Fast jeden Tag einen Einsatz in der Schule - Johanniter bilden noch mehr Schulsanitäter in der Region aus
Auf 98 aktive Schulsanitäter und viele Mitglieder in der Johanniter-Jugend kann Sebastian Schwinghammer bauen. Der 21-jährige Rettungssanitäter ist der Augsburger Ortsjugendleiter und Schulsanitätsdienst-Koordinator der Johanniter im Regionalverband Schwaben. Im Schuljahr 2008/2009 haben die jungen Sanitäter über 600 Einsätze bewältigt, seit diesem Jahr verstärken zwei weitere neue Schulsanitätsdienst-Teams in Dillingen und Wertingen mit abgeschlossener Qualifikation den Johanniter-Nachwuchs. „Sie haben viel gelernt, sie haben viel trainiert und jetzt ihre Auszeichnung als Schulsanitäter erhalten“, erklärt Sebastian Schwinghammer.
Die Jugendlichen – 23 am Wertinger Gymnasium, zwölf am Johann-Michael-Sailer-Gymnasium Dillingen – haben nicht nur einen umfassenden Erste-Hilfe-Kurs absolviert, sondern zusätzliche Unterrichtseinheiten besucht. „Schwerpunkt sind besondere Gefahren in der Schule, aber vor allem auch das Praxis-Training bei realistischen Fallbeispielen“, sagt Schwinghammer. „So sind sie gerüstet, um in Notfallsituationen schnell und kompetent handeln zu können.“ Und dies ist auch wichtig: An den anderen Schulen, die bereits seit Jahren mit den Johannitern bei den Schulsanitätsdiensten kooperieren, mussten die Schulsanitäter sogar schon Schülern helfen, die Krampfanfälle hatten oder bewusstlos waren. „In diesen Situationen können wir durch unsere Ausbildung qualifiziert helfen bis Rettungsdienst und Notarzt eintreffen“, so Karin Wittmann, die die Ausbildung der neuen Schulsanitäter maßgeblich betreut hat. Deshalb hat die Jugendgruppenleiterin bei ihren Kursinhalten intensiv die Praxis trainiert. Künftig werden die Schulsanitäter auch regelmäßig Fortbildungen bei den Johannitern besuchen. „Sie sind jetzt schon sehr fit, sollen aber stets mit ihrem Können am Ball bleiben“, so Wittmann. „Denn an manchen Schulen haben wir fast jeden Tag einen Einsatz.“
Doch nicht nur der Weg im Schulsanitätsdienst steht den Jugendlichen offen. Sie können sich zum Sanitäter weiterqualifizieren, in Schnell-Einsatz-Gruppen, Katastrophenschutz oder bei Sanitätsdiensten mitwirken. „Selbstverständlich steht auch der Weg in den Rettungsdienst offen“, sagt Sebastian Schwinghammer, der selbst später Medizin studieren wird. Aus seiner aktiven „Schulsanitätsdienst-Zeit“ sind fünf Mitschüler von damals noch heute im Rettungsdienst der Johanniter aktiv oder studieren bereits Medizin.
Neben den neuen Schulen in Wertingen und Dillingen sind die Johanniter Schulsanitätsdienst-Partner der Kapellen-Volksschule, des Holbein-Gymnasiums, des Gymnasium bei St. Stephan und des Maria Ward Gymnasiums.





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