Tugce A. - junge Frau mit Zivilcourage totgeprügelt

Der Mord an Tugce A. in Offenbach beschäftigte auch den Hessischen Landtag. Die Abgeordneten dort haben die Tat nicht verstanden (oder aus politischer Korrektheit nicht verstehen wollen). Solche emotionslosen Gefühlskrüppel möchte man eigentlich nicht als Volksvertreter haben. Und dennoch: Die Wähler haben genau diese Leute gewählt und haben das bekommen, was sie gewählt haben. Wer vernünftige Volksvertreter haben möchte, die unser aller Werte, Moral und Ethik verkörpern, darf eben keine der Altparteien wählen.

Die Freien Wähler Frankfurt haben dazu eine Stellungnahme veröffentlicht, die ich hier einmal wiedergeben möchte:

Frankfurt/Main, 28.11.2014

Die tote junge Frau und die "politisch Korrekten"


Verlogene Reaktionen nach einem vermeidbaren Totschlag

An ihrem heutigen 23. Geburtstag ist die Gelnhäuser Studentin Tugce Albayrak ihren schweren Kopfverletzungen im Klinikum Offenbach erlegen. Der Tod einer hoffnungsvollen, intelligenten und schönen Frau erschüttert die gesamte Rhein-Main-Region und die Menschen weit darüber hinaus. Tugce Albayrak hat nicht nach einem Unfall ihr Leben verloren, sondern durch den Fausthieb eines 18-jährigen Schlägers mit Namen Sanel M. Er ist der Polizei bereits einschlägig wegen krimineller Delikte, darunter gefährlicher Körperverletzung, als Intensivtäter bekannt.

Sanel M. ist offenbar ein muslimischer Serbe mit kosovarischen oder bosnischen Wurzeln. Darauf deuten jedenfalls die dokumentierten, ebenso widerwärtigen wie aufschlussreichen „Solidaritätsbekundungen“ seiner Offenbacher Freunde auf Facebook hin. In den Medien wird Sanel M. nur als Serbe bezeichnet. Der geringen Mühe, die Herkunft des Täters etwas näher zu betrachten, hat sich bislang kein Journalist der „Qualitätsmedien“ unterzogen. Tugce Albayrak hatte türkische Wurzeln und war offenbar eine bestens integrierte Frau, die den Lehrerberuf anstrebte.

An dem verhängnisvollen Tag, der zu ihrem frühen Tod führte, versuchte sie vor einem Schnellrestaurant einen Streit zu schlichten. Zuvor waren zwei noch unbekannte Mädchen von dem Täter und seinen Freunden bedrängt worden. Tugce Albayrak zeigte Zivilcourage, den sie mit dem Verlust ihres noch so jungen Lebens bezahlen musste. Die Empörung und das Entsetzen der Öffentlichkeit, das vielfach gezeigte Mitleid mit dem Schicksal der Familie sind nur zu verständlich. Diese Emotionen werden in den Medien durchaus dokumentiert. Hingegen ist dort bislang wenig zu lesen und zu sehen von der Wut und dem Zorn darüber, dass ein Intensivtäter wie Sanel M. erst ein Menschenleben und das Glück einer Familie zerstören musste, um (vorerst) hinter Gitter zu kommen. Es ist zu hoffen, dass der Totschläger trotz seiner Jugend mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft wird und nur nach einer grundlegenden Änderung seines verdorbenen Wesens wieder - wenn überhaupt - auf die Menschheit losgelassen wird.

Auch der Hessische Landtag und andere Personen haben sich mit dem traurigen Ereignis von Offenbach beschäftigt. Wenn ich einem Bericht darüber in der Rhein-Main-Zeitung der FAZ vom 28. November 2014 vertrauen darf, dann hat keine der darin zitierten Personen den Charakter der Bluttat verstanden. Und mein dringender Verdacht ist: Keiner dieser zitierten Personen hat, unter dem freiwillig akzeptierten Diktat der „Politischen Korrektheit“, etwas verstehen wollen.

Das beginnt mit dem Landtag insgesamt, denn der hat sich „einmütig dafür ausgesprochen, Gewalt gegen und Diskriminierung von Frauen entschiedener zu bekämpfen.“ Eine SPD-Abgeordnete fühlte sich bemüßigt zu sagen: „Wir leben in einer zutiefst frauenfeindlichen Welt“. Und eine grüne Abgeordnete meinte, „der Stellenwert der Frauen müsse auch im alltäglichen Dialog und Umgang erhöht werden.“ Rednerinnen der Regierungsfraktionen CDU und Grüne wiesen laut dem FAZ-Bericht darauf hin, „dass für Frauenhäuser und Beratungsstellen nach sexueller Gewalt in dieser Legislaturperiode mehr Geld zur Verfügung stehe als bisher.“

Kurzum: Der schreckliche gewaltsame Tod einer jungen Frau wurde parteiübergreifend im Hessischen Landtag dazu missbraucht, gender-ideologischen Müll der miesesten Art abzusondern. Verachtenswerter kann sich die Unfähigkeit zu Trauer und Empörung über eine vermeidbare Tat nicht artikulieren. Diese von den Steuerzahlern hochalimentierten Phrasendrescherinnen in Wiesbaden haben allesamt nicht im Geringsten verstanden, dass es einem Totschläger wie Sanel M. völlig egal war, ob er bei seinem Schlag einen Mann oder eine Frau treffen würde. Es gibt in den letzten Jahren schließlich Fälle genug, in denen Männer ihre Zivilcourage in ähnlichen Situationen mit dem Leben oder ihrer Gesundheit bezahlen mussten. Der Täter von Offenbach konnte höchstens bei seinem weiblichen Opfer noch risikoloser agieren als bei einem männlichen Widerpart.

Doch die Rednerinnen im Landtag wollten und wollen gar nicht wirklich etwas über die Tat und den Täter wissen – für sie war es nur ein Anlass, ihre Ignoranz gegenüber bedrohlichen gesellschaftlichen Entwicklungen in hohler Rhetorik zu verbergen. Als ähnlich entlarvend kann die Äußerung des Offenbacher Bürgermeisters Peter Schneider (Die Grünen) gewertet werden, den Angriff auf Tugce Albayrak verurteile er als „absolut inakzeptabel“.

Wenn ein verantwortlicher Politiker so „absolut inakzeptabel“ seine Reaktion auf den gewaltsamen Tod eines Menschen mit Zivilcourage dokumentiert, dann disqualifiziert er sich für alle Zeiten. Armes Offenbach, das mit solchen Emotionskrüppeln bestraft ist. Armes Hessen, das von so furchtbar ignoranten Landtagsfrauen vertreten wird. Nur gut allerdings, dass es so viele Menschen gibt, die an dem Tag des Todes von Tugce Albayrak voller Mitgefühl, Trauer, Entsetzen, aber auch voller Empörung und Wut sind, einen wertvollen Menschen verloren zu haben, weil Typen wie Sanel M. frei herumlaufen und bei Gelegenheit auch töten dürfen.


Wolfgang Hübner
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Giacomo D. aus Erlangen | 30.11.2014 | 21:17  
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