Stadtkapelle Wertingen: Wertingens Musikjugend hat Grund zum Jubeln

Mit 18 Instrumentalensembles aus ganz Schwaben stellt der Allgäu-Schwäbische Musikbund nach seinem erfolgreichen Verbandsentscheid in Wertingen auch heuer wieder die meisten Teilnehmer zum Landeswettbewerb des Bayerischen Blasmusikverbandes am 5. März in Marktoberdorf. Unser Bild zeigt die qualifizierten Gruppen bei der Siegerehrung.
 
Schon das jüngste der insgesamt neun Ensembles aus Wertingen, die zum ASM-Verbandsentscheid angetreten waren, erreichte hervorragende Ergebnisse: Mit 97 von 100 Punkten qualifizierte sich in der Altersgruppe I (Jahrgang 2005 und jünger) das Klarinettentrio mit (von links) Klara Amann, Hannah Bunk und Nina Hillenbrand für den bayerischen Landeswettbewerb.

Beim Kammermusikwettbewerb „concertino“ hatten die Zusamtaler ein Heimspiel. Von keiner anderen Musikschule hatten sich so viele junge Musiker qualifiziert. Von den neun Ensembles gehen acht in den Landesentscheid.

Von Wilhelm Schmid

Zu einem herausragenden Erfolg wurde am Sonntag der Verbandsentscheid im Kammermusikwettbewerb „concertino“. Das gilt nicht nur für den gesamten Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM) in dessen Jubiläumsjahr zum 90-jährigen Bestehen, sondern vor allem auch für die ausrichtende Stadtkapelle und Musikschule Wertingen.

Optimale Bedingungen in Wertingen

137 Jugendliche in 38 Ensembles hatten sich vorab in einem der 17 Bezirke des ASM mit jeweils mindestens 91 von 100 Punkten qualifiziert. Nun galt es, in der zweiten Runde auf Verbandsebene die magische Zahl von 93 Punkten zu erreichen, um damit die Eintrittskarte für den bayerischen Landesentscheid zu gewinnen. Die äußeren Bedingungen in den drei Vortragssälen Stadthalle, Musikschule und Schloss waren geradezu ideal, und so reihte sich ein Spitzenvortrag an den anderen – erstmals unter der Leitung von ASM-Bundesjugendleiter Markus Schubert und ASM-Wettbewerbsreferent Markus Thaler.

Große Spannung vor der Abschlussveranstaltung

Routiniert vorbereitet von der ASM-Geschäftsstelle und hervorragend unterstützt von Musikdirektor Manfred-Andreas Lipp und Karolina Wörle mit ihrer fleißigen Helferschar stellten sich die Nachwuchsmusikerinnen und -musiker den Wertungsrichtern. So wurde nach den 38 Prüfungsvorträgen die Abschlussveranstaltung am Nachmittag mit großer Spannung erwartet. Unter großem Jubel und musikalisch umrahmt von mehreren Siegergruppen gab es dort die Urkunden und Anstecknadeln. Aufgeteilt waren sie jeweils nach Altersgruppen und den Instrumentenkategorien von Holz- und Blechbläser sowie Schlagzeug.

18 Ensembles haben sich für den Landesentscheid qualifiziert

Der Jubel war mehr als berechtigt. Wieder einmal wird der ASM, obwohl er nur einen der sieben bayerischen Regierungsbezirke vertritt, die meisten Teilnehmer aller bayerischen Musikverbände zum Landeswettbewerb am Samstag, 5. März. nach Marktoberdorf entsenden. 18 der 38 Ensembles, die aus ganz Schwaben zwischen Oberallgäu und Ries gekommen waren, hatten 93 Punkte und mehr geschafft – das Saxofonquartett der Musikschule Senden (Landkreis Neu-Ulm) als einzige Gruppe sogar mit der Spitzenwertung von 100 Punkten.

Wertinger Musiker konnten Jubeln

Neben diesem Erfolg für den gesamten Allgäu-Schwäbischen Musikbund gab es besonders für die Jugendlichen aus Wertingen Grund zum Jubel: Während aus dem gesamten Musikbund jeweils ein oder allenfalls zwei Ensembles pro Verein oder Musikschule angetreten waren, hatten aus Wertingen neun Musiziergemeinschaften die Teilnahmeberechtigung zum Verbandsentscheid erhalten. Und acht davon qualifizierten sich für den Landesentscheid. So hatten sowohl der stellvertretende ASM-Präsident Dieter Böck als auch Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier Grund genug, die erfolgreiche Ausbildungsarbeit der Musikschulen und Vereine sowie den Übungsfleiß der Jugendlichen und die Unterstützung durch deren Eltern in ihren Grußworten mit hoher Anerkennung zu würdigen.
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