Wertheim: VHS (Comenius-Realschule) | Man MUSS in unsere Schulen gehen und KANN sie schwänzen, man MUSS pünktlich sein und KANN zu spät kommen, man MUSS schön schreiben und KANN schmieren. Es ist alles andere als klug von der Pädagogik, dass sie das KÖNNEN so ausschließlich in den ungünstigen Bereich verschoben hat und das noch nicht einmal merkt, wie sie so Schmierer, Zuspätkommer und Schuleschwänzer produziert. Mit vielen Ich-kann-Schule-Schlüsselerlebnissen zeigt der gelernte Volks- und Sonderschullehrer, was die Probleme in unseren Schulen groß gemacht hat und was sie zum Schwinden bringt. Sehr hilfreich für konkrete Problemlösung wäre z.B. endlich zu sehen, dass DRUCK weder ein Lösungs- noch ein Lenkungsmittel ist. Unter DRUCK wächst nichts. Wenn ich eine Steinplatte auf den Rasen lege, geht das Gras darunter ein. Druck komprimiert Mensch + Problem; das ist das exakte Gegenteil von Lösung. Mit Druck kann man auch nicht lenken; weil der Bauer das weiß, spannt er die Pferde nicht hinter sondern vor den Wagen. Die neue Ich-kann-Schule zeigt, dass und wie SOG die Kräfte und Talente punktgenau lenken kann. Für echte Problemlösungen brauchen wir die feinen, sensiblen Geistes- und Seelenkräfte und einen sensiblen Umgang damit. Plumpe Anstrengung und grobes Nichtlockerlassen vergrößern die Probleme, sie lösen sie nicht. ADHS, Legasthenie, Dyskalkulie, Konzentrationsprobleme, Mobbing, Burnout. Das Problem sind - wie man gut sehen kann - nicht die Probleme an sich sondern dass sie bei der üblichen Pädagogik nicht kleiner werden sondern wachsen. Es kann also nicht darum gehen, diese verfehlte Pädagogik mit immer mehr Aufwand und Druck doch noch durchzudrücken - die Folgeschäden werden längst immer unbezahlbarer. Wenn es schwer geht, ist das nicht das Zeichen dafür, dass im Kind irgendetwas Unerklärliches nicht stimmt, es ist immer ein zeichen dafür, dass WIR alles verkehrt machen. Würden wir es richtig machen, so ginge es leicht. Lehrer haben sich - mit Fleiß - in der Krankheitsstatistik ganz an die Spitze hochgearbeitet. Kaum jemand wiederholt genau das, womit er täglich Schiffbruch erleidet so hingebungsvoll wie der Lehrer. Das ist tragisch. Und die Eltern übernehmen die Staffette und lassen sich weismachen, sie müssten, das, womit der Lehrer in der Schule gescheitert ist, zu Hause noch durchdrücken. Das ist noch tragischer. In Andersens Märchen von des Kaisers neuen Kleidern sagt zum Schluss wenigstens ein Kind dem Kaiser, dass er nackt ist, in der Schule wagt das keiner, weil alle Angst haben, es könnte herauskommen, dass sie nicht für ihr Amt taugen. Eine echte Problemlösung ist es, wenn es am Ende allen Beteiligten - Kindern, Eltern, Lehrern u.a. - GUT geht. An den Wertheimer Ich-kann-Schule-Tagen wird nach echten Lösungen für die eingebrachten Problemfragen gesucht. Nicht gegen irgendjemand sondern FÜR alle. Am Freitag den 27.April 2012 um 19 Uhr in der Commenius-Realschule Wertheim-Bestenheid im Vortrag und am Samstag, den 28.April 2012 von 9-17 Uhr beim großen Ich-kann-Schule-Tag haben alle Interessierten die Gelegenheit, Lösungswege zu entdecken und zu erproben. https://www.vhs-wertheim.de/viewSeminar.asp?ID=67 https://www.vhs-wertheim.de/viewSeminar.asp?ID=66 Hiontergrundinfos zur Ich-kann-Schule unter www.coue.org
Wie wäre es denn, wenn aus diesem beitrag der schluss gezogen würde, dass das dreigliedrige schulsystem, das ausschließlich dem "aussortieren" von kindern und jugendlichen dient, das sich ausrichtet an dem prinzip "Du kannst das nicht - also weg mit dir !" und dadurch einen unmenschlichen druck aufbaut, im jahre 2012 endlich ausgedient hat !!!
Das wäre doch begrüßens- und wünschenswert, lieber Hans-Werner, wenn so eine Schlussfolgerung aus dem Beitrag von Franz Josef gezogen werden kann.
