Weinkath will AfD in den Kreistag führen

Ohne Schwierigkeiten konnte die AfD bei der Nominierung der Kandidaten in Wesel 28 der 33 Kreiswahlbezirke mit Direktkandidaten besetzen, sowie die entscheidende Reserveliste bis Platz 24 füllen. V.l. Ulrich van Royen (Schatzmeister), Uwe Krins (Moers), Ralf Landers (Xanten), Wahlleiterin Kerstin Garbracht, Thomas Wojciechowski (Kamp-Lintfort), Spitzenkandidat Wolfgang Weinkath (Dinslaken) und Lutz Bachmann (Moers)
 
Wahlleiterin Kerstin Garbracht und Sprecher Lutz Bachmann (Mitte) des AfD-Kreisverbandes Wesel gratulieren Wolfgang Weinkath zur Spitzenkandidatur
Wesel: Leo's |

Kreis Wesel. Mit gestärkter Brust und Rückenwind durch das Bundestagswahlergebnis wählte am letzten Sonntag der Kreisverband Wesel der „Alternative für Deutschland“ (AfD) ihre Kandidaten für die Kreistagswahl. Der 64-jährige Wolfgang Weinkath aus Dinslaken will als Spitzenkandidat für den Einzug ins Kreisparlament sorgen.

Rückenwind durch Bundestrend

Bei der letzten Bundestagswahl steckte die AfD Ausrufezeichen in der politischen Landschaft, man blieb knapp vor der 5-Prozenthürde stecken. Bei der NRW-Kommunalwahl am 25. Mai setzt, die als Euroskeptiker bezeichnete junge Partei, auf das Synergiepotenzial der zeitgleich stattfindenden Europawahl. „Da unser Kreisverband erst Ende Juni 2013 gegründet wurde und wir zwar schon 77 Mitglieder zählen, konzentrieren wir uns auf die Kreistagswahl“, erläutert Parteisprecher Lutz Bachmann (43) aus Moers, wie so die AfD nicht auch für die Stadträte kandidiert. Nach dem Partei-Motto „Mut zur Wahrheit“ will man „die Zukunft auf demokratischem Wege aktiv mitgestalten. Dieses geht nur über Mandate“, gibt sich Bachmann zuversichtlich. Da es keine Sperrklauseln bei der Kommunalwahl gibt, rechnet der Kreisverband Wesel der AfD nach derzeitigem Bundestrend mindestens mit dem Einzug in den Kreistag in Fraktionsstärke. Unverständnis zeigt der Moerser bei der Reduzierung der AfD in der Öffentlichkeit auf ihre kritische Haltung zur Europapolitik und der politischen Anordnung rechts der Unionsparteien: „Meine Ehefrau ist Brasilianerin, die Frau eines Mitgliedes ist Polin und im Vorstand sitzt ein Brite. Wir sind Bürger aus der gesellschaftlichen Mitte.“

Keine Fremdbestimmung der Kommunen durch Brüssel

Ohne Schwierigkeiten konnte die AfD bei der Nominierung der Kandidaten in Wesel 28 der 33 Kreiswahlbezirke mit Direktkandidaten besetzen, sowie die entscheidende Reserveliste bis Platz 24 füllen. Chancen für den Einzug ins Weseler Kreishaus haben neben Spitzenkandidat Wolfgang Weinkath, auch Uwe Krins (44 J., Moers, Arbeitspädagoge), Ralf Landers (51 J., IT-Fachmann, Xanten), Lutz Bachmann (Kaufmann) und Thomas Wojciechowski (48 J., Kamp-Lintfort, Jurist) auf den Plätzen 2 bis 5. Neben Weinkath, der in der letzten Periode für die CDU im Kreistag saß, besitzt aus dem Quintett nur Wojciechowski (Junge Liberale und Bund freier Bürger) politische Vorerfahrungen. Die Beweggründe für sein Engagement benannte Uwe Krins mit „die Einheitsparteien kochen alle die gleiche Suppe“ und sprach den anwesenden 25 Parteimitgliedern aus der Seele. Für den Spitzenkandidaten Weinkath ist es eine Herausforderung, „einerseits Grundlagenarbeit zu leisten, gleichzeitig aber auch die Kolleginnen und Kollegen an die Alltagsarbeit im Kreistag heranzuführen.“ Seine Aufgabe sieht der Dinslakener darin, „politische Positionen der Partei mit Entscheidungen für den Kreis Wesel in Einklang zu bringen. Der große Vorteil unserer Position ist es, dass wir den Bürgerinnen und Bürgern einfach mal die Wahrheit sagen können.“ Der 64-jährige Unternehmensberater möchte aufzeigen, wie der Kreis und seine Kommunen durch die EU fremdbestimmt werden: „Aus meiner Sicht müssen Entscheidungen für lokale und regionale Aufgaben eigenständig, ohne Einmischung oder Vorgaben aus Brüssel, vor Ort getroffen werden können.“ Welche Wahrheiten und Aufgaben die AfD für den Kreis Wesel sieht, werden am 30. März mit dem Kommunalwahlprogramm beschlossen.
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