"Wir können stolz sein"

Eine gelungene Premiere feierte der Weihnachtsmarkt unter der Regie des vtm. Foto: Thorsten Berthold
Osterode. Der erste Osteroder Weihnachtsmarkt unter der Leitung des Vereins für Tourismus und Marketing (vtm) ist Geschichte. Gemeinsam mit Elke Roch von der Firma Zapalott, die das Konzept des Marktes erarbeitet hatte, zogen der Vorsitzende Rolf Grönig und Schatzmeister - Marco Gömann ein erstes Fazit.

Dieses fiel eindeutig positiv aus: "Der Betreiber des Standes mit den Honigartikeln erzählte mir gestern, dass er bei diesem Weihnachtsmarkt erstmalig eine Umsatzsteigerung verbuchen konnte. Das zeigt denke ich, dass der Markt gut gewesen sein muss", betonte Elke Roch. Dem pflichtete auch Marco Gömann bei. "Alle Standbetreiber haben jetzt schon signalisiert, dass sie gerne wiederkommen möchten." Besonders beeindruckt habe ihn auch die Aussage über positive Geschäfte der Betreiber des Süßigkeitenstandes beim Winterwald. "Seit 51 Jahren und bereits in dritter Generation kommt die Familie mit ihrem Geschäft zu uns."

Rolf Grönig konnte ebenfalls von positiver Stimmung bei den Standbetreibern und Besuchern gleichermaßen berichten. "Bei einem Weihnachtsmarkt möchten die Menschen einen Glühwein trinken und etwas essen, vielleicht einen kleinen Dekoartikel kaufen und vor allem Freunde und Bekannte treffen. Wir in Osterode haben all dies geboten und können auch stolz darauf sein", betont der vtm-Vorsitzende. Schließlich dürfe man nicht vergessen, dass es im restlichen Kreis überwiegend keinen bzw. keinen so langen Weihnachtsmarkt gegeben habe. Vor allem für Kinder bzw. Familien habe es dank des Winterdorfs und der Aktionen mit Tieren reichlich Programm gegeben.

All dies sei aber auch nur dank des Engagements von vielen Ehrenamtlichen, von Sponsoren und auch der Standbetreiber selbst möglich gewesen. In diesem Zusammenhang betonte Grönig auch, dass der Verein keinen Gewinn durch den Weihnachtsmarkt erziele. "Allein unsere Standgebühren sind eine Einnahmequelle - und die müssen wir weit unten halten, damit momentan überhaupt Standbetreiber zu uns kommen." Aus wirtschaftlicher Sicht, so Marco Gömann, könne der vtm nur hoffen, mit einer schwarzen Null aus der Veranstaltung zu gehen. "Eigentlich ist das Risiko eine solche Veranstaltung heute noch zu tragen fast zu groß."

Dies verdeutlicht auch das Thema Musik. "Viele Menschen - wir auch - wünschen sich mehr moderne Weihnachtsmusik auf dem Markt", so Elke Roch. Diese sei allerdings kaum zu bezahlen. "3.000 Euro kostete uns allein die GEMA für die Wochenenden. Hätten wir auch unter der Woche Musik spielen wollen, hätten wir insgesamt 10.000 Euro bezahlen müssen."

Natürlich sind sich die Verantwortlichen auch einig, dass nicht alles optimal gelaufen ist. Für Marco Gömann ist einer der wichtigsten Punkte, der im kommenden Jahr geändert werden muss, die Beleuchtung. "Wir brauchen noch mehr normale Tannen über den Markt verteilt, die mit Lichterketten bestückt sind." Zudem, darin waren sich Gömann, Roch und Grönig einig, müsse man die aufgestellten mobilen Toiletten "weihnachtlicher verpacken". Man dürfe aber auch nie vergessen, dass der Markt in der jetzigen Form eine Premiere war und man natürlich auch Erfahrungen sammeln musste, sagte Grönig.

Auch die Wechselhütten sollen für die Tage unter der Woche, wenn sie meist geschlossen waren, besser gestaltet werden. "Es wäre denkbar die Klappen wie ein Fenster zu gestalten und zudem mit Informationen über den nächsten Budenbetreiber zu versehen", so Elke Roch.

Auch beim Veranstaltungsprogramm gibt es erste Ideen für den Markt 2015. Unter anderem wäre eine stündliche Stadtführung an den Wochenenden eine Idee. Vor allem für Busgruppen könnte man so ein zusätzliches Erlebnis anbieten, so Gömann. "Schön wäre es auch, wenn die Hotels vor Ort Angebote für ein Wochenende in Osterode mit Besuch des Weihnachtsmarktes, Aloha, usw. zusammenstellen können", skizzierte Elke Roch einen weiteren Wunsch. Auch insgesamt wünschen sich die Organisatoren noch mehr Engagement der Menschen vor Ort - egal ob als Budenbetreiber in einer Wechselhütte, als Helfer oder einfach nur als Besucher des Marktes.

"All das, was wir organisieren, soll zur Steigerung der Attraktivität Osterodes beitragen. Nur gemeinsam können wir es schließlich schaffen, unsere Stadt auch in Zukunft lebenswert zu halten", betont Rolf Grönig.
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