Wanderung am Sebastian-Kneipp-Tag (17.05.2016)

Allerwanderung
Wennigsen (Deister): Kneipp-Treffpunkt | Am 17.05.1821 wurde der naturheilkundliche Vordenker Sebastian Kneipp geboren und am s.g. Sebastian-Kneipp-Tag gedachte der Kneipp-Verein Wennigsen/Gehrden e.V. seines 195. Geburtstages während eines Wanderausfluges mit 25 Kneippfreunden nach Celle. Vom Bahnhof aus wanderte die Gruppe unter der Leitung von Gisela Gehrmann am Schloss entlang durch die Altstadt. Unterwegs in den gepflegten Triftanlagen entdeckten die Ausflügler Exponate, die darüber informieren, dass Celle das europäische Zentrum der Erdöl-, Erdgas- und Erdwärme-Wirtschaft ist und zwar mit mehr als 50 zum Teil internationalen Unternehmen.

Mit der Überquerung der Aller gelangten die Kneippianer in ein den meisten bisher unbekanntes Naturschutzgebiet. Die Wanderstrecke verlief größtenteils entlang der Aller, gesäumt von Erlen, Schilfrohr und saftigen Wiesen. Im Verlauf des Weges wurde dann der Fluss Lachte überquert, der in die Aller mündet. Diese reizvolle Auenlandschaft mit zahlreichen Tümpeln, Weihern, Seen und Altwässern entstand durch frühere wiederkehrende Überschwemmungen. Erst später entstand aus der waldreichen Urlandschaft die jetzige naturnahe Kulturlandschaft mit Wiesen, seltenen Pflanzen am Wegesrand und Bäumen, die der Natur überlassen bleiben, u.a. ein Lebensraum für seltene Vögel.

Die idyllische Wanderung durch die Allerniederungen entsprach dem diesjährigen Kneipp-Motto „Kneipp-Work-Balance“, denn die seelische Gesundheit ist wesentlicher Bestandteil des Kneippschen Gesundheitskonzeptes. Und zu einem Kneippausflug am Sebastian-Kneipp-Tag passt natürlich auch der Besuch des am Wegesrand liegenden Heilpflanzengartens von Celle, der die Kneippianer zu einem Rundgang und einer Picknickpause einlud. Danach durchquerten die Wanderer die Allee des wunderschönen französischen Gartens und erreichten über die Sebastian-Kneipp-Straße die Wassertretstelle von Celle. Hier wurden die Kneippianer von einigen ortsansässigen Kneippfreunden herzlich am „Sebastian-Kneipp-Tag“ empfangen. Die Erfrischung beim Wassertreten kam nun vielen Anwesenden willkommen, denn das Wasser ist ein wichtiges Fundament für unser gesundes Leben, ein Naturheilmittel, das Sebastian Kneipp auch den Namen „Wasserdoktor“ gab. Das Wassertreten ist am bekanntesten, aber auch die anderen fünf Säulen der Kneippschen Lehre - Lebensordnung, Bewegung, Ernährung und Heilpflanzen - bleiben ein Vorbild für gesundheitsbewusste und soziale Menschen.

Im Anschluss an die Einkehr im Café Müller direkt am Rand der Altstadt, führte der Rückweg erneut durch den Französischen Garten zum Neuen Rathaus, einem ehemaligen Garnisonsgebäude, das imposant in einem kleinen Park steht. Entlang des Flüsschens Fuhse wurde schließlich der Bahnhof erreicht und mit dem Zug ging es zurück in die Heimat.
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