Schwarzarbeit auf der Spur

Osterode (dx). Für einen Schaden von ca. 339 Milliarden Euro wird Schwarzarbeit im Jahr 2015 nach einer aktuellen Prognose sorgen. Damit die Steuerausfälle nicht noch größer werden, nahmen Ermittler der Landkreise und kreisfreien Städte gemeinsam mit Mitarbeitern der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls erneut eine Großkontrolle vor. An der Aktion waren auch Beschäftigte der Ausländerbehörden und Jobcenter beteiligt. Vom 20. bis 23. April wurden vor allem Baustellen und Handwerksbetriebe von den Fahndern durchsucht.

50 Beamte im Einsatz

Im Bereich Braunschweig waren insgesamt 50 Beamte unter anderem in den Kreisen Osterode, Goslar, Göttingen und Northeim im Einsatz. Vor Ort wurden insgesamt 211 Betrieben und 345 Personen kontrolliert und dabei 73 mutmaßliche Verstöße festgestellt.

Baustellen kontrolliert

Im Kreis Osterode konzentrierten sich die Beamten bei der Überprüfung auf 15 Baustellen in Herzberg und der Kreisstadt selbst. Insgesamt wurden 18 Firmen von den Fahndern unter die Lupe genommen. Bei 55 kontrollierten Arbeitnehmern stellten die Beamten dabei 19 sogenannte Anfangsverdachte fest. Im Schnitt wurde also bei jedem Dritten eine Auffälligkeit registriert.

Mindestlohn im Fokus

Der Großteil betraf dabei mögliche Verstöße gegen das Mindestlohngebot (7). In fünf Fällen wird weiterhin vermutet, dass der Kontrollierte Leistungen von der Arbeitsagentur erhält und nebenbei arbeiten ging. Ansonsten wurden noch Verstöße gegen die Handwerks- (4) und Gewerbeordnung (1) sowie das Ausländerrecht festgestellt (2).

Keine Probleme bei Kontrollen

Wie Kreisrat Gero Geißlreiter betonte, verlief die Kontrolle ohne nennenswerte Probleme sowie die Zusammenarbeit der Behörden untereinander reibungslos. Eine Person wollte sich nicht ausweisen, im Allgemeinen wurden die Kontrollen aber gut angenommen“, so Geißlreiter.

Die Zahlen für Niedersachsen

Insgesamt wurden im Rahmen der Kontrolle in ganz Niedersachsen 2.328 Personen und 1.046 Betriebe überprüft und dabei 336 mutmaßliche Rechtsverstöße festgestellt. Alle Verdachtsfälle werden jetzt näher überprüft – und bei Bestätigung ein Straf- oder Bußgeldverfahren nach sich ziehen.

Informationen vom Zoll

Weitere Informationen zu dem Thema können Interessierte hier nachlesen: www.zoll-stoppt-schwarzarbeit.de.
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