HR4-Tour 2011 - Tag 2: Nichts für Weicheier

Bei der HR4-Tour mussten große Berge überwunden werden.
  Wetzlar: Wetzlar | Die HR4-Radtour 2011 führte am zweiten Tag von Dillenburg durch das Dilltal, den Westerwald und das Lahntal nach Wetzlar. Dabei wurden hohe Anforderungen an die Teilnehmer gestellt.

Mit einer einfachen Wegstrecke ohne üble Steigungen begann der zweite Tag der Radtour. Das änderte sich in Langenaubach: Ab dort ging es kräftig bergauf. Die Steigung war so kräftig, dass auch Radfahrer, die eine entsprechend großzüge Gangschaltung hatten, lieber ihr Rad schoben und selbst das als sehr anstrengend empfanden. Etwa vierhundert Höhenmeter mussten so überwunden werden.
Im dem Dorf ging es zunächst eine schmale und steile Gasse hoch. An deren Ende ging es auf eine Straße, die zunächst nicht ganz so steil war. Das änderte sich jedoch schnell. Wie weit sich noch der Anstieg ziehen würde, konnte man erst ein Stück weiter hinter einer Kurve sehen. Wer sich auf der Steilstrecke umdrehte, wurde für die Anstregungen mit einer tollen Aussicht belohnt. Am Ende des steilsten Stücks, wo ein Teilnehmer von den Sanitätern bbehandelt werden musste, ging es noch weiter aufwärts, allerdings mit nur mäßiger Steigung. Dabei wurde auch eine nicht mehr benutzte Eisenbahnstrecke überquert. Diese konnte aber auch der aufmerksamste Eisenbahnfreund nicht bemerken, da sie unter der Erde in einem Tunnel verlief. Die Bahnstrecke verlief nach Breitscheid, die Radtour hingegen umfuhr diesen Ort, wobei vorher eine kleine Pause zum Sammeln eingelegt wurde.

Bis zum ersten Pausenort an der Krombachtalsperre mussten die Radfahrer noch den einen oder anderen Berg herab- oder hinauffahren, wobei aber keine so enormen Höhenunterschiede mehr auftraten. Bei einem Campingplatz wurde gerastet. Hier gab es Essen und Blasmusik - und in dem Stausee konnte man auch baden. Bei dem eher trüben Wetter fand das Wasser jedoch nur wenig Beachtung, zumal es anfangs sogar etwas regnete. Als Moderator Carsten Gohlke wieder einmal das Mikrofon in der Hand hatte, versprach er demjenigen, der als erster zur blauen Insel schwimmen würde, einen HR4-Rucksack. Bei der blauen Insel handelte es sich um ein Kunststoffgebilde, was etwa 20 Meter vom Ufer entfernt im Wasser festgemacht war und an einer Seite über eine Leiter bestiegen werden konnte. Der Moderator meinte, dass man ja fast zur Insel laufen könnte, und bemerkte, dass da ja schon jemand im Wasser sei. Es war aber nur eine Frau, die nahe des Ufers durchs flache Wasser watete. Wahrscheinlich wollte Gohlke noch mit einigen Sprüchen die Leute auf dem Gelände anstacheln, baden zu gehen. Das hatte sich jedoch schnell erledigt. Es war noch ein Mitfahrer am Strand, der geschwind eine Badehose auspackte und sich sogleich ins Wasser begab. Das war übrigens wirklich recht flach und hatte vor der Insel nur eine Tiefe von etwa 1,5m. Schnell war der Schwimmer bei der Insel und hatte sich den Rucksack verdient, den er am Strand überreicht bekam. Das Wasser war aber offensichtlich nicht zu kalt, da er anschließend noch einmal etwas umherschwamm und mehrfach die Insel bestieg und heruntersprang.

Bei der anschließend Fahrt nach Löhnberg ging es vorwiegend bergab, wobei ein Zwischenstopp zur Getränkeversorgung eingelegt wurde. In dem Ort gab es eine Burg und daneben eine alte evangelische Kirche. Während die meisten Radfahrer hinter dem Rathaus bei etwas Musik pausierten, fand hier eine Hochzeit statt.
Leider fielen während des Aufenthalts in Löhnberg die ersten Tropfen, und Donnergrollen kündigte ein Gewitter an. Zum etwas vorverlegten Start um 16:30 Uhr regnete es dann schon richtig, und kurz nach der Abfahrt goss es wie aus Eimern, wobei zusätzliche Windböen manchen Regenschutz anhoben.
Der Regen ließ zum Glück dann etwas nach, hörte aber erst dann auf, als die Radfahrer schon nahe Wetzlar waren.

Wetzlar warb übrigens schon für den Hessentag 2012, und so war auch das Hessentagspaar zum Empfang der Radler erschienen. Vor Beginn des Abendprogramms interessierten sich jedoch nur wenige Radfahrer dafür - die meisten wollten wohl erst einmal die nassen Sachen loswerden.

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