Ich wünsche Dir, lieber Franz Josef, und uns allen, besonders all unseren Schüler/innen und Lehrer/innen, dass durch die "Ich-kann-Schule" ein neues Denken ausgelöst wird und die verheerende "Druck-Pädagogik", die ihre Fortsetzung im Arbeitsleben, im Gesellschaftlichen, in der Politik ... findet, durch ein "Ich-kann-Bewusstsein" eine Umkehr / Ablösung erfährt.
Mit besten Wünschen für ein gelingendes Bildungswochenende mit aufmerksamen Hörer/innen in Wertheim grüßt herzlich
Kirsten
P.S. Ich schicke einen Gruß mit rüber zur Burg Rothenfels am Main - früher ein Zentrum der Jugendbewegung durch Romano Guardini - seit Jahren eine Bildungsstätte für Erwachsene besonderer Art und auch Jugendherberge. Ich bin dort mehrfach zu Veranstaltungen gewesen.
Man kann niemand aufs Leben vorbereiten. Leben ist immer. Auch Schule sollte Leben sein. Indem sie künstlich "auf das Leben vorbereitet" schließt sie es aus; das ist ein barbarischer Akt gegen das Leben.
Kein Wunder, wenn es in der Schule - gottseidank immer noch - dagegen lebendig wird. Wenn man hinschaut, erkennt man die Tragikommödie: auf der einen Seite der Lehrer und der Lehrplan und auf der anderen die Kinder und das "zu lebendige" Leben.
Der Mensch lernt nicht in Häusern sondern IN SICH. Also ist die reale Schule auch nicht in Gebäuden, egal mit welchen Gliedproblemen, sondern im Menschen.
Wenn ihm das bewusst wird, ist er souverän und unabhängig.
Und dann lernt er im Bahnhof und im Autobus, im Strandcafe und auf dem Fußballplatz, in der Kirche und im Kino, in der Berufsschule und an der Würstchenbude, auf dem Bodensee und auf dem Mount Everest, im Dschungel und im Kindergarten, in der Badewanne und in der VHS, ............
Lernen heißt wörtlich: eine Fährte des Lebens verfolgen, seine eigenen, originalen Erfahrungen machen.
Indem man wirklich lernt, ist man Lehrer. Immer und überall.
Aus diesem Grunde liebe ich die Lausbuben/mädchen: sie sind immer auf originalen Fährten, von ihnen können wir wirklich alle LERNEN + KÖNNEN lernen.
Ich-kann-Schule-Tage sind überall möglich, wo jemand in einer Organisation (Elternbeirat oder Lehrer einer Schule, VHS, Verein usw.usw.) oder privat die Initiative ergreift und wenigstens 10 Leute zusammenkommen, die Lösungen finden wollen. In Augsburg war ich z.B. im März bei der GfA. In Rothenfels darf ich im Juli sein, in Bremen und Stralsund war ich auch einige Male. In zwei Wochen freue ich mich, in Zürich Schweizer Lehrern dienen zu können. Auf meiner Homepage finden sich die Termine.
Es geht dabei a) um konkrete praktische Lösungsbeispiele und b) die Ursachen, warum Lösung bisher nicht geklappt hat, c) die Gesetze der Problemlösung und d) die Erprobung effinzienter, einfacher Hilfen. Da wir so gut wie alle in der Schule entweder gar nicht oder verkehrt LEBEN gelernt haben, sind wir alle ein Leben lang davon betroffen. Auch mit 90 bringt es noch Erleichterung, wenn man lernt, sich ab- statt an-zustrengen oder sich zu ent- statt sich zu be-mühen.
Ich denke, wir sollten uns bewusst sein, dass jeder von uns auf seinem Lebensweg exakt da ist, wo er jetzt ist. Deshalb müssen wir jedem seinen Ausgangspunkt gönnen. Aber wir dürfen unsere Erwartung zeigen, dass uns niemand mehr in eine Richtung drängt, wo seit Jahrzehnten die Probleme nur ständig gewachsen sind. Wir dürfen erwarten, dass uns jemand konkret VORMACHT, wie gut es ihm mit dem geht, was er von uns fordert, und wir dürfen erwarten, dass wir unser eigenes gutes Beispiel ins Spiel bringen dürfen und es nicht der Abwickelung abstrakter Unterrichtungspläne opfern müssen.
Es erfreut mein Herz, wenn man heute Gerald Hüther, Manfred Spitzer, Remo Largo u.a. zuhört, die über Schule das sagen, was ich seit 30 Jahren darüber gesagt und geschrieben habe. Schule kann und sollte nicht das Leben aussaugen wie ein Vampir, Schule kann und soll die Lebenskraft WACHSEN lassen. Wenn Ihr alle ein wenig dazu helft, soll es mich freuen.
