Mehr als 180 Raser pro Tag erwischt

Osterode (dx). 66.863 Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden im Gebiet des Landkreises Osterode im vergangenen Jahr festgestellt - 4.836 weniger als noch im Vorjahr. Das zeigt die Bilanz der Bußgeldstelle für das Jahr 2015. „Die Fallzahlen unterliegen zwar Schwankungen, verharren aber seit Jahren auf hohem Niveau“, betonte Osterodes Erster Kreisrat Gero Geißlreiter am Mittwoch bei der Vorstellung der Zahlen.

Blitzlichtgewitter am Auekrug

Besonders häufig gingen demnach Raser in die Falle, die am Auekrug in Richtung Gieboldehausen unterwegs waren. Hier blitzte es 9556-mal an der fest installierten Anlage. Dies zeigt Auswertung von Daten aus fest installierten und mobilen Verkehrsüberwachungsanlagen. Allerdings ist dies kein Vergleich zu Fallzahlen der Leivtec XV 3. Ganze 22.371 Geschwindigkeitssünder wurden durch die zwei mobilen Messgeräte überführt.

Insgesamt 75.144 Verstöße

Komplettiert wird die Statistik durch die erfassten Rotlichtverstöße und anderen Anzeigen durch Polizei oder das Bundesamt für Güterverkehr zur Gesamtsumme von 75.144 Verstößen (2014: 80.024).
Der Landkreis Osterode hat durch die Verkehrsordnungswidrigkeiten im Jahr 2015 rund 1,9 Millionen Euro eingenommen. Allein 1.550.043,10 Euro davon entfallen dabei auf die kommunalen Geschwindigkeitsmessungen mit fest installierten und mobilen Überwachungsanlagen. Den Einnahmen stehen Personal- und Sachkosten in Höhe von 1.216.457 Euro gegenüber.

Im Kreishaushalt eingeplan

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Die Einnahmen und Ausgaben der Verkehrsüberwachung seien im Kreishaushalt eingeplant, erklärt Kreisrat Gero Geißlreiter. Ein Überschuss diene nach den Haushaltsgrundsätzen der Deckung des allgemeinen Finanzbedarfs. Er betont aber auch: „Überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor eine der Hauptunfallursachen. Vor dem Hintergrund der in den vergangenen beiden Jahren gestiegenen Unfallzahlen in Niedersachsen ist es landesweites Ziel, die Zahl der auf Niedersachsens Straßen getöteten und schwerletzten Personen bis zum Jahr 2020 um ein Drittel zu reduzieren.“

Überwachung weiterhin notwendig

Die kommunale Überwachung des fließenden Verkehrs sei demnach ein Baustein der Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, die vor Ort mit der Polizei und den Gemeinden geplant und umgesetzt würden. „Eine konsequente Verkehrsüberwachung ist zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zum Schutz der Wohnbevölkerung also auch weiterhin erforderlich.“
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.02.2016 | 15:09  
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