Krankenhaus Wertingen - Abschluss BA II
Wo? Krankenhaus, Wertingen
Der Neubau wurde innerhalb des vorgegebenen Zeitplanes im Rahmen des 2. Bauabschnitts der Gesamtsanierung des Krankenhauses Wertingen für rund 10,8 Mio. Euro errichtet. Der Spatenstich erfolgte im Oktober 2008. Noch im Dezember 2010 konnte die Maßnahme abgeschlossen und der neue Gebäudetrakt an die Kreiskliniken Dillingen-Wertingen GmbH als Bauträger übergeben werden. Dank der staatlichen Förderung von rund 7 Mio. Euro konnte die Maßnahme nicht nur zügig umgesetzt, sondern bei einem Eigenteil von je 1,9 Mio. Euro durch den Landkreis Dillingen und die Stadt Wertingen zudem solide finanziert werden.
In diesem Zusammenhang dankte der Landrat insbesondere dem Vorsitzenden des Ausschusses für Staatshaushalt und Finanz-fragen, Stimmkreisabgeordnetem Georg Winter, für seinen nachhaltigen und erfolgreichen Einsatz für die Aufnahme in das Krankenhausbauprogramm und die Förderung. Ebenso dankte er Bürgermeister Willy Lehmeier für das klare Bekenntnis der Stadt Wertingen zum Krankenhaus. „Ohne das finanzielle Engagement der Stadt wäre das Projekt in der Kürze der Zeit nicht realisierbar gewesen“, betonte der Landrat.
Der neue Funktionstrakt enthält eine zentrale interdiszipli-näre Notaufnahme mit direktem Anschluss an die Intensivstation und die Intermediate Care Unit. Dort steht dem Ärzte- und Pflegeteam mit neuen hochmodernen Gerätschaften eine erstklassige Ausstattung für die medizinische Versorgung der Patienten zur Verfügung. Der ärztliche Direktor der Kreiskli-nik, Dr. Wolfgang Streifinger, freute sich, dass Bestandteil der neuen, hochmodernen Geräteausstattung ein neuer Computertomograph (CT) sei, der eine wesentlich kürzere Durchleuchtungszeit ermögliche und damit weniger Strahlungsbelastung bei einer gleichzeitig verbesserten und aussagekräftigeren Bildqualität bedeute. Die neue Röntgenanlage beinhaltet eine digitale Technologie und ist damit ebenfalls auf dem neuesten technischen Stand. Bilder werden dadurch innerhalb kürzester Zeit geliefert, sodass sich die Wartezeiten für die Patienten verkürzen. Außerdem vereinfacht die neue Technologie die Handhabung für die Mitarbeiter.
Die hochwertige Geräteausstattung sowie die modern und zeitgemäß ausgestatteten Patientenzimmer tragen in Verbindung mit einem kompetenten Ärzteteam und einem qualifizierten Pflegepersonal maßgeblich zu einer weiteren Optimierung der hervorragenden medizinischen und pflegerischen Versorgung der Patientinnen und Patienten bei, betonte der Landrat. Zudem ermögliche die neu geschaffene, funktionale Infrastruktur effizientere Betriebsabläufe, die sich nicht nur positiv auf die Wirtschaftlichkeit auswirken, sondern gleichzeitig die Mitarbeiterzufriedenheit heben. „Alles in allem“, so Schrell, „sind damit beste Voraussetzungen für ein leistungsfähiges und patientenfreundliches Haus geschaffen. Merkmale, durch die sich das Wertinger Haus bereits in der Vergangenheit ausgezeichnet hat.“
Der nun fertiggestellte Neubau symbolisiert für den Landrat die positive Entwicklung, die die Kreiskliniken auch in wirtschaftlicher Hinsicht in den letzten beiden Jahren genommen haben. Diesen Weg wolle man gemeinsam weiter beschreiten. „Deshalb freuen wir uns“, so Schrell, „dass der abschließende 3. Bauabschnitt der Gesamtsanierung der Kreisklinik Wertingen mit Kosten von rund 8 Mio. Euro bereits in das Krankenhausbauprogramm dieses Jahres aufgenommen wird.“ Nachdem der Kreistag und der Stadtrat der Stadt Wertingen bereits im November des letzten Jahren durch die erforderlichen Finanzierungszusagen den Weg für die Planung frei gemacht haben, ist von einer Realsierung in den Jahren 2012 und 2013 auszugehen, sodass Wertingen spätestens Anfang 2014 über ein komplett neues und modernes Krankenhaus verfügen wird.
Für den Landrat sind die anhaltend gute wirtschaftliche Ent-wicklung sowie die positive Tendenz für die nächsten Jahre, aber auch der nun fertiggestellte Krankenhausneubau und die zeitnahe Realisierung des 3. Bauabschnitts eine Bestätigung der in der Vergangenheit getroffenen Entscheidungen des Aufsichtsrates. Vor allem, so betonte der Landrat, sei es richtig gewesen, sich nicht beirren zu lassen und am Erhalt der Kreiskliniken in kommunaler Trägerschaft sowie am konsequenten Ausbau der Kliniken zu zukunftsfähigen Krankenhäusern der Grundversorgung festzuhalten. Dadurch könne man auf Dauer eine wohnortnahe medizinische Versorgung gewährleisten.