Ich grüße herzlich.
Franz Josef Neffe
vielen Dank für die zusätzlichen "Erläuterungen" zu Deinem Wirken. Besonders freut mich, dass Dir Burg Rothenfels bekannt ist und Du dort sogar Dein Seminar gibst. Ich habe auch das Video auf Deiner Seitenempfehlung angeschaut.
In der letzten Woche war ich gerade bei einem heilsamen Seminar in dem kleinen Ort Lutterbek in der Probstei / Schleswig Holstein. Dort ist mir ein Artikel von dem Hirnforscher und Neurobiologen Prof. Gerald Hüther als Arbeitspapier in die Hände gekommen "Das Gehirn ist eine Baustelle ... über die Abenteuer des Säuglings im Mutterbauch, die Bedeutung von Gefühlen und Erfahung für die Hirnentwicklung und die Chancen des Menschen, Haltungen und Verhalten ein Leben lang zu verändern." In: Spiegel Wissen 1/2009 S. 52 - 57. Wie Du uns auch wissen lässt: es stehen wunderbare Praktiken zur Verfügung, Lebenserfahrungen neu "zu überschreiben". Mir gefällt bei Dir die Botschaft "sich ab- statt an-zustrengen oder sich zu ent- statt sich zu be-mühen" - insbesondere auf dem derzeitigen Standort meiner Jahre. Da habe ich selbst auch noch Einiges zu lernen ...
Vorhin hab ich irgendwo aufgeschrieben, wie ich beim ersten Elternsprechtag die erste Mutter fragte, was sie mir denn über ihre Tochter sagen könne, sie kenne sie doch schon sehr viel länger als ich. Sie war sprachlos, gefragt worden zu sein. Dann begann sie aufzuzählen, was ihr Kind verkehrt gemacht haben könnte, um mein Verständnis zu gewinnen. Darauf wiederum berichtete ich ihr alles, worin sich ihre Tochter verbessert hatte und zeigte es ihr in den Heften und zeigte ihr meine Freude darüber. Ich wollte, dass sie BEGEISTERT zu ihrer Tochter nach Hause geht.
Nun endlich, bald 40 Jahre später, sagt uns Dr. Hüther, was man mit BE-GEISTerung erreichen kann.
Und wir haben in den letzten Jahrzehnten nur mit immer größerem Aufwand ENT-GEISTerung betrieben in der Pädagogik.
Und jetzt staunen alle, was die Gehirnforschung alles WEISS.
Es geht aber ums KÖNNEN und um konkrete Beispiele dafür.
Meine Ich-kann-Geschichten und hoffentlich auch die vieler anderer erzählen, dass man so etwas mit gesundem Menschenverstand schon immer gesehen und ganz praktisch gekonnt hat. Aber der gesunde Menschenverstand ist aus der Mode gekommen. Von G.Hüther kann man sich im Net richtig wohltuende Vorträge anhören.
Ich grüße herzlich.
Franz Josef Neffe
Von erlebnissen, dass eltern zuerst die vermeintlichen defizite ihrer kinder beschreiben, kann wohl jede/r lehrer/in berichten:
Ein wutschnaubender vater, seine 15-jährige tochter im schlepptau, betritt den raum. Ich habe gerade mal zeit die beiden zu begrüßen, als der vater in arg rüdem ton die versäumnisse seiner tochter recht lautstark zum besten gibt. Die tochter, die ich in meinem unterricht eher arbeitsunwillig erlebt habe, sitzt den tränen nahe daneben.
Nun hat der vater nicht ganz unrecht, nimmt er mir mit seiner aufzählung der töchterlichen "missetaten" das wort aus dem mund. Aber seine tiraden kann ich nicht so stehen lassen. Also drehe ich meine ursprüngliche gesprächsüberlegung um und beginne das aufzuzählen, was seine tochter an positiven beiträgen in meinen deutschstunden geleistet hat. Ist zwar nicht allzuviel, aber es reicht, die tochter in den augen des vaters "aufzuwerten". Da es nun auch noch ein paar konkrete ratschläge zum zukünftigen arbeitsverhalten des mädchens gibt, ist der vater in einigermaßen ruhigem fahrwasser gelandet.
Der fünfzehnjährigen scheinen mehrere steine vom herzen gefallen zu sein, ist doch der familienfrieden durch das unerwartete verhalten des lehrers wieder einigermaßen hergestellt. Am nächsten schultag kommt ein freundliches "Guten morgen!", als wir auf dem flur einander begegnen...
