Stadtkapelle Wertingen: Die Jüngsten der Stadtkapelle auf großer Fahrt

Die Schlossruine von Fére en Tardenoise stand auf dem Besichtigungsprogramm am Sonntag vor dem Konzert.
 
Magdalena und Sandra Kraus, Michelle Wimmer und Kathrin Gromer (v. l.) stellten sich zum Erinnerungsfoto auf der Schlossruine dem Fotografen.

Das Vororchester besucht im Rahmen seiner Konzertreise die Wertinger Partnerstadt Fére en Tardenoise in Frankreich und erhält Standing Ovations für das dargebotene Konzert.

Seit einigen Wochen genauer einigen Monaten liefen die Vorbereitungen für die große Konzertreise des Vororchesters der Stadtkapelle Wertingen auf Hochtouren. Die Dirigentin Karolina Wörle hatte alles bis ins kleinste Detail organisiert und vorbereitet und mit Beginn der Osterferien war es dann endlich so weit.
Am Samstagmorgen wurden Getränke, Äpfel, Leberkäse, Kuchen und noch einiges mehr an Proviant in den Reisebus und das Begleitfahrzeug verladen. Außerdem kamen noch die ganzen Instrumente und Reisekoffer dazu. Zuletzt bestiegen 50 junge Musikerinnen und Musiker sowie 11 Betreuer und die Dirigentin Karolina Wörle den Bus und das Begleitfahrzeug. Pünktlich um 7.00 Uhr ging es dann los. Über Kaiserslautern, Saarbrücken und Metz ging es in die Stadt Reims, wo die Jugendherberge auf die Reisegruppe wartete. Nach dem Einchecken und Abendessen spazierten wir dann noch zu der Kathedrale und der Anblick des hell erleuchteten Bauwerks entlockte so manchem einem ein fasziniertes „Wow“. Zufrieden und glücklich fielen die jungen Weltenbummler nach der Rückkehr in die Herberge in ihre Betten.

Die Freunde in Fére warteten auf uns

Am Sonntag warteten dann die Freunde aus Fére en Tardenois auf uns. Nach der Ankunft besuchten wir kurz die Schlossruine von Fére und fuhren dann zum Kriegerdenkmal „Les Fantômes de P. Landowski“ aber leider viel diese Besichtigungen wegen des Regens buchstäblich „ins Wasser“. Als wir von unserer Sightseeing Tour wieder zurück waren, durften wir in einem Saal nahe der Kirche unser Mittagspicknick machen. Vorher wurde die Kirche noch in einen Konzertsaal umgewandelt, Instrumente aufgebaut und Stühle platziert. Nach einem ausgiebigen Soundcheck begann um 15.00 Uhr unser Konzert.

Standing Ovations für die jungen Musiker

Die jungen Wertinger Musiker wurden mit viel Beifall und Standing Ovations bedacht und durften erst nach 3 Zugaben die Bühne verlassen. Viele der Konzertbesucher sind schon treue Fans des Vororchesters, das bereits zum 4. Mal in Fére en Tardenois konzertierte. Zum Schluss gab es Blumen für die Dirigentin und Geschenke für die Helfer vor Ort. Anschließend waren wir dann noch vom Partnerschaftskomitee zu einem Empfang im Rathaus mit Getränken und Süßigkeiten eingeladen. Bei dieser Gelegenheit erzählte uns Francoise LeGoc interessantes über die Städtepartnerschaft und sie erinnerte auch an den kürzlich verstorbenen Lehrer Richard Forster. Wieder in Reims zurück begann der gemütliche Teil des Tages mit Abendessen und Kickerspielen oder einfach nur entspannen. Einige junge Damen begannen auch schon mit den Vorbereitungen für unseren großen Ausflug nach Paris am Montag.

Paris - wir kommen!

Dieser begann planmäßig um 08.15 Uhr mit der Abfahrt in Reims. Am Platz „Opera de Bastille“ stieg unsere Reiseführerin Rene ein und zeigte uns nun die wichtigsten Gebäude und Plätze der Weltstadt. Nach unserem Picknick am „Jardin de Luxembourg“ begann dann unser Bummel von Notre Dame bis zum Eiffelturm. Wichtig war jetzt zunächst noch einige Souvenirs, Taschen oder T-Shirts etc. einzukaufen. Wir kamen an der gläsernen Pyramide des Louvre vorbei, schlenderten durch den „Jardin des Tuileries“ der zum berühmten Obelisken am Place de la Concorde führt und gingen über die „Pont Alexandre III“ Richtung Avenue de Gustav Eiffel wo wir uns unter dem Eiffelturm alle verabredet hatten. Für einen Aufstieg reichte leider die Zeit nicht mehr, aber wir waren auch so schon ziemlich müde und dann doch froh als wir wieder im Bus saßen.

Champagnerkellerei war das Ziel

Am Dienstag ging es dann nach Epernay zur Champagnerkellerei Mercier. Im Foyer der Kellerei steht das berühmte Weinfass, dass der Firmengründer zur Weltausstellung 1889 mit 12 Ochsengespannen und 18 Pferden nach Paris ziehen ließ. In einem Einführungsfilm konnten wir einiges über die Entstehungsgeschichte des Hauses Mercier erfahren, welches im Jahre 1858 von Eugene Mercier gegründet wurde und bis heute in Privatbesitz ist. Außerdem erfuhren wir, dass Eugene Mercier viele tolle Ideen hatte um seinen Champagner zu vermarkten, so ließ er 1900 von den Brüdern Lumière den ersten Werbefilm drehen oder er lud Gäste zu einer Fahrt im Ballon ein, bei der er dann sein Getränk servierte. Mit Spannung erwarteten die Besucher aus Wertingen die Zugfahrt durch das Kellergewölbe mit 47 Gängen und einer Gesamtlänge von 18 Kilometern in 30 Meter Tiefe. Die obligatorische Champagnerprobe für die Betreuer fand dann gleich anschließend statt. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und wir konnten nach dem gemeinsamen Besuch in der Kathedrale von Reims noch ausgiebig shoppen gehen. Am Abend wurden dann bereits die Koffer gepackt und die Kinder durften noch ihre private Champagner-Probe erleben.

Diseny-Park war für viele der Höhepunkt

Den letzten Tag unserer Reise verbrachten wir im Disneyland Paris. Als sich die Reisegruppe am Abend wieder traf wussten wir gar nicht mehr welche Attraktion die Beste war, denn es gab die Achterbahn „Indiana Jones“, „Big Thunder Mountain“, “Peter Pan’s Flight“ oder einen Flug durchs Weltall mit „Star Tours“ und vieles mehr. Die Eindrücke waren so vielfältig, dass auch beim Abendpicknick und im Bus noch lange darüber diskutiert wurde, bevor dann so allmählich Ruhe einkehrte und die meisten eingeschlafen waren. Um 6.00 Uhr am Donnerstag landeten wir wieder gesund und munter in Wertingen und freuten uns auf unsere Lieben die uns abholten. Es war eine tolle Fahrt mit super disziplinierten Kindern und einem harmonischen Betreuerteam und es werden sicherlich noch viele Geschichten über unseren Ausflug erzählt werden, denn es heißt ja: „Wenn einer eine Reise tut, dann hat er was zu berichten“.
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