Pater Jan sagt auf Wiedersehen

Ade von dem altehrwürdigen Modelshauser Pfarrhof sagt Pater Jan Bloch, der nun wieder ins schöne Allgäu geht.
Pater Jan sagt auf Wiedersehen
Pfarrhof wieder verwaist- Vorerst kein Nachfolger in Sicht

VON KONRAD FRIEDRICH

Bocksberg/Modelshausen Der 1769 erbaute Modelshauser Pfarrhof liegt idyllisch am Ortsrand in Nähe der St. Peter und Paulkirche Modelshausen.
Nach 50 Jahren Absinenz zog damals 2004 Pfarrer Anton Wagner ein, dem folgte dann nach sieben Jahren Pater Jan Bloch als Ruhestandspfarrer und der Unterstützung in der Pfarreiengemeinschaft Bliensbach für Pater Tomasz. Jetzt nach drei Jahren zieht Pater Jan zum 1.September in seine neue Pfarrstelle in die Pfarrei Herz-Jesu Kaufbeuren -Neugablonz. Seine seelsorgerische Mitarbeit ist auch in der Pfarreiengemeinschaft Eggenthal gefragt, wo er dort schwerpunktmäßig am Wochenende seinen Priesterdienst ausführt. Der 74 jährige fühlte sich in dem alten historischen Gemäuer nicht mehr wohl. Die Wohnräume trotz Kachelofen und Schwedenofen sind in dem alten Haus nicht warm zu bekommen. Die Heizmaterialien müssen selbst in den ersten Stock gebracht werden. Dazu fühlt sich Pater Jan zu alt und körperlich nicht mehr im Stande. Er hofft, dass er in seinem neuen Wirkungskreis es warm haben würde. Ob die Pfarreigemeinschaft wieder einen Nachfolger für Pater Jan bekommt, ist ungewiss. Eine junge Familie würde dann einziehen, so Kirchenpflegerin Doris Geh. Da der Pfarrhof eine Pfründestiftung ist, hat die Diözese Augsburg das letzte Wort. Eine Delegation wird sich gegebenenfalls den Pfarrhof in Augenschein nehmen, so Doris Geh.
Der letzte Pfarrherr war Pfarrer Anton Maier, der bis 1958 den altehrwürdigen Pfarrhof bewohnte. Danach wurde er an verschiedene Privatpersonen vermietet. Im Jahr 1986 wurde der Pfarrhof dann unter Pfarrer Mate Cilic und Kirchenpfleger Johann Friegl innen und außen vollständig renoviert. Er diente dann als Pfarrheim und Jugendheim. 2004 zog dann Pfarrer Anton Wagner, der nach sieben Jahren in die Kobelkirche nach Westheim ging, ein. Sein Nachfolger war ab 2011 bis jetzt, drei Jahre lang Pater Jan Bloch, der zum 1.September in Neugablonz eine weitere Pfarrstelle antritt.
Geboren ist Pater Jan am 19.September 1940 in der Region Masovien, nordöstlich der polnischen Hauptstadt Warschau als Sohn einer Landwirtsfamilie. Nach dem Abitur schlossen sich zwei Jahre im Priesterseminar an. Anschließend trat er der Kongregation von den heiligen Herzen Jesu und Mariens ein. Es folgten theologische Studien bei der schlesischen Franziskanern in Klodzko/Glatz. Am 27.Juni 1965 wurde Pater Jan zum Priester geweiht.
Nach weiteren Studiumsstationen in Warschau, Rom, Jerusalem und Wien führte sein weg nach Bayern. Zunächst arbeitete er in der Seelsorge in Wertingen, dann in Stoffen bei Landsberg und Wien. Schließlich kam er ins Allgäu. Hier war er 10 Jahre Pfarrer in Roßhaupten und sieben Jahre in Kempten. Die letzten drei Jahre arbeitete der Pater in der Pfarreiengemeinschaft Bliensbach. Nun führt ihn sein Weg wieder zurück in das schöne Allgäu.
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