Eine besinnliche kleine Geschichte aus der Vorweihnachtszeit!

von Udo Pohl aus Wennigsen | am 21.12.2009 | 340 mal gelesen | 4 Kommentare | 0 Bildkommentare | 0 Bilder

Hurra, ich darf das erste Fenster meines Adventskalenders öffnen. Ein Schokoengelchen. Ich liebe die Vorweihnachtszeit, dazu ein zärtlicher Kuss von meinem Engelchen. Adventszeit ist so romantisch. Kollege Teufelmann erzählt mir von seinem Adventskalender mit kleinen Geschenken. Heute fand er eine Armbanduhr. Ich hatte ein Schokoherz. Teufelmann erzählt schmutzige Adventswitze. Habe aus Höflichkeit mitgelacht. Unsere Fräulein Wichtelzweig sah pikiert zu Boden. Schenke meinem Engelchen einen neuen Wischmopp zum Nikolaus. Sie scheint sich nicht richtig zu freuen. Teufelmann kommt mit einem Nikolauskostüm und verteilt Schokolade und Kondome. Ich schiebe die Kondome unserem Fräulein Wichtelzweig zu. Schutz ist heute so was von wichtig für die Jugend. Aber ich muss wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zum Chef. Eintrag in die Personalakte wegen Nikolauskondom. Meine Liebste ist wieder fröhlicher. Zumindest, bis ich aus Versehen statt der Kerze den Adventskranz anzünde. Auf meinem Arbeitsplatz liegen zwei Kondome. Alle grinsen. Schnell eingesteckt, bevor Fräulein Wichtelzweig sie sieht. Schokohase bleibt mir im Halse stecken. Engelchen hat die Kondome in der Tasche gefunden. Fräulein Wichtelzweig kommt im Minirock. Macht sie das extra? Teufelmann pfeift ihr hinterher. Blöd, dass sie mich anguckt, als sie sich umdreht. Fast am Schokoherz verschluckt. Termin morgen beim Boss. Er glaubt mir nicht, dass ich Fräulein Wichtelzweig nicht hinterher gepfiffen hab. Zweite Eintragung in die Personalakte wegen sexueller Belästigung. Engelchen hat mit der Frau eines Kollegen telefoniert. Meine Erklärungsversuche scheitern an ihrem Schweigen. Termin bei der Frauenbeauftragten. Biete ihr mein Schokoglöckchen an. Sie empfiehlt mir, einen großen Bogen um junge Kolleginnen zu machen. Engelchen ist zurück zu ihrer Mutter. Hab mit ihr telefoniert. Nach langem Betteln ist sie zurückgekommen. Dummerweise hat der Stress Potenzprobleme ausgelöst. Zur Versöhnung essen wir Schokolade aus dem Kalender. Der Versuch, mich bei Fräulein Wichtelzweig mit einem Schokoweihnachtsmann zu entschuldigen, scheitert. Sie läuft weinend zur Frauenbeauftragten. Teufelmann reißt Pädophilenwitze. Kollegen sehen mich lachend an. Ich zerkrümele meinen Schokotannenbaum unter dem Schreibtisch. Kleiner Umtrunk. Teufelmann gibt einen aus, haut mir auf die Schulter, so dass ich mein Glas verschütte. Laufe aufs Klo, versuche die Hose zu waschen. Verdammt, falsche Tür! Stehe in Unterhose vor Fräulein Wichtelzweig. Sie hat wieder den Mini an. Immerhin: Die Potenzprobleme scheinen vorbei zu sein. Ich lese zum dritten Mal die Kündigung während, Engelchen weinend ihre Sachen packt. Vergesse zum ersten Mal, mein Türchen zu öffnen. Ein Nachbar wünscht mir frohe Feiertage. Ich haue ihm ein blaues Auge. Habe kurz darauf selber eins, weil der Freund von Fräulein Wichtelzweig auf einen Sprung vorbeikam. Polizei steht vor der Tür. Ich hätte den Weihnachtsmann im Supermarkt nicht zwischen die Beine treten sollen. Ich bewerfe die Polizisten mit dem brennenden Weihnachtsbaum. Jetzt feiere ich Weihnachten mit Sternkopf in der Zelle. Sternkopf ist sehr nett; er mag mich. Ich schenke ihm mein Schokoherz. Er sagt, er habe auch ein Geschenk für mich. Es wäre ein Geschenk für jeden Tag und hätte was mit der Rute zu tun. Aber warum muss ich mich vor ihm hinknien, um es auszupacken?

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4 Kommentare zum Beitrag
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Das echte Ekel mit Herz aus Peine am 21.12.2009 um 18:48 Uhr  
11.200
Horst Schmiedchen aus Wennigsen am 21.12.2009 um 18:57 Uhr  
1.542
Udo Pohl aus Wennigsen am 21.12.2009 um 19:10 Uhr  
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Jürgen Bruns aus Lehrte am 22.12.2009 um 09:31 Uhr  
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