Baubeginn für Lückenschluss noch 2015?

Bad Sachsa (dx). Die Aussage macht Hoffnung: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat verkündet, dass mit den Arbeiten am Lückenschluss der B 243 zwischen Bad Sachsa und Mackenrode noch in diesem Jahr begonnen werden könne. Bei einem Wahlkampfbesuch in Nordhausen sagte der CSU-Politiker, dass er noch im Juli eine Liste mit Straßenverkehrsprojekten vorlegen werde, die sofort umgesetzt werden sollen. Auf eben dieser, so Dobrindt, werde auch die Ortsumgehung Mackenrode und der damit verbundene Lückenschluss der Bundesstraße zwischen Niedersachsen und Thüringen stehen. „Wir brauchen die Anbindung der B 243“, betonte der Bundesverkehrsminister gegenüber der Tageszeitung „Thüringer Allgemeine“

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Bürgermeister und stellv. Landrat unterstreichen Aussage

Bad Sachsas Bürgermeister Dr. Axel Hartmann unterstrich die Aussagen von Alexander Dobrindt. Aufgrund seiner Kontakte ins Bundesverkehrsministerium habe er erfahren, dass der Ausbau der B 243 mit Lückenschluss zur A 38 tatsächlich auf der Liste der Projekte stehe – und auch der Baubeginn in diesem Jahr anstehe.
Auch der stellvertretende Landrat Klaus Liebing betonte, dass der Verkehrsminister im persönlich besstätigt habe, dass die Finanzierung des Projektes gesichert sei.

Landesbehörde hält Baubeginn 2015 für unrealistisch

Den Optimismus der Politik teilt Günter Hartkens, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Goslar allerdings nicht. Wie er auf Nachfrage mitteilte, habe seine Behörde, die für die Arbeiten am Lückenschluss im niedersächsischen Teil verantwortlich wäre, noch keinerlei Informationen über die Finanzierung oder gar einen Baubeginn erhalten. Wenn auf der Liste, die im Juli veröffentlich werden soll, wirklich die B 243 stehe, hält er einen Baubeginn im Jahr 2015 aufgrund des bereits fortgeschrittenen Jahres für unrealistisch.

Im November 2014 noch kein Geld vorhanden

Die Aussage Dobrindts allerdings ist auch eine klare Kehrtwende. Bisher hatte man vonseiten des Bundes zwar immer betont, dass der Lückenschluss wichtig sei, die erforderlichen Mittel aber nicht zur Verfügung stünden.
Noch im November 2014 hatte das Bundesverkehrsministerium dem Kreis Nordhausen mitgeteilt, dass die Ortsumgehung Mackenrode in den kommenden Jahren nicht zu finanzieren sei.

Der Artikel ist auch im Echo zum Sonntag vom 17. Mai nachzulesen.
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