Niedersachsen ist beliebt

Osterode (dx). Die magische Grenze wurde geknackt: Mehr als 40 Millionen Übernachtungen wurden in Niedersachsen im Jahr 2014 gezählt (+1,3 % im Vergleich zum Jahr 2013). Aber auch bei den Gästezahlen konnte das Landesamt für Statistik jetzt einen neuen Rekord vermelden. Mit knapp 13,1 Millionen Gästen kamen 2,2 % mehr als im Vorjahr nach Niedersachsen, was den bisherigen Höchstwert seit Beginn der Statistik darstellt. Auch der Harz kann ein Plus von 1,1 % insgesamt vorweisen.
Damit die Entwicklung positiv bleibt, hat die Landesregierung ein neues Strategiepapier vorgestellt. Auf 50 Seiten wurden mehr als 300 Beiträge von Akteuren aus der Branche gesammelt, um Handlungsstrategien aufzuzeigen. Es gehe vor allem darum, so Wirtschafts-Staatssekretärin Daniela Behrend (SPD) bei der Vorstellung, dass die Branche durch gezielte Investitionen und Fördermittel die Qualität weiter verbessere. Außerdem will sich das Land künftig komplett vermarkten und nicht mehr aufgeteilt nach Regionen wie Harz oder Küste.
Für Carola Schmidt, Geschäftsführerin des Harzer Tourismusverbandes (HTV), stellt die einheitliche Vermarktung durch das Land kein Problem. Bereits seit dem Jahr 2001 übernimmt dies die TourismusMarketing Niedersachsen GmbH. Für die Region bzw. für den HTV selbst sei es aber wichtig, ein starkes, marktorientiertes und länderübergreifendes Marketing für den Harz zu erarbeiten. Als Beispiel nennt sie die Einführung des im Ostharz bereits gängigen HATIX – Urlauberticket für freie Nutzung des ÖPNV – in interessierten Westharzer Kommunen. „Zuvor müsste das Kommunale Abgabengesetz in Niedersachsen neu geregelt werden.“ Würde dies erfolgen, könnte beispielsweise die Fremdenverkehrsabgabe in nichtzertifizierten Tourismusorten eingeführt werden.
Für die zukünftige Entwicklung des Tourismus im Harz wünscht sich Schmidt eine Förderung für den Ausbau des Beherbergungsangebotes sowie Investitionen in die Freizeitinfrastruktur. „Wir brauchen aber zunächst Investoren, die das wirtschaftliche Risiko tragen und derartige Projekte vorantreiben. Eine Förderung von 100 % – egal ob durch das Land, den Bund, usw. wird es auch in Zukunft nicht geben.“ Und dies sei auch so im neuen Strategiepapier für den Tourismus nicht vorgesehen, so die HTV-Geschäftsführerin.

Das komplette Papier kann hier heruntergeladen werden: http://bit.ly/1vSr2wc.

Der Artikel stammt aus dem Harzer WochenSpiegel vom 4. März.
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