Jahresfahrt der Trekkinggruppe der ‘Strammen Kette‘ aus Gehrden nach Stade.

Trekkinggruppe der 'Strammen Kette' auf der Jahresfahrt.
 
Vor der Schwebefähre Osten-Hemmoor in Hemmoor
 
Mit der Schwebefähre in Osten an der Oste angekommen
Wennigsen (Deister): Andreas Feige | Die schon traditionelle Jahresfahrt der Trekkinggruppe führte 12 Teilnehmer-/innen von Freitag den 10.06 bis Montag 13.06.2016 nach Stade.
Die Hansestadt mit etwa 45.000 Einwohnern liegt am südwestlichen Ufer der Unterelbe, etwa 45 Kilometer westlich von Hamburg, am Rande des Alten Landes. Durch das Stadtgebiet fließt die Schwinge, die etwa vier Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums bei Stadersand in die Elbe mündet.
Stades malerische Altstadt mit dem den idyllischen Hansehafen umrahmt von prächtiger Fachwerkkulisse mit zahlreichen Cafés und Restaurants sowie vielen kleine Läden ist vollständig vom Wasser umgeben: Erhalten geblieben sind die Wallanlagen aus der Zeit, als die Stadt unter schwedischer Krone lebte.

Von Gehrden und Wennigsen aus erfolgte die Anreise mit privaten PKWs zu dem 200 Km entfernten Ziel.
Im Hotel Garni am Obsthof waren wir sehr gut untergebracht und starteten jeden Tag nach einem hervorragenden Frühstück zu unseren Ausfahrten.
Anders als im letzten Jahr wurde diese Jahresfahrt vollständig vom grünen Tisch aus geplant. So etwas kann durchaus für Überraschungen sorgen. Doch durch die gute Vorbereitung und die gelungene Doppelführung vom Team Tischer/Osenberg mit ihren „elektronischen Helfern“ fühlten wir uns in Stade und Umgebung fast wie zuhause und kamen dadurch gut und flüssig voran.

Freitag: Stade - Schwebefähre Osten-Hemmoor - Stade: 61 km
Nach unserer Ankunft konnten wir direkt unsere Zimmer im Hotel beziehen und sind dann sogleich zu unserer 1. Tour gegen 14:00 gestartet.
Wir radelten durch landwirtschaftlich geprägtes Gebiet überwiegend bestehend aus flachen Marschland und durch Reste ursprünglicher Moore bis wir unser Ziel die älteste Schwebefähre Deutschlands (1909) erreichten.
Sie überquert den Fluss Oste zwischen der Stadt Hemmoor und der Gemeinde Osten und ist das markanteste Bauwerk im Elbe-Weser-Dreieck. Seit mehr als 100 Jahren überragt hier ein 38 Meter hohes Portal aus Stahlfachwerk den Fluss mit einer Länge von 80 Metern. Der "Eiffelturm des Nordes", wie die Schwebefähre auch genannt wird, wurde so hoch gebaut, damit die vielen Segelschiffe mit ihren hohen Masten, die damals den Fluss befuhren, gefahrlos unter ihr hindurch fahren konnten.
Wir schoben unsere Fahrräder auf die Gondel der Schwebefähre und schwebten damit langsam über die Oste.
Die interessanten Gespräche mit der einheimischen Besatzung der Schwebefähre und dazu eine Runde Fährmannschnaps machten diese Überfahrt zu einem bemerkenswerten Erlebnis.
Danach radelten wir an den Deichen der Oste entlang durch die flachen Marschwiesen bis wir am Abend Stade erreichten. Wir ließen den Tag bei einem gemütlichen Abendessen in Valentino‘s Pizza Bar ausklingen.

Samstag: Stade – Finkenwerder – Hamburger Hafen - Lühe-Schulaufähre – Stade : 84 Km
Die heutige Rundtour führte uns zuerst an der linken** Elbseite flussaufwärts durch das ’Alte Land‘ bis nach Finkenwerder. Große Containerschiffe und kleine Segelboote begleiten uns ein Stück unseres Weges.
Zur rechten Hand konnten wir den Obstgarten ‘Altes Land‘ mit den prächtigen Fachwerkhäusern bewundern.
Das einst von Holländern entwässerte tiefliegende Land wird intensiv durch Obstbau bewirtschaftet.

