Wanderung zum Süllberg mit Fernsichten in alle Himmelsrichtungen

Wennigsen (Deister): Wennigsen | Eine Wanderung ganz besonderer Art unternahmen zwanzig Wanderer des Kneipp-Verein Wennigsen/Gehrden e.V. am 13. Juni 2014 in die östlichen Ausläufer des Deisters unter der Leitung von Gisela Gehrmann. Die 12 km lange Strecke startete in Holtensen an der Kirche und führte entlang des Naturerlebnispfades „Holtenser Doppel-8“. Dieser als Rundweg angelegte Pfad zeigt hautnah an 16 Stationen ökologische Zusammenhänge auf und stärkt das Umweltbewusstseins.

Weiter ging es entlang an Ackerflächen und Laubwäldern. Der Weg wurde begleitet von fantastischen Aussichten über das Calenberger Land und vom herrlichen Panorama des Deisterhöhenzuges. Der leicht ansteigende Weg zum 198 m hohen Süllberg, an dessen Berghängen bzw. -füßen die Dörfer Bennigsen, Lüdersen, Holtensen und Richtung Deister, Bredenbeck und Steinkrug liegen, führte unterwegs an einem großen Findling mit dem Dorfwappen aus Löwenkopf und Tonkessel vorbei; eine Erinnerung an die Zeit, als hier noch Töpfereien arbeiteten. Die Route verlief um den Süllberg herum; entlang mächtiger Eichen und Buchen und später auf einem gut erkennbaren Pfad durch den Wald. Zwischendurch fiel der Blick auf Bennigsen und hinüber zum Kleinen Deister sowie zu den Höhen des Hildesheimer Landes. Am Wegesrand traf die Gruppe auch auf das Naturdenkmal der über 250 Jahre alte Rudolf-von-Bennigsen-Eiche, die 1911 zur Erinnerung an den Reichstagsabgeordneten und späteren Oberpräsidenten der Provinz Hannover auf dessen Namen getauft wurde, allerdings Anfang 2013 einem Sturm zum Opfer fiel.
Eine weitere Besonderheit am Wegesrand liegt hinter einem hohen Zaun; in der Zeit des Kalten Krieges wurde hier 1965 ein vor radioaktiver Strahlung und giftigen Gasen geschützter unterirdischer Fernmeldeknotenpunkt der Bundeswehr errichtet. Und auf der Bergkuppe befand sich im Zweiten Weltkrieg eine Flugabwehrstellung.

Im Verlauf der Wanderung, nach einem kleinen Anstieg, überraschte schließlich die grandiose Fernsicht auf die fast zu Füßen liegende Skyline von Hannover. Das grüne Dach des neuen Rathauses war ebenso gut zu erkennen, wie all die anderen markanten Gebäude der Landeshauptstadt.

Der krönende Abschluss dieser Wanderung war allerdings die Kaffeetafel im versteckten 5.000 qm großen Garten von Frau Dorn oberhalb von Lüdersen. Ein Garten mit Rosen, Clematis und Stauden in umwerfender Vielfalt: das Tor dieses insektenfreundlichen Gartens öffnete sich für die Kneippianer. Die Wanderer kamen aus dem Staunen kaum heraus; idyllisch gelegene Gartentische luden nach dem Rundgang ein, Platz zu nehmen, um es sich bei Kaffee und Kuchen, den die Wanderführerin vorab dort deponiert hatte, gut gehen zu lassen. Diese Überraschung war geglückt und benommen vom Anblick dieses zauberhaften Gartens machten sich die Kneippfreunde schließlich auf den Weg, um im Schein der abendlichen Sonne zurück nach Holtensen zu wandern.
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