Heimat- Kulturverein Bredenbeck e.V.: Auf den Spuren der Kalksteinbahn im Deister

Mitglieder des Heimat- Kulturvereins Bredenbeck e.V. vor dem Start
Wennigsen (Deister): Deister | Auf den Spuren der Kalksteinbahn befand sich am Wochenende, 17.05.2014, der Heimat- und Kulturverein Bredenbeck. Vereinsmitglied Herbert Städtler hatte sich auf Wunsch vieler Vereinsmitglieder bereit erklärt eine geführte Wanderung durch den Deister durchzuführen. Von dem einstig betriebsamen Industrieort ist am ehemaligen Kalkwerk nicht mehr viel zu sehen. Mehr als zwei marode Wohngebäude sind nicht geblieben. "Man kann sich nicht vorstellen, dass zur Blütezeit ab Mitte des 19. Jahrhunderts 350 bis 400 Menschen hier beschäftigt waren. Begonnen hat der Abbau von Rohstoffen im Kniggeschen Forst um 1800", berichtete Herbert Städtler. Sehr detailliert schilderte er, wie es zu früheren Zeiten hier am Kalkwerk aussah und wie hart die Arbeiten verrichtet wurden. Mit seinem fundierten Wissen erstaunte er selbst „alte“ Bredenbecker. Die zum Verfeuern notwendige Steinkohle wurde aus den umliegenden Tiefbauschächten „August“ und „Karl“ gefördert.
Den Brandweg hoch ging es zum Bremsberg. Dort sieht man heute noch die Fundamente der Bremsscheibe. "Mal ehrlich, welcher Bredenbecker hat diese Fundamente schon mal bemerkt?", staunte Günter Deitermann. An einem Drahtseil befestigte Loren voller Gestein sausten hinab zum Kalkwerk, während auf der anderen Seite die leeren Loren an diesem Seil wieder hinauf gezogen wurden. Weiter ging es auf dem alten Gleisweg der Kalksteinbahn, unterhalb des Lokomotivbrunnens. Mit dem Quellwasser aus diesem Brunnen wurde damals die Dampflok befüllt - daher der Name Lokomotivbrunnen.
Weiter ging es zum „Frühstücksplatz der Jäger“, der sich am Gleisweg  Ecke Frauenweg befindet und dann weiter zum „Tunnel“. Durch diesen Tunnel fuhr damals die Kalksteinbahn bis zum Steinbruch. Die im Tagebau gewonnenen Stücke mussten per Hand in die Loren geworfen werden. Zurück ging es dann mit den vollen Loren bis zum Bremsberg, um diese von dort mit der Seilwinde talabwärts zu befördern.
Nach der geschichtlichen, etwa acht Kilometer langen Wanderung lud Magret Butzke die Interessierten zu Kaffee und Kuchen ein. Dort waren sich alle Beteiligten einig, dass diese Führung  im nächsten Jahr wiederholt werden sollte.

Text und Fotos Günter Deitermann
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