Die Betten werden knapp

Harz (dx). Es wird wieder voll über die Feiertage im Harz: Zwischen Weihnachten und Silvester werden dabei aber nicht nur Weggezogene ihre Familien und Freunde in der alten Heimat besuchen. Hotels, Pensionen sowie Ferienwohnungen seien allesamt gleichermaßen gut gebucht, bestätigte Eva-Christin Ronkainen, Pressesprecherin des Harzer Tourismusverbandes (HTV) auf Nachfrage der WochenSpiegel-Redaktion. So gut sogar, dass Touristen, die den Jahreswechsel in der Region verbringen möchten, schon sehr genau suchen müssen nach freien Betten. „Wer für Silvester ein Zimmer buchen möchte, muss schon Glück haben.“ An Weihnachten sei das Angebot noch größer, aber „wir haben berechtigte Hoffnungen, dass es Schnee zum Fest gibt“, so Ronkainen. Sollte es so kommen wie erwartet, würden vor allem Spontanurlauber die freien Betten füllen. „Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich also mit seiner Buchung beeilen.“
Wintersportfans können dank Kunstschnees voraussichtlich schon vor den Feiertagen Ski, Snowboard oder Schlitten fahren. Auf dem Wurmberg bei Braunlage zum Beispiel laufen die Vorbereitungen, um die Skisaison am kommenden Samstag, 20. Dezember, mit einer großen Party eröffnen zu können.
Damit setzt sich der positive Trend bei den Übernachtungszahlen im gesamten Harz auch zum Ende des Jahres 2014 fort. „Bislang konnten wir einen Zuwachs von 2,3 Prozent bei den Übernachtungen sowie 1,0 Prozent bei den Ankünften verzeichnen“, betont Eva-Christin Ronkainen. Dies belegen auch die Zahlen vor Ort: In Osterode wurden beispielsweise von Januar bis Oktober 54.358 Übernachtungen statistisch erfasst. Das sind 2,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Kneippstadt Bad Lauterberg kann mit 472.837 Übernachtungen sogar einen Zuwachs von 3,39 Prozent im Vergleich zu 2013 vorweisen.
Umso irritierter zeigte sich die Pressesprecherin Aussagen im am Montag beschlossenen Südniedersachsenprogramm. In dem Papier zum 100 Millionen Euro schweren Förderprogramm der Landesregierung heißt es, dass der Tourismus in den Kreisen Osterode und Goslar in den vergangenen Jahren eingebrochen sei. In ganz Niedersachsen hätte Osterode sogar den den stärksten Rückgang zu verzeichnen. „Wir können uns nicht erklären, wo Zahlen, die dies belegen sollen, herstammen könnten“. Ronkainen betonte auch, dass im Rahmen der Erstellung des Südniedersachsenprogramms niemand mit dem HTV gesprochen habe.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.