Bitte mehr einmischen!
Leo Schrell ist wieder zu unserem Landrat gewählt worden. Doch die Wahlbeteiligung lag nur bei 42,52 Prozent. Nicht einmal die Hälfte der Wahlberechtigten nutzte also die Möglichkeit, eine der wesentlichen Errungenschaften von Demokratie aus zu leben. Nun viele mögen gedacht haben, ich brauche nicht zur Wahl zu gehen, er wird es ja sowieso, ob ich will oder nicht. Oder sahen in der Herausforderin Bettina Merkl-Zierer keine echte Gegenkandidatin. Von einer Ad-hoc-Entscheidung der Grünen ist da nämlich die Rede, nachdem feststand, dass ansonsten niemand gegen den Amtsinhaber antreten würde. CSU, SPD und FDP hatten selbst keinen Herausforderer ins Rennen geschickt. Nun, vielleicht sind sie alle mit Schrell zufrieden gewesen. Schade bleibt dennoch die geringe Wahlbeteiligung, denn an anderen Orten dieser Erde kämpfen und sterben Menschen noch heute für das Recht, wählen zu dürfen. Nun, eine Landratswahl mag ja wohl einigen als nicht ganz so wichtig erscheinen, doch es geht ums Prinzip. Einmischen, Meinung bekennen ist angesagt. Das typische "Stammtisch-Geschimpfe" hat ausgedient. Wer Veränderung will oder das Bestehende erhalten möchte kann, ja muss dies bei Wahlen mit seiner Entscheidung, wo er das Kreuz macht, deutlich bekunden. Natürlich kann manchmal die Enttäuschung groß sein , wenn der/die Gewählte sich im Laufe der Zeit als schlechte Wahl erweist. Aber das wäre dann der richtige Moment, bei der nächsten Wahl eben dieser Person keine Stimme mehr zu geben und nicht einfach nur zu Hause zu bleiben. Einige Wertinger jedenfalls haben das Privileg der Wahl genutzt und ihre anscheinende Unzufriedenheit deutlich gemacht. Denn im Gesamtergebnis betrachtet und im Vergleich zu anderen Orten, erhielt der alte und neue Landrat Leo Schrell hier "relativ" wenig Stimmen. "Nur" 71,26 Prozent der tatsächlich zur Wahl erschienenen 42,52 Prozent stimmten für ihn. Zum Vergleich: in Lutzingen gab es mit 91,39 Prozent der abgegebenen Stimmen am meisten Punkte für Schrell.
Weiterveröffentlichungen:
Tja wenn nur mehr Wertinger so denken würden! Mitreden, Mitgestalten und ein Wir-Gefühl schaffen, dann ginge vieles leichter und die Demokratie würde Ihrem Namen gerecht. Aber leider gibt es noch zu viele, die nur für sich denken, die sich mit allem zufrieden geben, Ihrem Egoismus fröhnen und schimpfen ohne mitgestalten zu wollen.





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