Ein soziales Netzwerk formiert sich

Von links: Hans Josef Berchtold, Anja Langenbucher-Kapfer, Susanne Rudhart, Josefine Kotter, Elisabeth Buchschuster, Joachim Keil und Robert Frank – das Soziale Netzwerk

Bündnis fordert Barriere-freies Wertingen
Auf Einladung der SeniorenGemeinschaft (SGW) trafen sich vor kurzem im Mehrgenerationenhaus des ASB die in Wertingen organisierten sozialen Einrichtungen und Dienste. Dabei waren neben der SeniorenGemeinschaft auch die Verantwortlichen des ArbeiterSamariterBundes , der Arbeiter-Wohlfahrt, dem Seniorenzentrum St. Klara, den Sozialdiensten der Kreiskliniken Dillingen- Wertingen, der Lebenshilfe Dillingen e.V., der Kolpingfamilie, des Altenwerks sowie der Zeittauschbörse vertreten.
Nach der Vorstellung jeder Einrichtung bezüglich ihres Leistungsspektrums wurden die typischen Betätigungsfelder abgestimmt, die jede Organisation als seine Hauptaufgabe sieht. Durch das Vernetzen dieser Geschäftsfelder, so der Organisator der Veranstaltung Hans-Josef Berchtold, könne ein großartiges ganzheitliches Angebot für alle Seniorinnen und Senioren in Wertingen geboten werden. Die Bandbreite geht von der Betreuung von vitalen Senioren zu Hause über den ambulanten Pflegedienst bis hin zur stationären Vollversorgung im Seniorenheim. Entscheidend für den Erfolg dieser Idee ist die professionelle Vernetzung sowie eine gute und regelmäßige Kommunikation der Organisationen untereinander.

Ein weiteres Thema beschäftigte das neuformierte Soziale Netzwerk und wurde angeregt diskutiert, nämlich der Wunsch nach einem Barriere-freien Wertingen. Da heute bei einer integrierten Orts- und Entwicklungsplanung mehr denn je den Bedürfnissen einer älter werdenden Bevölkerung Rechnung zu tragen ist, stehen folgende Themen für die Stadt Wertingen im Vordergrund: Straßen, Wege und Plätze sollten zu Gunsten von Senioren, Behinderten und Eltern mit Kindern Barriere-frei gestaltet werden. Dies beinhaltet auch die Zugänglichkeit zu allen kommunalen Einrichtungen (z.B. Stadtverwaltung), Dienstleistern (z.B. Arztpraxen und Apotheken) sowie Geschäften. Letztendlich käme eine hindernisarme Umgebung allen Bürgerinnen und Bürgern zugute - so die Teilnehmer des Netzwerk Treffens. In diesem Zusammenhang sind Verkehrsübergänge (Ampeln und Zebrastreifen), eine gut erreich-bare Nahversorgungsinfrastruktur, insbesondere für Güter des täglichen Bedarfs wie auch ein gutes medizinisch-therapeutisches Versorgungsangebot zu schaffen oder sicher zu stellen.

Auf Grund der Aktualität dieser für die Stadtentwicklung Wertingens wichtigen Thematik beschlossen die Teilnehmer des sozialen Netzwerk-Partnertreffens dieses Problem aktiv anzugehen und mit der Stadtverwaltung in den Dialog zu treten. Eine unter der Beteiligung der Öffentlichkeit veranstaltete Podiumsdiskussion zu diesem Thema sei dringend erforderlich.
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