Stadtkapelle Wertingen: Vor- und Jugendorchester glänzten beim Frühlingskonzert

Das Vororchester unter der Leitung von Karolina Wörle bestritt engagiert und bestens vorbereitet den ersten Konzertteil.
 
Das Jugendorchester unter der Leitung von Heike Mayr-Hof beeindruckte das Publikum mit anspruchsvoller Literatur.

Nach intensiver, regelmäßiger Probenarbeit, Arbeitsphasen und Wertungsspielen hatten Karolina Wörle (Vororchester) und Heike Mayr-Hof (Jungendorchester) ihre jugendlichen Klangkörper für das Frühlingskonzert in Topform präsentiert.


Eine weitere Säule des Erfolges sind die Familien der Musiker, die in der musikalischen Großfamilie der Stadtkapelle Wertingen das wichtigste „Kapital“ darstellen und immer präsent sind, wenn Teamgeist und gute Zusammenarbeit gefragt sind. Der Präsident Christian Hof schloss in seine Grußworte auch zahlreiche Ehrengäste und den Dank an alle, an der Gesamtfitness in der Stadtkapelle Wertingen beteiligten Funktionsträger ein.

Vororchester in Spiellaune

Die Huntington Overture (Eric Osterling) erklang zum Konzertauftakt und brachte das Vororchester in Spiellaune, die bei Siyahamba (Luigi di Ghisallo) so richtig spürbar wurde und die afrikanischen Rhythmen der Schlagzeuger in den Focus rückte. In „A Prehistoric Suite“ (Paul Jennings) wurden programmatische Klänge von Stegosaurus, Brontosaurus, Pterodactylus in „Sauriermanier“ und Kampfszenen zu Bildern, die das junge Orchester unter engagierter Stabführung durch Dirigentin Karolina Wörle eindrucksvoll intonierte. Programmatisch wurde in „Firefighters“ (Otto M. Schwarz) auch der Kampf der Feuerwehren beim Einsatz im Notfall akustisch dargestellt und optisch durch originale Utensilien unterstützt. Ein Medley aus „Pirates of the Caribbean“ führte in die Welt der Filmmusik mit ihren zahlreichen, spannenden Höhepunkten. Es folgten mit „Let it go/Eiskönigin“ „Skyfall/James Bond“ und „Happy/Ich – Einfach unverbesserlich 2“ weitere Filmmusiken, die dem Vororchester wieder trefflich gelangen. Die Zugaben „We Will Rock You“ und „Smoke On The Water” sind obligatorisch und bereits Kult, so dass die Rhythmen im Publikum schon vorweg genommen wurden.


Muttertagswünsche kamen von Herzen

Muttertagsglückwünsche in Form von Blumen waren eine gerne aufgenommene, liebevolle Geste, die von Herzen kam und von Vizepräsidentin Edeltraud Sailer gestaltet wurden.
Die besondere Note bekam das Konzert durch die Präsenz eines Teams aus dem Gymnasium unter OStDir. Bernhard Hof. Die Bildungspartnerschaft mit der Musikschule Wertingen, zum Zwecke von Musikunterricht für Gymnasiasten, wurde vorgestellt und durch die Verantwortlichen unter der Schirmherrschaft Wertingens durch stellvertretenden Bürgermeister Johann Bröll per Urkunde besiegelt. Der Schulleiter des Gymnasiums betonte die Bedeutung und Vorteile musischer Bildung und hob hervor, dass bisher kein Schüler bekannt wurde, der durch Musikunterricht Nachteile hatte, sondern bei musizierenden Abiturienten oft die Note 1 im Zeugnis stehe.

Anspruchsvolle Literatur

Das Jugendorchester setzte nach der Pause unter seiner Dirigentin Heike Mayr Hof auf sehr anspruchsvolle, originale Konzertliteratur und beeindruckte im Detail durch Beachtung, Darstellung und Transparenz aller musikalischen Parameter, welche die sorgfältige, gestaltende Interpretation auf hohem Niveau aufzeigte. Der „Fields Overture“ (Hiroki Takahashi) folgte mit „First Suite in Eb“ eine der klassischen und zeitlosen Blasorchesterkompositionen von Gustav Holst, die in ihrem Duktus an die britische Brassband-Tradition erinnerte. Mit Miriam Wessely stellte das Jugendorchester eine Solistin auf der Oboe vor. Ihr gelang der Solopart in dem wunderschönen Werk „Blossom in a Japanese Garden“ von Jef Penders und erhielt anerkennenden Beifall.

Souveräne Solisten

Dass Musik immer ein Abenteuer und mit viel Risiko und Lampenfieber für die Solisten verbunden ist, wurde bei „Adventure“ von Markus Götz hörbar und hatte ein echtes „Happy End“. Julian Hillenmeyer setzte den fulminanten Solopart in „Music for drums“ (Luc Gistel) auf emotionale, „schlagfertige“ Weise mit dem richtigen Stilgefühl für Rockmusik und „Latingrooves“ um, so dass Heike Mayr-Hof nach stürmischem Beifall noch zu einer Zugabe bereit war. „I´m so excited“ war dann der eindrucksvolle Schlusspunkt beim Frühlingskonzert, das dem Nachwuchs in der Stadtkapelle Wertingen eine wichtige Plattform bot, die gelungenen Ergebnisse der qualifizierten Ausbildung und Probenarbeit einem großen Publikum darzubieten.
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