Musikschule Wertingen: Piano-Fisch und Trompeten-Matrose

94 kleine Blockflötenspielerinnen und -spieler hatten beim Faschingskonzert der Musikschule Wertingen ihren großen Auftritt.
von Hertha Stauch:
Faschingskonzert der Musikschule: Kuchen, Musik und jede Menge Mäschkerle!

Verflixt noch mal – da hat sich ein exotisch schwarz-orange gestreifter Fisch aber gewaltig im Netz verfangen! Und trotzdem spielt er muntere Akkorde auf seinem E-Piano. Auch Matrosen, die eine stürmische Schifffahrt hinter sich haben, schaffen es noch, der Trompete die tollsten Töne zu entlocken! Und das alles vor großem Publikum – geschätzte 700 Menschen, von ganz alt bis ganz jung – wuseln beim Faschingskonzert der Musikschule Wertingen durch die Stadthalle.

Es geht ab an diesem Sonntagnachmittag. Dutzende kleiner Mäschkerle tummeln sich vor der Bühne, schauen den Großen zu, was die schon für Musik machen können. In Dirndln und Lederhosen stimmt das Jugendorchester der Stadtkapelle bayerische Töne an: „Mia samma mia“ macht es a la Haindling Stimmung, angefeuert von Dirigent und Musikschulleiter Manfred-Andreas Lipp, der seine Lederhose schon seit 35 Jahren trägt – Erinnerung an sein Debüt bei der Stadtkapelle, die ihm das bayerische Kleidungsstück zur Einstellung geschenkt hat.

In rasantem Tempo wechseln sich die Orchester und Musikgruppen von Musikschule und Stadtkapelle ab. Karolina Wörle, Leiterin des Vororchesters, stürmt in karierter Faschingsrobe und mit Blumen hochgestecktem Haar von Dirigentenpult zu Dirigentenpult. Erst versetzt sie ihr Vororchester mit dem Taktstock in Faschingslaune, um gleich darauf hinüberzueilen zu ihren „Alten Hasen“, der fortgeschrittenen Flötenspielgruppe. Auch die jüngsten Flötenkinder warten schon aufgeregt auf ihren großen Auftritt mit Heike Mayr-Hof und Cileea Maxim. Ein Blitzlichtgewitter donnert auf die kleinen musizierenden Mäschkerle herab – ganze Scharen von Eltern stehen bereit, um den großen Augenblick mit der Kamera festzuhalten.
Jetzt wird´s gruselig! Zähnefletschende Vampire stürmen das Podium: „Wer hat Angst vor Dracula?“ Krystyna Hütter jedenfalls nicht, denn die Geigenlehrerin managt auch den Kinderchor in Kooperation mit der Grundschule Wertingen.
Etwas später tauchen drei hübsche Klarinettendamen mit schwarzer Federboa im Charleston-Stil hinter der Bühne auf - begleitet von Lehrerin Petra Schüßler.
Den ganzen Nachmittag über zeigt sich die große Vielfalt der Ensembles, die die Musikschule hervorbringt – inklusive der Junior ReGy-Band mit ihren tollen Pianisten und Trompetern, dem Bläsernachwuchs mit „Burning Brass“, den „Posaunenengeln“ und dem „Tuba-Euphonium-Quartett“.
Die Eltern, Großeltern, Tanten und Onkels im Publikum freuen sich nicht nur über die Musik, sondern auch über das lange Kuchen und Tortenbüfett, Kaffee und Getränke.
„Habe ich schon erwähnt, dass die Musikschule jetzt auch einen Gastronomiebetrieb eröffnet?“, meint Manfred-Andreas Lipp lachend.
Nur ein Scherz, dennoch machen die Tortenbäckerinnen aus den Reihen der Eltern jeder Konditorei alle Ehre. Und bis zum Ende gegen 17 Uhr ist noch lange nicht alles aufgegessen.
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