Die letzte alte Kegelbahn wird abgerissen

Michael Dicknether nimmt Abschied von der ehemaligen Holzkegelbahn Wertingen. Fotos:Konrad Friedrich
Die letzte alte Kegelbahn wird abgerissen
Bis 1952 frönte man in der Dillinger Strasse dem Kegelschieben

VON KONRAD FRIEDRICH

Wertingen Eine alte Tradition gehört nun der Vergangenheit an. Die Kegelbahn der ehemaligen Gastwirtschaft Dicknether in der Dillinger Strasse- Ecke Klopfergasse wird abgerissen. Auf dem Areal wird ein Einfamilienhaus gebaut. Die alte Kegelbahn war baufällig geworden.
In den früheren Jahren gehörte eine Kegelbahn fast zu jeder Wirtschaft. So auch in Wertingen. Bei der älteren Generation ist der Jehle Wirtsgarten noch ein Begriff. Hier standen fünf Kastanienbäume, man traf sich im Biergarten und nebenher wurde gekegelt.
Josef Höchstädter und Karl Färber waren die damaligen Kegelbuben, die fürs aufstellen der umgeschossenen Holzkegel 20 Pfennigfür einen Sonntag nachmittag erhielten.Von den Holzkegeln fehlt jede Spur, nur die schwere Holzvollkugel ist noch da.
Außer der langen Kegelbahn erinnert nichts mehr an die alte Wirtschaft, in der bis Ende 1971 noch eingekehrt werden konnte.
1932 erwarb die aus Höchstädt an der Donau gekommenen Pächter Michael und Theresia Dicknether von der Augsburger Prügelbrauerei die Gaststätte samt Kegelbahn. Das Kegeln ging bis 1952. Bis Ende 1971 betrieb man noch die Gastwirtschaft, dann war da auch Schluss. Bis heute dient das alte Gastwirtschaftsgebäude als Wohnhaus von Sohn Michael.
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Gerlinde Brandenburg aus Wartenberg | 19.04.2015 | 11:28  
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