Windpark Hirschbach-Wortelstetten: Fluch oder Segen? Eine Analyse der BIW

Aufgrund der Drohung im Bereich von Wortelstetten-Hirschbach einen Windpark mit bis zu 30 Windrädern entstehen zu lassen, hat der Vorstand der BIW das Problem der Windkraft näher untersucht.
Sichtwort Gesundheitsrisiken:
2007 warnte das Robert-Koch-Institut vor den Gefahren des Infraschalls, der durch Windkraftanlagen entsteht. Gesundheitliche Probleme für Schwangere und Kinder können nicht ausgeschlossen werden. Vor allem Schlafstörungen, Anspannung und negative Emotionen zählen darunter, wie auch Kopfschmerzen, Tinnitus, Schwindelgefühl, Übelkeit, unscharfes Sehen, schneller Herzschlag, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Angstzustände, innere Unruhe sowie Aggressivität. (Zitat eines Anwohners: „Man kann dem Lärm nicht entkommen – es ist wie eine defekte Waschmaschine, ein konstantes Rauschen, Trommeln, Lärm – du kannst nachts nicht schlafen und dich tagsüber nicht konzentrieren – es ist Folter.“) Der Abstand zum Wohnraum muss laut einer Studie mindestens 2.000 Meter betragen. In NRW liegt er bei 1.500 Meter (Gesetzliche Vorgabe), in Brandenburg bei 1.000 Meter. Dem Bundestag liegt eine Petition vor, in der mindestens 1.500 Meter bzw. das 10-fache der Gesamtanlagenhöhe zur Wohnbebauung gefordert werden. In Wertingen sollen es nur 500 - 800 Meter sein. Ein Antrag von BIW-Stadtrat Peter Seefried, der als Mindestabstand das
Zehnfache der Windradhöhe zum Inhalt hatte, wurde von allen Parteien abgelehnt!
Sichtwort sinnvolle Wirtschaftlichkeit:
Für die Nutzung der Windenergie für die Stromerzeugung kommen nur Gebiete mit ausreichender Windgeschwindigkeit in Betracht. Ab einer mittleren Windgeschwindigkeit (Jahresdurchschnitt der Windgeschwindigkeit, gemessen in 10 m Höhe) von 4-5 m/s kann eine gute Leistung erzielt werden und die Windkraft ist geeignet wirtschaftlich Elektrizität bereitzustellen. Bei niedrigeren Windgeschwindigkeiten ist das Energieangebot zu gering, als dass sich eine Nutzung lohnen würde. Im Bereich der Stadt Wertingen beträgt diese durchschnittliche Windgeschwindigkeit laut Windatlas 2-3 m/s, woraus sich keine Wirtschaftlichkeit der Nutzung einer Windkraftanlage feststellen lässt.
Sichtwort Windkraft = Umweltschutz:
Die Generatoren von Windkraftanlagen enthalten das seltene Metall Neodym. Neodym wird hauptsächlich in China gewonnen. Bei der Aufarbeitung in riesigen Mienen entstehen hochgiftige Abfälle (toxischer Schlamm), die einfach in die Natur gepumpt werden und somit ganze Landstriche verseuchen und unbewohnbar machen. Bewohner dieser Landstriche erkranken häufiger an Krebs und anderen Vergiftungserscheinungen. Beim Abbau von Neodym muss Torium, welches hochradioaktiv ist, mit abgebaut werden und gelangt somit in den Kreislauf der Nahrungskette dieser Gegenden.
Stichwort Fledermaus- und Vogeltod:
Durch Unterdruck in der Nähe der Rotorenblätter platzen Fledermäusen die Lungen. Vögel und Fledermäuse werden durch die Rotorblätter einfach erschlagen. Untersuchungen haben ergeben, dass von nur einer Anlage bis zu 52 Fledermäuse und Vögel innerhalb eines Jahres getötet werden. Wenn man bedenkt, dass die örtliche „Kommunale Umweltliste“ mit dem Schutz von Fledermäusen sich vor Jahren positioniert hat, sieht man erst, wie lächerlich diese Personen sind. In Buttenwiesen musste die Firma Fech wegen einer Eidechse die geplante Unternehmenserweiterung nach Nordendorf verlegen. Bei 30 Windrädern interessiert es den Bürgermeister von Buttenwiesen nicht, dass jetzt jährlich 1.500 Fledermäuse und Vögel sterben müssen.
Vorbildfunktion der Grünen?
Schon heute wäre es möglich, bei den Stromversorgern 100 % Sonnen- oder Windenergiestrom zu ordern. Doch seltsamerweise können sich auch die Wähler der Grünen in nur ganz geringer Zahl dazu entscheiden, für einen Sonnenenergie-Jahresverbrauch von 4000 kWh etwa 2400 Euro zu zahlen. Sie greifen lieber auf den von Energiefachleuten aufgebauten deutschen Kraftwerksmix zum Preis von etwa 650 Euro zurück. Irgendwie scheint man von der Notwendigkeit des guten Vorbilds nicht überzeugt zu sein.
Dies alles ist kein grundsätzliches Plädoyer gegen die Windkraft, aber man sollte nicht zu schnell alte Stromquellen abschalten, bevor neue Techniken ausreichend erforscht und technisch sowie ökologisch machbar und zudem noch wirtschaftlich rentabel sind.

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1 Kommentar
54.329
Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.03.2014 | 01:51  
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