Gospelchor Kronach begeistert in Gottmannshofen

Mit einem beeindruckenden Konzert gastierte der Gospelchor Kronach in der Wallfahrtskirche Gottmannshofen
 
Matthias Simon, Organisationsleiter des Chores, moderierte das Programm. Verwandtschaftlich ist er mit Wertingen verbunden.
Wertingen: Wallfahrtkirche Gottmannshofen | In Teilen ihrer Vereinsziele liegen sie im „Gleichklang“, im Konzert erlebten sie gemeinsame Freude! Die Rede ist vom Benefizkonzert des Rotary-Clubs Dillingen mit dem Gospelchor Kronach. Sowohl den Rotaryern als auch dem Chor ist es ein Anliegen, soziale Projekte zu unterstützen und ob das Konzert im Altarraum der Wallfahrtkirche in Gottmannshofe Wallfahrtkirche den Sängerinnen und Sängern oder den zahlreichen Zuhörern mehr Freude bereitet hat, war schwer auszumachen. Jedenfalls bereiteten Gospels, Spirituals und Popmusik dem harmonisch und stimmlich ausgewogenen Chor sichtlich Freude, riss aber auch die Besucher zu begeisterndem Mitklatschen, Schnipsen und fulminantem Applaus hin.
Seit beinahe 2 Jahrzehnten macht sich der Gospelchor immer wieder auf die Reise, um außerhalb Frankens Konzertbesuchern ihren Musikstil zu vermitteln, „andere Lande“ kennenzulernen und die Gemeinschaft zu pflegen. Diesmal war neben Augsburg erstmals Wertingen das Ziel und das nicht von ungefähr. Organisationsleiter Matthias Simon, der zwischen den Konzertbeiträgen verbindente Texte sprach, konnte so seine verwandtschaftlichen Beziehungen pflegen und gleichzeitig ergab sich die Möglichkeit, die Solistin Janina Ivanic während ihrer Babypause in das Konzert einzubinden.
Bunte Bänder am Aufgang zur Kirche liesen schon eine bunte Vielfalt chorischer Musik erahnen und bunt präsentierten sich auch die 23 Sängerinnen und Sänger beim Einzug durch das Kirchenschiff um fröhlich zu verkünden „He is a living God“. Selbst dem um 15 Aktive dezimierten Gospelchor gelang es, den Ansprüchen der modernen Sakralmusik gerecht zu werden, was sicherlich ein Verdienst von Christiane Stömer-Rauh war. In einem ruhigen, gut aufeinander abgestimmten Dirigat begleitete sie selbst am E-Piano und verstand es mit netten Gesten und Blickkontakten, ihren Chor zu führen.
Zum Mitmachen forderte der Chor die Besucher gesanglich auf. „Lift your hands“ ermutigte, „was zu tun sei“, verblüffte dann aber gegensätzlich mit dem einfühlsamen „Amazing Graze“. Stimmliche Instrumentenbegleitung fügten die Sänger poppig in den Welterfolg „Only you“ ein und versprühten mit „I’v got peace like a river“ spirituelle Gospelmusik, deren Rhythmus und Vortrag die Zuhörer regelrecht animierte. Nahtlos in die Begeisterung fügte sich „Shine your light“ ein, bei dem Janina Ivanic für ihren Solopart gefeiert wurde. Mühelos gelang es, Bibelstellen gesanglich zu interpretieren (Here I am, Lord), ehe in der Eigenkomposition des Chormitglieds Tobias Resch in „unserem Spiritual“ (Father above), wie Matthias Simon ankündigte, Katharina Lutz mit klarer Stimme solistisch überzeugen konnte.
Mit solistischer Überzeugung konnten die Männerstimmen im Evergreen „Turn your radio an“ brillieren und dass ein Beatles-Medley mit rasch wechselnden 15 Untertiteln „sakralfähig“ aufgeführt werden kann, war so richtig nach dem Geschmack der Zuhörer. Der gewaltige Applaus bestätigte dies lang anhaltend. Mit dem geistlichen Chorsatz „Evry day“ und dazu ganz gegensätzlich mit der legendären Filmmusik „Halleluja“ verdeutlichten die Sängerinnen und Sänger die ganze Bandbreite ihrer Chorliteratur. Passend zum Stil des Chores präsentierte er erstmals in der Öffentlichkeit „We will stay“ und beteiligt sich damit an der Aktion „Gospel für eine gerechtere Welt“, sicherlich ganz im Sinne des veranstaltenden Rotaryclubs. „Put your hand“ entwickelte sich zum „Klatschwettbewerb“ zwischen Chor und Zuhörern. Diese Stimmung reduzierte sich im Schlussakkord beim Beitrag aus Andrew Lloyd Webber’s Musical „Joseph“, in dem verschiedenste Musikstile durch solistische Bereicherung die brüderliche Versöhnung ausdrückten.
Dem glänzenden Chorauftritt in reduzierter Stärke mussten die applaudierenden Zuhörer mit gewünschten Zugaben Tribut zollen, wurden aber mit „O happy Day“ mehr als entschädigt. Ein wirklich beeindruckendes Konzert, das die Zugabe zum Prädikat erhebt: Ein wunderschöner Konzertabend!
Dafür bedankte sich auch der RC-Präsident Dr. Stephan Gierer bei einem, wie er sagte „Chor von herausragender Qualität“. Mit Blumen dankte er auch Mesnerin Maria Maier, die sich ebenfalls darüber freute, dass nach längerer Pause wieder einmal ein Konzert in „ihrer“ Wallfahrtskirche stattfand.
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