So wird's gemacht: Nano-Projekt als "Best Practice" gewürdigt

Mosche Talesnik, Elisabeth Fehrenbach, Bernhard Hof und Paul Hix mit einem Modell aus der Nanoforschung
Mit der Welt der winzig kleinen Bausteine in der modernen Physik und Technik, den sog. Nanoteilchen, beschäftigen sich die Schüler des Gymnasiums Wertingen schon seit vielen Jahren. Die Technologie begegnet jedem von uns in der Textilindustrie ebenso wie in der Medizin. Mehrfach haben Wertinger Gymnasiasten erfolgreich an Wettbewerben zu diesem Thema teilgenommen. Besonders enger Kontakt besteht zwischen der Schule und dem Zentrum für Neue Technologien (ZNT) am Deutschen Museum.

Nun besuchten auf Einladung von Physikfachbetreuerin Elisabeth Fehrenbach zwei Nanowissenschaftler das Gymnasium, um sich vom Unterricht und den durchgeführten Projekten im Bereich der Nanotechnologie ein Bild zu machen.

Paul Hix ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Museum und ist verantwortlich für Europäische Projekte. Als Nanowissenschaftler ist er seit neun Jahren in der Nanowissenschaft tätig. Er beschäftigt sich vor allem damit, die Ergebnisse der Forschung einem breiten, vor allem jungen Publikum verständlich zu machen. Seine erste Aufgabe im Deutschen Museum war der Aufbau des Gläsernen Forscherlabors, in dem Nanowissenschaftler in einem Labor im Ausstellungsbereich des Museums arbeiten. In den letzten Jahren hat er in verschiedenen EU-Projekten zur Öffentlichkeitsarbeit für die Nanotechnologie mitgearbeitet. Er ist daneben zuständig für Lehrerfortbildungen zu seinem Fachbereich im Deutschen Museum, u.a. in Kooperation mit der Initiative Junger Forscher, die den Kontakt zum Gymnasium Wertingen hergestellt hat.

Moshe Talesnik ist Programmentwickler am ORT in Israel, und untersuchte im Rahmen des EU-Projekts NanoEIS verschiedene „Best Practices“ (Vorzeigebeispiele) im Bereich der Nanotechnologie-Vermittlung in ganz Europa. Diese Beispiele können aus beliebigen Bereichen stammen, z. B aus der Industrie, der Museumspädagogik oder auch der Schule.

ORT ist das größte Bildungsnetzwerk in Israel. Es betreibt etwa 10% aller Schulen in Israel. Seine Programme werden an über 300 israelischen Schulen durchgeführt. ORT war u.a. Koordinator des EU-Projekts NanoYou und ist zur Zeit Partner in den EU-Projekten NanoEIS.

NanoEIS seinerseits sucht auf dem Europäischen Arbeitsmarkt nach Arbeitskräften, die im Bereich Nano ausgebildet sind. Die Bedeutung bestehender Ausbildungs- und Trainingsprogramme (an Universitäten, Berufsschulen und Sekundärschulen) in diesem Bereich für die Bedürfnisse der Industrie ist ein Schwerpunkt der Arbeit des Projekts.

Beide Wissenschaftler zeigten sich sehr angetan davon, wie Nanotechnologie im Unterricht des Gymnasiums Wertingen vermittelt wird und boten an, die Zusammenarbeit weiter auszubauen.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.