Geschichtliche Führung vom VHS-Zusamtal und Augsburg-Land mit Werner Rehle

Werner Rehle als Kenner von geschichtlichen Exkursionen führte eine Besuchergruppe von VHS Zusamtal und Augsburg-Land von Neresheim bis zur Burgruine Hochhaus.
Heimat-was ist da?

Geschichtliche Führung vom VHS-Zusamtal und Augsburg-Land mit Werner Rehle

Emersacker-Holzwinkel Unter dem Aspekt einer Kulturgeschichtlichen Exkursion zum Kloster Neresheim hatte die VHS Zusamtal in Zusammenarbeit mit der VHS Augsburg Land durchgeführt. Eine interessante Führung fand mit Oberstudiendirektor i.R. Werner Rehle aus Emersacker statt.
Insgesamt 24 Teilnehmer aus Wertingen und Umgebung folgten der geschichtlichen Einladung, Trotz eines eiskalten Samstagnachmittages vermittelte Werner Rehle den Teilnehmern kunstgeschichtliches von der Abteikirche Neresheim. Die Abteikirche als geistliches und architektonisches Zentrum der Klosteranlage gilt als eine herausragende Sehenswürdigkeit und als Denkmal nationaler Bedeutung und Kulturgut von europäischen Rang .Der Bau wurde 1750 nach den Plänen von Balthasar Neumann begonnen. Erst 1792 konnte die Kirche eingeweiht werden. Von 1966 bis 1975 wurde die baufällig gewordene Kirche einer gründlichen Restaurierung unterzogen. Die Besucher waren beeindruckt von dem hellen und weiten Raum, durch die leuchtenden Fresken von Martin Knoller und durch den Klang der barocken Orgel, die die Besuchergruppe zuvor anhand einer stattfinden Hochzeit erleben durften. Weiter ging dann die fahrt nach Christgarten im Kartäusertal Das dem heiligen Peter geweihte Kloster wurde 1383 durch die Grafen Ludwig und Friedrich von Oettingen gegründet. Nachdem die Oettinger Grafen ab 1525 die Reformation unterstützten, wurden ab 1558 Kartäusermönche aus Christgarten zu evangelischen Pfarrern berufen. Im Laufe der Reformation trat auch der Prior von Hürnheim (bei Ederheim) zur neuen Lehre über und betreute nun auch Christgarten im reformatorischen Geiste. Die Kartause wurde allerdings erst nach dem 30-jährigen Krieg 1649 aufgelöst. 1656 wurde der Glockenturm abgebrochen; weitere Gebäude folgten im 18. und 19. Jahrhundert. Von der Klosterkirche blieb nur der als evangelische Pfarrkirche dienende Chor erhalten.
Weiter ging es zur Burgruine Hochhaus, wo Rehle wiederum die Geschichte der Kartäuser und deren der Staufer den frierenden Teilnehmer vermittelte.Die Burg dürfte um 1200 als Stammsitz einer Seitenlinie der edelfreien Familie von Hürnheim angelegt worden sein, die sich in der Folge nach der Burg benannte (de alta domo, also zum oder vom hohen Haus). 1236 wird Rudolf I. von Hochhaus als Zeuge einer Beurkundung genannt.1347 wird die Anlage durch Konrad II. für 3000 Pfund an die Grafen von Oettingen-Oettingen verkauft. Der letzte der Herren vom Hochhaus stirbt 1353 ohne Erben, was ein Grund für den Verkauf der Burg gewesen sein dürfte. Die Grafen nutzen die Burg als Amtssitz, der im 15. und 16.Jahrhundert modernisiert und wehrtechnisch verstärkt wird.1719 wird die alte Burganlage schließlich zum Schloss ausgebaut, die Befestigungsanlagen und der alte Palas bleiben aber im Wesentlichen erhalten. Dieser Schlossbau brennt 1749 nieder, ein Wiederaufbau unterbleibt.(fk)
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