Dr. Leopold Herz - Agrarpolitik: Was Jungbauern erwarten

Dr. Leopold Herz, Abgeordneter des Bayerischen Landtags und Agrarpolitischer Sprecher der Fraktion der FREIEN WÄHLER besuchte den landwirtschaftlichen Betrieb von Christoph Linder in Rindegg bei Nesselwang. Der junge Landwirt hatte 2012 den Hof seiner Eltern übernommen. Bereits 2011 hat er den Bau eines Laufstalls mit Automatischem Melkstand in Angriff genommen. Aktuell hält er 50 Milchkühe und Jungvieh. Mit der Produktion von durchschnittlich 10.000 Kilo Milch je Kuh und Jahr zählt der Betrieb zu den leistungsfähigsten im Ostallgäu.

Linder, der ursprünglich den Beruf des Zimmerers erlernte, absolviert zurzeit die Ausbildung zum Landwirtschaftsmeister und wird im April 2014 seine Prüfung ablegen. Herz hat sich diesen Betrieb im Ostallgäu gezielt ausgesucht. Er will in seiner Eigenschaft als Agrarpolitischer Sprecher während der Legislaturperiode besonders das Gespräch mit jungen Landwirten suchen. Für die praxisnahe Wahrnehmung seiner Aufgabe möchte Herz Vorstellungen der Jungbauern von einer zukunftsorientierten, nachhaltigen und existenzerhaltenden Landwirtschaft und deren Erwartungen an die Politik sammeln.

Linder äußerte gegenüber Herz, dass er im Grunde mit der aktuellen Einnahmesituation zu recht käme. Beim Wegfall der Quotenregelung ab April 2015 rechne er zwar mit einem Preiseinbruch, hoffe aber, diesen mit seinem Betrieb auffangen zu können.

Kein Verständnis hat der junge Landwirt dagegen für die Regelung der Agrardieselerstattung. Während Landwirte in Frankreich ihre Traktoren mit billigem Heizöl betreiben dürfen, erhalten deutsche Landwirte lediglich eine Rückvergütung der Mineralölsteuer in Höhe von 21,48 Eurocent/Liter. Linder und der Abgeordnete Dr. Herz sind sich einig, dass eine europaweit gültige Anpassung längst überfällig ist.

Bei der Dachkonstruktion des Laufstalles musste Linder eine Schneelast von 600 kg/m2 wegen der Errichtung im Berggebiet berücksichtigen. In tiefer gelegenen Regionen würde eine Auslegung der Dachstatik auf 250 kg/m2 ausreichen. Die Mehrkosten in Berggebieten werden jedoch bei der Vergabe von Fördermitteln für entsprechende Baumaßnahmen nicht berücksichtigt. Das stellt eine Bevorzugung von Betrieben in tiefer liegenden Gebieten dar, die nicht hingenommen werden kann, meint Linder und stößt auf Zustimmung des Abgeordneten.

Der Agrarpolitische Sprecher der FREIEN WÄHLER, Dr. Leopold Herz beendete seinen Besuch bei Landwirt Christoph Linder mit der Bitte, ihm jederzeit Anregungen und Vorschläge aber auch Kritikpunkte zu übermitteln, die er dann in seine politische Arbeit einfließen lassen wird.
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