Starke Gemeinschaftsleistung der Ortsfeuerwehren

Ein Groߟaufgebot von Feuerwehrleuten gab es bei der Gemeinschaftsübung in Prettelshofen.
In Prettelshofen werden mehrere kleine Ortsfeuerwehren zu einer großen Wehr

„Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in der Talstraße 4 in Prettelshofen!“ So lautete die Alarmierung durch die Integrierte Leitstelle für die Freiwilligen Feuerwehren aus Bliensbach, Gottmannshofen, Prettelshofen und Rieblingen. Dass an diesem Tag die große Einsatzübung in Prettelshofen stattfinden wird, war zwar bekannt - aber außer den verantwortlichen Organisatoren Bernd Tengler (Kommandant Prettelshofen), Christian Thoma (Kommandant Rieblingen), Thomas Schuhwerk (Kommandant Gottmannshofen) und Markus Baumann wusste keiner der 65 anrückenden Einsatzkräfte, was ihn nun genau erwartet.

Vor Ort gab es dann einiges zu tun: Um die Brandbekämpfung von mehreren Gebäudeseiten beginnen zu können, galt es zuerst eine stabile Wasserversorgung aufzubauen. Um das Wasserleitungsnetz durch die starke Wasserabnahme am Hydranten nicht zu überlasten, saugte die Feuerwehrpumpe der Wehr aus Bliensbach zudem aus dem gleichnamigen Gewässer. Im Bach am Ortsrand von Prettelshofen wurde mit Sandsäcken ein Damm errichtet, so dass aus dem „Stausee“ das Wasser entnommen werden konnte. Viele Meter Schlauch wurden verlegt, um das Wasser zur Einsatzstelle zu transportieren.

In der großen Halle des Hofes von Franz Meitinger, musste eine vermisste Person aufgespürt werden. Daher rüsteten sich beim Eintreffen am Einsatzort umgehend mehrere Trupps mit Atemschutz aus. Um für die Feuerwehrleute möglichst realitätsnahe Bedingungen zu schaffen, war das Gebäude mit einer Hochleistungs-Nebelmaschine „verraucht“ worden. Die Sicht war für die Atemschutztrupps aus Gottmannshofen und Rieblingen anfangs also praktisch null. Hier machten sich die beim Innenangriff mitgeführten Wärmebildkameras bezahlt. Trotz der nicht ganz einfachen räumlichen Gegebenheiten (Hackschnitzellagerstätte, abgestellte Anhänger und landwirtschaftliche Geräte) war mit deren Hilfe „Herbert, die Übungspuppe“ rasch gefunden und konnte vor dem Gebäude in Sicherheit gebracht werden.

Die Gemeinschaftsübung stand unter der Beobachtung des zuständigen Kreisbrandmeisters Thomas Heimes, der als Mitglied der Kreisbrandinspektion mit Argusaugen über die Abläufe und Vorgehensweisen der Führungs- und Einsatzkräfte wachte. Zudem hatte er auch die Stoppuhr im Blick: Drei Minuten nach dem Heulen der Feuersirene war die erste Feuerwehr am Einsatzort. Die weiteren Wehren folgten jeweils im Abstand weniger weiterer Minuten. 18 Minuten nach der Alarmierung war die vermisste Person im Freien. So gab es kaum Kritik, sondern viel Lob für das Engagement der Feuerwehrfrauen und -männer, die in vorbildlicher Art und Weise miteinander den Einsatz abwickelten.

Nach dem großen Aufräumen an der Einsatzstelle (Schläuche und Ausrüstung verladen und prüfen) stärkte die gemeinsame Brotzeit vor dem Prettelshofener Feuerwehrhaus nicht nur das Gemeinschaftsgefühl sondern auch die Einsatzkräfte.

Fotos: Marlon Heimes
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