Und: Das mädchen hat kein einziges mal mehr geschwänzt - immerhin.
Ja, und wenn Du die Kräfte, die Du mit Deinem weisen, sensiblen, achtsamen, stärkenden, aufrichtenden, erfreuenden und belebenden Handeln da aus der Not gerettet hast, noch öfter stärkst und aufrichtest, dann wachsen sie und es wird noch viel mehr möglich. Das Mädchen lernt von Dir, dass man mit seinen Kräften auch vorteilhaft umgehen. Und die Freude, die Du diesen Kräftengibst, strahlen sie Dir wieder zu. Pädagogik könnte auch wechselseitige Stärkung sein.
Bei meiner sonderpäd. Anstellungsprüfung sagte mir der Schulleiter, wie gut ich als Lehrer sei, könne er an den Fehltagen von Ramona ablesen. Die hatte sechs Klassen jeweils mehr als das halbe Schuljahr gefehlt. Bei mir fehlte sie in der Kennenlernphase etwa 20 Tage, danach kam sie auch, wenn sie krank war in die Schule.
Ich grüße herzlich.
Franz Josef Neffe
Amberg: VHS | Wir alle kommen mit ziemlich viel Ich-kann auf die Welt, erzogen und ausgebildet werden wir aber meist nur im Du-musst.
Beim Lernen quälen wir uns oft, und das Gedächtnis, das ja nicht auswählen kann, speichert dann alles mit Qual. Die Qual treffen wir folglich bei jeder Erinnerung in uns wieder, und wenn es zuviel Qual wird, schaltet die fürs Überleben zuständige Instanz im Menschen die Lernlust aus. Wenn wir dann immer...
Altötting: vhs | Wie helfe ich dem Kind
bei Legasthenie, ein guter Schreiber zu werden?
bei Dyskalkulie, ein guter Rechner zu werden?
bei Konzentrationsstörungen, sich zu konzentrieren?
bei Versagensängsten, stark und erfolgreich zu werden?
bei Enuresis (Einnässen), trocken zu werden?
bei ADHS, seine Kräfte zu beherrschen und zu lenken?
bei Langsamkeit, sicher, stärker, flotter zu werden?
Wie helfe ich dem Kind,
wenn es keine Freunde...
Traunreut: vhs | Unsere Körperfunktionen werden gesteuert über die Nervenleitungen, die aus der Wirbelsäule austreten. Wenn ein Organ nicht richtig funktioniert, müsste man eigentlich immer als erstes den Rücken anschauen und die Wirbelsäule auf Blockaden abfühlen. Schon 1 mm Wirbelverschiebung kann die Steuerung über die Nervenleitung ganz erheblich irritieren bis blockieren. Es geht also um sehr viel mehr als um Rückenschmerzen bei der...
Ulm: Naturheilverein Ulm/Neu-Ulm | Freitag, 18. Jan. 2013, 19:30 - 21:00 Uhr
Vortrag: Autosuggestion = eigener Einfluss für Gesundheit und Lebenserfolg
Franz-Josef Neffe, Diplompädagoge
Ort: Vereinsräume, Söflinger Str. 210
89077 Ulm
Zehntausende Hilfesuchende aus aller Welt kamen jedes Jahr zum Apotheker E.Coué nach Nancy. Durch Coués enorme Erfolge wurde Autosuggestion in wenigen Jahren eine weltberühmte Selbsthilfe-Methode. Von Coué gingen die...
Ulm: Naturheilverein Ulm/Neu-Ulm | Samstag, 26. Jan. 2013, 9:00 - 18:00 Uhr
Seminar: 1. Ulm/Neu-Ulmer Ich-kann-Tag
Mit Autosuggestion in Familie, Schule, Beruf und Gesundheit über sich hinauswachsen
Franz-Josef Neffe, Diplompädagoge, Pfaffenhofen
Ort: Vereinsräume, Söflinger Str. 210
89077 Ulm
Zum Inhalt:
Wenn wir vom Nachbarn Hilfe brauchen, fragen wir freundlich darum. Wenn wir von unseren eigenen Kräften & Talenten Hilfe brauchen, bearbeiten...
Kaub: Haus Elsenburg | Roland Conar, 13facher Weltmeister im Kickboxen und Initiator von "Starke Werte - starke Schüler",
Franz Josef Neffe, Autor der neuen Ich-kann-Schule und
die Familientherapeutin Heidrun Krebs stellen
in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung Rhein-Lahn Netzwerkstelle Kindeswohl und Kindergesundheit
praktische Lösungswege für die Probleme der Schulzeit vor.
Nicht wenige Menschen schleppen allzu viele in der Schule...