Wanderung zu den Bodefällen im Harz (06.07.2016)

Wennigsen (Deister): Kneipp-Treffpunkt | Gut gerüstet mit Wanderschuhen und -Stock erkundete der Kneipp-Verein Wennigsen/Gehrden e.V. unter der Leitung von K.-H. Hennies im Juli eine neue Wanderroute durch die immer wieder einladende Bergwelt rund um Braunlage. Diese ca. 7 km lange Tour begann unter Inanspruchnahme von Bahn und Bus am Haltepunkt Königskrug im Oberharz auf ca. 760 m ü. NN.

Der Weg durch die duftenden Tannenwälder führte über die Kleine Bode bis zur Alfred-Rieche-Schutzhütte auf einer kleinen Höhenlichtung, die zur Rast bei herrlichem Sonnenschein einlud. Unmittelbar neben dem Rastplatz fließt die große Bode unter der steinernen Bärenbrücke hindurch. Gestärkt begab sich die Gruppe sodann auf den malerischen naturbelassenen Weg flussabwärts. Das rauschende Wasser entpuppte sich zu einem motivierenden Wegbegleiter. Über eine schmale Holzbrücke ging es weiter zum reizvollen Oberen Bodefall. Die zwanzig Wanderer freuten sich über einige Bänke, um das Sprudeln des Wassers über die Granitblöcke in Ruhe zu genießen, was nach starken Regenfällen oder nach der Schneeschmelze sicherlich noch imposanter ist.

Durch Mischwald aus Buchen, Schwarzerlen, Weiden und Fichten erreichten die Wanderer dann den Unteren Bodefall über eine schmale Holzbrücke über den Harzfluss; beide Wasserfälle sind durch massive Granitblöcke gekennzeichnet. Zwischen den beiden Bodefällen, wo die Warme Bode durch die Vereinigung der Kleinen Bode mit der von rechts herunter sprudelnden Großen Bode beginnt, steht rechts des Weges der Venedigerstein. Dieser Stein stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert, als südländische Erzsucher auf geheimer Mission unterwegs waren. Viele Harzer Sagen ranken sich um diese fremdländischen und geheimnisvollen Männer, die wohl im Auftrag von Glas- und Schmuckmanufakturen aus Venedig unterwegs waren, um Metalle und Minerale zu prospektieren. Ihre Fundorte kennzeichneten sie in Fels und Stein. Am Ende der Wanderroute durch den Wald erreichten die Kneippfreunde die Talstation der Wurmberg Seilbahn.

In Braunlage gab es zum Abschluss dieser Wanderung traditionell Café und Kuchen und bis zur Abfahrt des Busses nutzten einige Kneippfreunde noch die Gelegenheit, sich im Kurort umzusehen oder einen Blick in die Trinitatis-Kirche zu werfen, die im Inneren ein wundervolles Fachwerk aufweist.
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