Dazu bedurfte es jedoch zum Teil einschneidender Maßnahmen, wie die Entscheidung, neben der Grundversorgung künftig an beiden Häusern Schwerpunkte beim medizinischen Leistungsspektrum zu bilden. So genieße beispielsweise das Wertinger Haus heute weit über die Grenzen der Stadt und des Landkreises hinaus einen exzellenten Ruf bei der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und den damit verbundenen invasiven Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten, so Schrell. Ebenso auf dem Gebiet der Allgemein-, Bauch-, Unfall-, der Hand- und Mikrochirurgie und seit dem letzten Jahr auch speziell der Wirbelsäulenchirurgie.
Der Landrat dankte in diesem Zusammenhang allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten und motivierten Einsatz. Vor allem aber dankte er dafür, dass die notwendigen strukturellen Veränderungen und die damit verbundenen personellen Veränderungen in den letzten Jahren als Chance einer zukunftsfähigen Entwicklung der Kreisklinken erkannt, angenommen und im Einvernehmen mit der Geschäftsführung umgesetzt wurden. Sein Dank galt zudem allen am Neubau beteiligten Handwerksunternehmen für ihre zuverlässige Arbeit.
Bürgermeister Willy Lehmeier betonte, dass sich die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes durch eine qualifizierte und vor allem wohnortnahe Versorgung der Patientinnen und Patienten in der Region auszeichne. Mit dem Neubau und der in wenigen Jahren endgültig abgeschlossenen Generalsanierung des Krankenhauses habe man dazu einen wichtigen Schritt vollzogen, zu dem die Stadt Wertingen gerne ihren Beitrag geleistet habe und auch künftig leisten werde, zumal die Kreisklinik auch als Arbeitgeber zu den bedeutendsten Einrichtungen der Stadt zähle. Er dankte dem Landrat und dem gesamten Kreistag für die nachhaltige Unterstützung, das Haus in kommunaler Trägerschaft zu halten und zielstrebig als Krankenhaus der Grundversorgung auszubauen. Ebenso dankte er den beiden Abgeordneten Georg Winter und Prof. Dr. Georg Barfuß für ihren erfolgreichen Einsatz für eine bestmögliche staatliche Förderung.
Wortweiser:
Intermediate Care Unit
Die Intermediate Care Unit, kurz auch IMC genannt, ist ein zehn Betten umfassender Überwachungsbereich zur Versorgung von Patienten nach größeren Eingriffen. Oftmals ist es vor einer Operation nicht vorhersehbar, dass ein Patient länger überwacht werden muss. In der IMC halten sich Patienten meist nur kurz auf und zwar bis eine Stabilisierung erreicht ist und die Patienten auf die Normalstation verlegt werden können. Selbstverständlich dürfen Angehörige die Patienten auch auf der Überwachungsstation besuchen.
Zahlen, Daten, Fakten:
Gesamtnutzfläche
Der neue Funktionstrakt und der neue Bettentrakt haben eine Gesamtnutzfläche von 1.755 qm.
Bettenzahl:
a) Kreisklinik insgesamt: 117 Betten
b) Neubau
• Intermediate Care Unit: 10 Betten
• Intensivstation: 6 Betten
• Kurzliegereinheit: 4 Betten
• Pflegestation 3: 16 internistische Betten
(vier 3-Bettzimmer, ein 2-Bettzimmer, zwei 1-Bettzimmer)
• Pflegestation 5: 16 chirurgische Betten
(vier 3-Bettzimmer, ein 2-Bettzimmer, zwei 1-Bettzimmer)
Patientenzimmer
Die hellen und modernen Patientenzimmer im Hotelstil bestechen durch ihren zeitgemäßen Komfort und ihr attraktives Ambiente. In jedem Zimmer ist eine barrierefreie großräumige Nasszelle mit Dusche, WC und Waschbecken integriert.
Heizungstechnik
Im Zuge der Neubaumaßnahme wurde aus ökologischen und ökonomischen Gründen eine regenerative Energieerzeugung durch Investition in eine Hackschnitzelheizanlage realisiert:
• Hackschnitzelheizung 550 kW
• Blockheizkraftwerk 200 kW thermisch; 110 kW elektrisch
• Spitzenlastkessel Gas 900 kW, Dampfkessel 285 kW
Tag der offenen Tür
• Am Sonntag, 16. Januar 2011, kann der neue Funktions- und Bettentrakt in der Zeit von 12:30 Uhr bis 18:00 Uhr besichtigt werden mit Demonstrationen an den Geräten Röntgen und Computertomograph (CT).
• Hausführungen finden zwischen 13:00 Uhr und 17:00 Uhr zu jeder vollen Stunde statt (Treffpunkt Eingangsbereich Klinik –Pforte/Information)
• Führungen zur Krankenhaustechnik / Blockheizkraftwerk finden jeweils um 14:30 Uhr und 16:30 Uhr statt (Treffpunkt Eingangsbereich Klinik –Pforte/Information)
• Ab 13:00 Uhr finden im Erdgeschoss Fachvorträge statt.
Themen:
• Degenerative Wirbelsäulenerkrankungen und operative Therapiemöglichkeiten (13:00 Uhr)
• Die häufigsten Endoprothesen (13:45 Uhr)
• Gibt es auch noch Prothesen außer für Knie und Hüfte? Ja! (14:30 Uhr)
• Möglichkeiten der Schultertherapie (15:15 Uhr)
• Moderne Diagnoseverfahren in der Kardiologie (16:00 Uhr)
• Akuter Herzinfarkt – Jede Minute zählt (16:45 Uhr)
• Stress gefährdet IHR Herz (17:30 Uhr)
• Weitere Attraktionen sind eine Große Fotoaktion von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr sowie Kinderschminken von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr





