiner Ansicht nach ein Ghetto schaffen - und das könne nicht im Sinne des Landes - und auch der Menschen sein. Gleiches sagte auch Matthias Eichler: "Die Voraussetzungen in Zorge bieten nicht dass, was wir uns als Land Niedersachsen in Sachen Flüchtlingspolitik auf die Fahnen geschrieben haben."
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