Gelungene Ausstellungseröffnung im Atelier KUNST IN GLAS am 03.07.2015

Eine laue Sommernacht, ein kleiner Garten - bestückt mit allerlei Exponaten aus Ton der Keramikerin Stefanie Schißler, Glasobjekten von Claudia Reining-Hopp und Kerzen, geformt und verziert von Silvia Kaspar - boten den perfekten Rahmen für die Ausstellung: „Sonnen Feuer – Sommer Licht“ in und um das Glasatelier von Claudia Reining-Hopp.

Alfred Sigg, der vor Kurzem nach 43 erfolgreichen Jahren sein Ehrenamt als Leiter und Referent des Wertinger Heimatmuseums an seinen Nachfolger Cornelius Brandelik übergab, hielt vor zahlreich erschienenen Gästen, darunter der 2. Bürgermeister der Stadt Wertingen, Hans Bröll, der stellvertretende Landrat Alfred Schneid und Manfred Hartl, Kulturreferent der Gemeinde Buttenwiesen in seiner unvergleichlich humorigen Art einen Vortrag über altes Brauchtum und Riten zum Thema „Sonnwend, Feuer und Licht“. Dabei verwies er auf die Symbolik in der Antike und später die der Kelten, die häufig auch die Initiatoren unserer heutigen Bräuche waren. So ließ er die Anwesenden wissen, dass Sonnwend ein keltisch-germanisches Fest zur Feier des Sonnenhöchststandes war. Dieser Brauch, der sich in seinen Ursprüngen bis etwa 1910 gehalten hatte, war auch in Gottmannshofen, Geratshofen und auf den Höhen von Hettlingen nachgewiesen.
Licht manifestiert sich in der katholischen Kirche als Osterfeuer „lumen christi“, das Feuer, das in der Nacht zum Ostersonntag mit Steinen angeschlagen, oder mit Hölzern angerieben wurde.
Lichtmess, eigentlich als Imbolc, ein uralter keltischer Fruchtbarkeitsritus, wird am 2. Februar als Tag der Kerzenweihe gefeiert.
An das Feuer - als zerstörerische Kraft – erinnerte Alfred Sigg mit den Assoziationen: Blitz, Waldbrand, Krieg-Feuersturm, Vulkane, Feuer des Zorns, Feuer der Leidenschaft und Feuer der Liebe: „Wohltätig ist des Feuers Macht, wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht …“ (Friedrich Schiller).
Wieder einmal gelang es Alfred Sigg seine begeisterten Zuhörer in einen bunten Abend mit viel Gesprächsstoff zu lancieren.
Mit einer einstimmenden Geschichte bereitete anschließend Silvia Kaspar die Zuhörer auf eine „Wunschkerzenaktion“ vor. Dabei durften sie sich unter Ihrer Anleitung eine eigene Kerze gießen, die sie dann mit einem unausgesprochenen Wunsch zu Wasser ließen. Ein Wunsch, der garantiert in Erfüllung geht.
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Wolfgang Reining aus Wertingen | 23.07.2015 | 17:43  
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