Jugendfeuerwehr Roggden übt 24 Stunden

Aus dem Dachgeschoss des Schützenheims in Hettlingen mussten mehrere Kinder gerettet werden.
 
Die Jugendlichen zusammen mit Bürgermeister Willy Lehmeier (rechts), Organisator Christian Mayer, Ortssprecher Franz Stepan und den Jugendwartinnen Ramona Kanefzky und Anna Maria Mair (v.l.) nach der öffentlichen Übung in Hettlingen
Wertingen: Schützenheim Hettlingen | Als am vergangenen Samstag um 15 Uhr der Unimog der Freiwilligen Feuerwehr Roggden in Richtung Schützenheim Hettlingen ausrückt, ist das bereits der dritte Einsatz für die Wertinger Ortsteilwehr. Allerdings werden an diesem Tag alle Alarmierungen von jugendlichen Floriansjüngern abgearbeitet und es sind auch „nur“ Übungseinsätze. In diesem Fall geht es um eine Personenrettung aus dem Dachgeschoss mittels Steckleiter und eine Brandbekämpfung. Unter den Augen von zahlreichen Eltern, Anwohnern und Bürgermeister Willy Lehmeier werden alle Handgriffe ruhig und routiniert durchgeführt. Kommandant Christian Mayrböck und sein Stellvertreter Michael Simon können in zivil das Geschehen beobachten und den, in diesem Fall erwünschten, Beobachtern erklären, was passiert, denn die Einsatzleitung liegt bei den Jugendlichen selbst. Alle vier Stunden werden die Schichten gewechselt, so dass jeder Jugendliche jede Position bekleiden kann. Nicht nur der Wertinger Bürgermeister zeigt sich von der dargebotenen Leistung beeindruckt und fand lobende Worte für die Jugendlichen und ihre Ausbilder.
Seit 8.30 Uhr an diesem Samstagmorgen herrscht im Gerätehaus in der Raiffeisenstrasse reges Treiben. Insgesamt 24 Stunden verbringen dort neun der derzeit elf Jugendfeuerwehrler aus Roggden. Ziel des sogenannten Berufsfeuerwehrtags ist neben der intensiven und breitgefächerten feuerwehrtechnischen Ausbildung die Verbesserung der Kameradschaft innerhalb der Jugendgruppe. Natürlich dient diese Dauerübung auch zur Vorbereitung auf den späteren Einsatzdienst in der aktiven Wehr. So wurde fast das gesamte Einsatzspektrum der Feuerwehr Roggden abgedeckt. Neben dem Dachstuhlbrand in Hettlingen waren die Jugendlichen bei sieben weiteren Einsätzen. Von der Kleintierrettung über einen Verkehrsunfall bis hin zur Vermisstensuche in Dunkelheit, dank der Wärmebildkamera der Feuerwehr Gottmannshofen wurde der Person schnell gefunden, waren alle möglichen Szenarien von den Organisatoren vorbereitet worden. Sogar ein echtes Feuer war darunter, als auf dem Gelände der Firma Creaton Paletten in Flammen aufgingen und gelöscht werden musste. Schon acht Wochen zuvor begannen Jugendwartin Ramona Kanefzky zusammen mit ihrer Stellvertreterin Anna Maria Mair und Gruppenführer Christian Mayer mit den Planungen. In diesem Zusammenhang möchten sich die Verantwortlichen bei den zahlreichen Helfern und Unterstützern bedanken, ohne die der BF-Tag nicht möglich gewesen wäre. Neben der Firma Creaton war dies auch der SV Roggden, auf dessen Sportplatz nicht nur der Dienstsport abgehalten wurde, sondern auch eine Landung eines Rettungshubschraubers simuliert wurde.
Doch nicht nur Einsätze mussten gemeinsam bewältigt werden. Auch die Verpflegung lag in den Händen der Truppe und es wurde mittags zusammen ein Chili con Carne zubereitet. Nach einer kurzen Nacht mit zwei weiteren Alarmierungen wurde bei einem Frühstück das Erlebte noch einmal besprochen und das Feedback war durchwegs positiv. Sowohl die Jugendlichen als auch die Betreuer waren mit dem Übungstag sehr zufrieden und so wird es sicherlich nicht der letzte Berufsfeuerwehrtag in Roggden gewesen sein.
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