Schnelle Hilfe für brennende Schreinerei

Gemeinschaftsübung Wertinger Ortswehren üben in Gottmannshofen

Die gesetzlich festgelegte Frist innerhalb derer die Feuerwehr an einem Einsatzort einzutreffen hat, liegt in Bayern bei zehn Minuten. Keine lange Zeit, wenn man bedenkt, dass die Mitglieder von Freiwilligen Feuerwehren nach der Alarmierung per Sirene und/oder Funkmelder in der Regel erst einmal zum Feuerwehrhaus kommen müssen. Umso erfreulicher waren die Zeiten, die Beobachter Franz Wörle bei der gemeinsamen Übung der Freiwilligen Feuerwehren Gottmannshofen, Rieblingen, Prettelshofen und Bliensbach sowie der First Responder Gottmannshofen mit seiner Stoppuhr messen konnte. Denn es war zwar bekannt, dass eine Übung an diesem Abend stattfindet, doch weder Uhrzeit noch Einsatzort wurden vorher öffentlich gemacht. So spielte sich das recht realitätsnahe Szenario einer Alarmierung ab. Etwa fünf Minuten nach dem Alarm traf das erste Löschfahrzeug am Brandort in der Alten Straße ein. Erschwert wurde die Anfahrt durch die derzeit fehlende Brücke über den Bliensbach. Dennoch folgten im Abstand weniger Minuten die weiteren Einsatzfahrzeuge.

Löschangriff von mehreren Seiten

Rasch konnte mit der Suche nach vermissten Personen in der völlig verrauchten Werkstatt-Halle der Schreinerei ZUM begonnen werden, während gleichzeitig auch von außen die Löscharbeiten aufgenommen wurden. Den Rauch erzeugte im Übrigen eine Hochleistungs-Nebelmaschine. Einsatzleiter Thomas Schuhwerk und die Gruppenführer dirigierten die rund 60 angerückten Einsatzkräfte. Das Gebäude des Küchenstudios und der Schreinerei wurde von mehreren Seiten gelöscht. Dabei war auch zu beachten, dass die zur Verfügung stehenden Wasserleitungen und Hydranten durch die Brückenbaustelle nicht unbegrenzt anzuzapfen seien, weswegen die Hydranten aus Leitungen dies- und jenseits des Bliensbaches gespeist wurden.
Derart unterschiedliche Faktoren haben die Feuerwehr-Führungskräfte bei ihren Entscheidungen und Anweisungen zu berücksichtigen. Zwischenzeitlich hatten die Atemschutztrupps die vermissten Personen gefunden und aus der Halle gebracht. Deren weitere Versorgung übernahm das Team der First Responder. Mit Hilfe eines Überdruckbelüfters (ein ziemlich großer Ventilator) wurde das Gebäude entraucht. In der Nachbesprechung der Übung wurden von Franz Wörle und Kreisbrandinspektor Olaf Dehlau nur wenige Details kritisch angesprochen, ansonsten verlief die Übung zur Zufriedenheit aller Anwesenden. Und bei der anschließenden Brotzeit am Feuerwehrhaus in der Gottmannshofer Wiesenstraße waren auch die beiden Vermissten aus der Schreinerei wieder wohlauf. Nur noch ein wenig Schminke erinnerte an die „Brandverletzungen“.

Anmerkung: Die Übung fand am 24. Juni 2015 statt.

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