Wanderfreizeit im Harz (02.-05.06.2016)

Wennigsen (Deister): Kneipp-Treffpunkt | Zur diesjährigen viertägigen Wanderfreizeit im Harz starteten 16 Wanderfreunde des Kneipp-Verein Wennigsen/Gehrden e.V. bei starkem Regen Richtung Harz. Aber kaum war der Ausgangspunkt bei St. Andreasberg, das Internationale Haus Sonnenberg 800 NN, mit Fahrgemeinschaften erreicht und der Teller leer gegessen, erschien für die folgenden Tage Frau Sonne, um die Wandergruppe zu begleiten. Zum Eingewöhnen an das Hochgebirgsklima, das hier einer Höhe von 1.600 NN entspricht, ging es Richtung St. Andreasberg über die gerade jetzt im Juni in den schönsten Farben blühenden Bergwiesen zur Grube Samson mit einem Besuch des ehemaligen Silber-Bergwerks unter Tage sowie einer Museumsbesichtigung. Die dortige Führung ließ erahnen, unter welch harten Bedingungen früher in den Harzer Bergwerken gearbeitet wurde.
In Europas größter und ältester Bergbauregion befindet sich eine beeindruckende Kulturlandschaft. Neben dem reichen Kulturerbe von Architektur und Städtebau, Fördertürmen etc. prägen vor allem die kilometerlangen Stollensysteme das größte, vorindustrielle Energieverbundsystem der Welt, die Oberharzer Wasserwirtschaft in der Harzer Berglandschaft.
Auf dem Höhenwanderweg rund um St. Andreasberg erkundeten die Wanderer die interessante Natur- und Kulturlandschaft. Die wunderschön blühenden Bergwiesen stehen seit Jahren unter Naturschutz und dürfen erst zur Sonnenwende gemäht werden. Die Vielfalt der bunten Blumen kennen wir von unseren heimischen Wiesen kaum noch.
Zahlreiche Informationstafeln zu den geschichtsträchtigen Vorkommnissen entlang des Wegenetzes geben Aufschluss über diese interessante Gegend. Auch ein Anstieg über die Klippen am Goetheplatz stand mit auf dem Programm. Der Graben-Wanderweg führte hier vorbei am geologisch interessanten Platz und eine Einkehr am Rehberger Grabenhaus, das es seit 1772 gibt, durfte natürlich auch nicht fehlen. Hin und wieder fiel der Blick auf den Brocken bei bester Fernsicht. Diese wiederkehrenden weiten Ausblicke über blütenreiche Bergwiesen gehörten zum „Rahmenprogramm“. Die Schönheit und Eigenart dieser farbenprächtigen Wiesen versetzten die Kneippianer immer wieder ins Staunen und luden zum Verweilen ein.
Höhepunkt einer Wanderroute war der Oderteich im Bereich der Oberharzer Wasserbaukunst, Teil des UNESCO-Welterbes im Harz, und größter aller Oberharzer Teiche, nördlich von St. Andreasberg gelegen. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde der Rehberger Graben zur Lebensader für den St. Andreasberger Silberbergbau, denn seit fast 300 Jahren leitet er das Wasser des Oderteichs zur Grube Samson.
Bevor die Heimreise angetreten wurde, stand noch eine kleine Wanderung zum Wiesenblüten-Hoffest mit Kuhaustrieb durch St. Andreasberg zum Bergbauernhof auf dem Plan.
Das Erwandern all der vielfältigen Welterbestätten im Harz inmitten der beeindruckenden Natur und dem neuen Hintergrundwissen wird bestimmt noch lange nachwirken.
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