Welttag des Radios im Wertinger Radio- und Telefonmuseum

Wann? 13.02.2016 13:00 Uhr bis 13.02.2016 16:00 Uhr

Wo? Radiomuseum, Fere-Straße 1, 86637 Wertingen DE
Hier ist Bernd Schmid aus Bocksberg, vor einem Sachsenwerk-Radio und einem DKE 36 und kontrolliert sein „Programm“ (Foto: Otto Killensberger)
 
Auf dem Bild Josef Weber, aus Friedberg ebenfalls QbA-Funker und Mitarbeiter beim Radio- und Telefonmuseum in Wertingen (Foto: Otto Killensberger)
Wertingen: Radiomuseum | Das Radio ist das Massenmedium mit der größten Hörerschaft weltweit. Gleichzeitig ist es ein sehr kostengünstiges Kommunikationsmittel. Die UNESCO unterstützt im Rahmen ihres internationalen Programms zur Medienförderung (IPDC) den Aufbau von Radiostationen in ländlichen und isolierten Gebieten. Unabhängige Radiostationen versorgen die Menschen mit Informationen in ihrer lokalen Sprache und ermöglichen es ihnen, an der öffentlichen Diskussion und am demokratischen Meinungsbildungsprozess teilzuhaben.

Zum Welttag des Radios am Samstag, 13. Februar ist das Radio - und Telefonmuseum Wertingen von 13:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.

Ebenso wird an diesem Tag ein eigener Ortssender Wertingen im Radiomuseum installiert. Bernd Schmid hat es geschafft! Er hat es fertig gebracht, dass das Radio- und Telefonmuseum Wertingen jetzt einen eigenen Mittelwellen Ortssender hat. Dieser Tage ist die Genehmigung gekommen, dass das Radio- und Telefonmuseum auf Mittelwelle Frequenz 801 (das war die Frequenz des bayerischen Rundfunks!) senden darf. Der Sender, der leider nur mit einem Watt ausstrahlen darf, wird am Samstag, 13. Februar, dem „Welttag des Radios“, um 14 Uhr zum ersten Mal „ausgestrahlt“. Er wird vielleicht 200 m im Umkreis zu empfangen sein. Bernd Schmid ist als verantwortlicher Sendeleiter angemeldet.

So kamen wir zu unserem Ortssender Wertingen MW 801 kHz

Die Idee für einen eigenen Sender für unser Radio- und Telefonmuseum reifte in uns, als die Abschaltung der Mittelwellensender beschlossene Sache war. Viele unserer Radiogeräte können ja nur Mittel- und Langwelle empfangen.
Jetzt ging es darum unseren Besucher manches Gerät im Klang und Bedienungsweise vorzuführen. Bernd Schmid unser „Funker vom Dienst“ Spezialist nicht nur für Funk sagte, dass er einen kleinen Sender bauen wolle und sich darum kümmert, dass wir eine „Sendelizenz“ bekommen.
Im Mai 2015 fragte Bernd Schmid bei der Bundesnetzagentur an wie das ganze zu realisieren wäre. Die Aussage: „Man benötigt zuerst eine Rundfunkrechtliche Genehmigung“.

Juni 2015: Anfrage bei der Stadt Wertingen als Träger des Radio- und Telefonmuseums ob wir das ganze einmal probieren wollen. Bgm Lehmeier sagte zu, wenn die Kosten im Rahmen bleiben und die Verwaltung nicht damit belastet wird, können wir das „Ganze“ einmal probieren.

Juli 2015: Antrag der „Rundfunkrechtlichen Genehmigung“ bei der bayerischen Landeszentrale für neue Medien in München.
September 2015: Die Stadt Wertingen erhält eine „Rundfunkrechtliche Genehmigung“.

Oktober 2015: Antrag auf „Zuteilung einer Mittelwellenfrequenz“ bei der Bundesnetzagentur.

November 2015: B-Netzagentur hat entschieden, dass wir die Frequenz des Bayerischen Rundfunks 801 kHZ bekommen sollen, wenn der BR seine Liezenz zurückgegeben hat.

Januar 2016: Zuteilung der Mittelwellenfrequenz 801 kHz an die Stadt Wertingen. Es muss ein verantwortlicher genannt werden der für den Sender als „Sendeleiter“ geradesteht und der den Sender nach Senderechtlichen Bedingungen einrichtet – das ist Bernd Schmid aus Bocksberg.

Januar 2016: Bernd Schmid installiert zum Probebetrieb einen kleinen Sender, und die Sendeantenne, sprach Nachrichten und Meldungen auf ein Handy, das er dann an seine kleine Sendeanlage anschloss – es funktionierte prima.

13. Januar um 14 Uhr, wird der Ortssender Wertingen zum ersten Mal am Welt-Radio-Tag 2016 um 14 Uhr während der Öffnungszeiten 13 bis 16 Uhr im Radio- und Telefonmuseum auf der Frequenz Mittelwelle 801 kHz ausgestrahlt.
Eintritt frei.

Text: Otto Killensberger
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