Wanderung auf dem Bergmannsweg - Etappe III (28.05.2015)

Wennigsen (Deister): Wennigsen | Der Kneipp-Verein Wennigsen/Gehrden e.V. wanderte am 28. Mai 2015 unter der Leitung von Kurt Rennert auf der dritten Etappe des historischen Bergmannsweg bei Coppenbrügge. Nachdem in den letzten Jahren bereits die beiden ersten Etappen auf großes Interesse gestoßen waren, ging es nun entlang des Teilstücks Brüninghausen – Altenhagen und zurück durch Wald und Flur (insgesamt ca. 10 km).
Rund um den Deister, Süntel, Nesselberg und Osterwald bestand bereits in vorindustrieller Zeit ein Gewerberevier aufgrund der Vorkommen an Steinkohle, Ton, Sand- und Kalkstein. Das alte beinahe vergessene Fahr- und Fußwegenetz für den Transport von Materialien und den Weg der Menschen zur Arbeit wurde durch das Engagement der Brüder Vespermann aus Dörpe für das Projekt „Bergmannsweg“ genutzt. Aufgrund ihrer persönlichen Erinnerungen an den Steinkohlebergbau über ihren Vater rekonstruierten sie den Weg der Bergleute mit Unterstützung von Gemeinden und Sponsoren zu einem außergewöhnlichen Natur- und Erlebnispfad.

Ausgangspunkt war der Wanderparkplatz „Tivoli“ am Ortsrand von Dörpe, wo früher die Kohle gewaschen wurde. Der Streckenabschnitt des insgesamt 21 km langen Bergmannsweges zwischen Bad Münder und Osterwald, der durchgängig mit einem Bergmann auf gelbem Untergrund gekennzeichnet ist, führt u.a. auf Waldwegen über den Nesselberg durch sonnendurchflutete Laubwälder zur historischen Spurensuche.
Nach einer ersten kleinen Rast unter einem einladenden Weidenbaum oberhalb von Brüninghausen führte die Wanderung vorbei an zahlreichen Informationstafeln zur Bergbaugeschichte und zum Thema Natur. Die Kneippianer waren begeistert von den zahlreichen fantastischen Panoramablicken weit ins Land zu den umliegenden Mittelgebirgszügen, z.B. dem Ith, Süntel, Katzberg sowie dem kleinen Deister.
Die abwechslungsreiche Teilstrecke endete in Altenhagen mit den wunderschön restaurierten alten Häusern. Eine Überraschung war die Führung in der St. Vincenz Kirche mit der ältesten fast unverändert erhaltenen Orgel aus dem Jahr 1844 des bekannten Orgelbauers Philipp Furtwängler aus Elze.

Während des eindrucksvollen Lehr- und Erlebniswegs wurde die Wanderung des Kneipp-Vereins bei Café und Kuchen im Dorf-Kultur-Erbe Haus in Altenhagen unterbrochen. Zurück zum Parkplatz führte die Wanderstrecke mit geänderter Blickrichtung erneut durch den abwechslungsreichen Wald, wo der lehmbraune Boden noch daran erinnert, dass an Osterwald und Nesselberg einst getöpfert wurde. Allein in Dörpe gab es im 18. Jahrhundert fünf Töpfereien.
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