Die Elbinseln Hanskalbsand und Neßsand setzten grüne Farbtupfer in den blaugrauen Strom. Bevor wir nun den
Fähranleger Finkenwerder erreichten, hatten wir noch ein bemerkenswertes Erlebnis. Just in dem Moment wo wir in Finkenwerder das Airbus-Gelände passierten wollten, landete eines dieser Riesen-Transportflugzeuge Beluga! Das war echt beeindruckend! Darauf folgte von Finkenwerder aus eine schöne ausgiebige Fährfahrt mit mehreren Anlegern und schließlich Einlauf in den Hamburger Hafen. Wunderschön war die Skyline von Hamburg zu sehen, mit der typischen Hafenoptik, dem Container-Terminal, den riesen Trockendocks -eines sogar mit der Queen-Elisabeth 2-, der Elb-Philharmonie bis hin zu den Hamburger Landungsbrücken und den Groß-Seglern davor.
Hier war auf Grund der riesigen Menschenansammlungen kein Fahrradfahren möglich. Wir schoben unsere Fahrräder Richtung Fischmarkt und nach einem leckeren Fisch-Imbiss beim urigen „Eier Karl“ ging es auf der rechten Elbseite flussabwärts über Blankenese bis zum Schulauer Fährhaus.
Hier setzten wir mit der Fähre an das gegenüberliegende Elbufer nach Lühe über.
Ein großer Fischmarkt mit leckeren Fischgerichten erwartete uns direkt am Anleger.
Die Gelegenheit frischen Fisch direkt an der Elbe zu genießen ließen wir uns natürlich nicht nehmen.
Der Rest der Rücktour führte uns auf dem Elberadweg an der Elbinsel Lühesand vorbei zurück nach Stade.
Den Abend verbrachten im Biergarten eines Lokals im Hansehafen an der Schwinge.

(** Die linke Seite eines Fließgewässers ist jene Seite, die sich in Fließrichtung – also von der Quelle zur Mündung hin gesehen – links befindet.)

Sonntag: Stade - Wischhafen - Stade: 56 Km
Da die Wetter-App für Vormittag leichten Regen prophezeit hatte, entschlossen wir uns zu einem entspannten Bummeln durch die historische Altstadt von Stade.
Nach einer kurzen Mittagspause in einem Café am Stader Fischmarkt brachen wir gegen 14:00 zu unsere letzten Ausfahrt in Richtung Wischhafen auf, welches an der Deutschen Fährstraße an der Süderelbe liegt.
Der Weg dahin führte uns nordwärts auf gut ausgebauten Radwegen, begleitet von mächtigen Deichen auf der linken Seite und rechts der Blick auf das viel befahrene Fahrwasser der Elbe mit den Elbinseln Pagensand und Schwarztonnensand. Nach der Überquerung von Krautsand erreichten wir gegen 16.00 Uhr den Fähranleger in Wischhafen. Hier besteht die einzige Elbquerung nördlich von Hamburg die Niedersachsen und Schleswig-Holstein(Glückstadt) verbindet. An dieser Stelle ist die Elbe knapp 3 km breit. Hier, wo die Elbe immer breiter wird, konnten wir die eine oder andere Nordseebrise bereits erahnen.
Wir stärkten uns hier noch mit einem hervorragenden Krabben-Imbiss eher wir die Rücktour antraten.
Wieder ging die Fahrt durch das überwiegend flache Marschland (Elbmarschen) und durch Reste ursprünglicher Moore. Trotz ständigen Gegenwindes und der hier teilweise löchrigen Radwege erreichten wir gutgelaunt unser Hotel.
Am Abend sahen wir uns nach einem gemeinsamen Abendessen das EM-Vorrundenspiel zwischen Deutschland und der Ukraine an.

Montag: Nach dem Frühstück fuhren wir wieder nach Gehrden bzw. Wennigsen zurück.
Begleitet von positiven Gedanken an die schönen Touren der vergangenen Tage.

Re¬sü¬mee:
Wir fuhren auf einsamen Landstraßen, auf befestigten und unbefestigten aber gut befahrbaren Wegen.
Auch einige kurze Kopfsteinpflasterabschnitte waren kein Problem. Gelegentlich mussten wir an einer hochgezogenen Klappbrücke warten bis das Schiff die Brücke passiert hatte.
Unsere Touren eröffneten uns immer wieder schöne Bilder von Deichen, die das Hinterland vor Überschwemmungen schützen und ausgedehnte Wiesenflächen, die durch schmale Entwässerungsgräben geteilt werden.
Weiträumig flache Naturräume mit einsamen Bauernhöfe und beschauliche Dörfer, Schafsherden auf Deichen,
Kühe und Pferde auf Weiden und Möwen in der Luft ließen uns sehr entspannt radeln.
Hier offenbarte sich die natürliche und kulturelle Vielseitigkeit einer Flusslandschaft, wie sie faszinierender kaum sein könnte.
So können wir auch wie nach der letzten Jahresfahrt 2015 nach Nienburg feststellen:
Auch diese Jahresfahrt war wieder ein schönes, abwechslungsreiches, gemeinsames Erlebnis, dass wir so schnell nicht vergessen werden und sie wird uns auch Motivation für unsere weiteren wöchentlichen Ausfahrten sein!
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